Update -> Zur Erinnerung an die Opfer der Agenda 2010

Schwerpunkt: Hartz IV Sanktionen – DER TRAUM IST AUS!

MÖRDERISCHER SOZIALSTAAT

von Mette de Thrireiri‎ 

R I P -> Ich gebe den Tod meines lieben Nachbarn und Freund Marcus P. aus Bochum bekannt.
Er erhängte sich in der Zeit zwischen dem 27.01.18 und 29.01.18.
Am 29.01.18 fand ich ihn tot in seiner Wohnung.
Das ist das Ergebnis der perfiden sogenannten „Sozialpolitik“!

Er war berufstätig, als Fernfahrer bei diversen Abzocker-Firmen.
Mal gab es kein Gehalt, mal zu wenig, mal wurde ihm gesagt, er könne sich die „Zulagen“ vom Finanzamt beim Lohnsteuerjahresausgleich holen (O-Ton des Spediteurs).
Mal wurde der Erwerbstätigen-Freibetrag falsch berechnet, so daß er, der Unterhalt für zwei Kinder zahlte, weniger als Grundsicherung für 280 Arbeitstunden/Monat netto hatte- mal mußte er Strafzettel wegen Inkompetenz der Dispo und damit Überschreitung der Fahrerzeit selbst zahlen.

Fernfahrer sind die Säule der Gesellschaft!
Ohne Fernfahrer gibt es kein Brot, kein Obst und Gemüse, kein Smartphone und kein Öl/Benzin.
Erst recht keine Luxusgüter.

Ja, er hatte psychische Probleme. Aber um diese angehen zu können, hätte er seinen Beruf aufgeben müssen.
Das wollte/konnte er nicht, weil er nie wieder vom Amt abhängig sein wollte. Schwer traumatisiert durch die Behandlung beim Jobcenter seinerzeit und anderer Dinge, die nicht hierher gehören, zog er den Tod dem Leben vor.

Ich versuchte, ihm zu helfen, wo ich konnte:
Bot ihm an, niemand geht allein zum Amt, gab ihm die Telefonnnummern der Hilfeorganisationen, die in seinem Falle zuständig waren, machte in seinem Auftrag Termine aus.
Alles schien gut zu laufen.

Und dann…
… fand ich ihn erhängt in seiner Wohnung.

Mit 43 Jahren, zwei Töchter hinterlassend.

OBDACHLOSENHILFE???
Das ich nicht lache!
Ein Mensch, der zwei Mieten nicht bezahlen konnte und kein Geld mehr hatte, sich das Fahrgeld von mir, einer Grundsicherungsrentnerin (!) leihen mußte, wird von Pontius zu Pilatus geschickt.
Mal fehlt dieses, mal jenes, und jedes Mal sind Fahrtkosten fällig!
Bis er die Papiere zusammen hatte, vergingen (trotz meiner Hilfe via email usw) aufgrund der Weihnachtsfeiertage sechs Wochen!
Nun waren drei Mieten im Rückstand, und die fristlose Kündigung folgte. Das Amt zahlte auch nicht, weil ein einziger Arbeitsvertrag aus drei Jahren (Aushilfe befristet) fehlte.

Kein Geld fürs aufladen des SM, kein Geld mehr für Strom und Heizung, drei Monatsmieten hintenan, Obdachlosigkeit drohte.
Er nahm den Strick.

Liebe Admins, wenn es nicht paßt, bitte löschen.
Danke.

Facebook DIE LINKE und Hartz IV 

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Wer sagt: hier herrscht Freiheit, der lügt, denn Freiheit herrscht nicht.

Erich Fried

 

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„Hartz IV Sanktionen sind illegal und verfassungswidrig“

vorweg! Hartz4 Sanktionen verstoßen gegen das garantierte Grundrecht auf Gewährleistung eines menschenwürdigen Existenzminimums..
Jede politische Gruppierung, die sich an diesem Grundrechts- und Verfassungsbruch beteiligt,  ob sie ihn eingerichtet hat oder in politischer Verantwortung nicht beseitigt,  ist verfassungsfeindlich!! Punkt. ->F.Haslbeck 

Weg mit den Hartz4 Sanktionen! -> Christoph Sieber

 

Disziplinieren mit Hungerstrafen

Ein Kommentar von Susan Bonath.

Schwarz-blau-gelber Block für härteste Hartz-IV-Sanktionen. SPD macht mit.

4,3 Millionen Erwachsene, zwei Millionen Kinder: Die Zahl der Menschen, die von Hartz IV leben müssen, stagniert seit Jahren. Neben Mietzuschüssen in einer Höhe, für die es kaum noch Wohnungen gibt, erhalten sie das Existenzminimum. Das liegt aktuell, je nach Alter und Familienstand, zwischen 237 und 416 Euro. Nur gut ein Drittel der erwachsenen Hartz-IV-Bezieher zählt die Bundesagentur für Arbeit als arbeitslos, der Rest hat einen Job, leistet eine Maßnahme oder ist krank. Doch jedem, der eine einzige Auflage des Amtes nicht ausreichend erfüllt, können Jobcenter das gesamte Budget, einschließlich Wohnkosten, bis auf Null kürzen. Bei den unter 25jährigen schlägt das Gesetz besonders hart zu: Ein »Vergehen« – Regelsatz weg.

Allein die Möglichkeit, sanktioniert zu werden, wirke wie in Damoklesschwert auf die Psyche der Menschen, sagt die Linke-Abgeordnete Katja Kipping am Freitag im Bundestag. Mehr noch: Das gesamte Hartz-IV-System, zu dem nur Zugang hat, wer nichts mehr hat, diszipliniere auch die Arbeiter. Freiwillig akzeptierten diese schlechteste Bedingungen und mieseste Löhne, um nur nicht ganz unten zu enden. So habe die Politik einen riesigen Niedriglohnsektor geschaffen, Menschen enteignet, Gewerkschaften entmachtet.

Dass es genauso beabsichtigt war, weiß man seit de Wirtschaftsgipfel 2003 in Davos. Altkanzler Gerhard Schröder von der SPD legte diese Ziele damals ausführlich unter dem Beifall der Kapitalelite dar. Seine Partei boxte das Konzept zusammen mit der Union, der FDP und den Grünen durch. Inzwischen peilen Österreich und Frankreich ein ähnliches Modell an. Nach 13 Jahren Hartz IV in Deutschland lebt ein Sechstel der Bevölkerung an oder unter der Armutsgrenze. Rund eine Million Menschen haben keine Wohnung. Doch Kipping erntet am Freitag wie gewohnt Hohn und Spott.

Matthias Zimmer, CDU, nennt den Antrag der Linken auf Abschaffung der Sanktionen und Einhaltung der Grundrechte auf Menschenwürde und körperliche Unversehrtheit einen »parlamentarischen Dauerbrenner«. Wolle ein Erwerbsloser, dass die Gesellschaft sein Leben erhalte, müsse er dafür schon etwas tun. »Das ist ein Naturrecht«, höhnt er ins Mikrofon und ergänzt: »Für die Fleißigen«.

Die von Zimmer dann eingeläutete Faulheitsdebatte greift Jörg Schneider von der AfD dankbar auf. Die Linke stehe auf der Seite derer, »die gar nicht arbeiten wollen«, ätzt er und findet: Wer nicht willig sei, müsse eben sanktioniert werden. Dann vergleicht der AfD-Mann: »Genauso geht es ja auch Steuerhinterziehern.« Dass jene, die nennenswerte Summen an Steuern hinterziehen, in der Regel Millionäre oder Milliardäre sind, lässt er weg und jammert: Die Linken wollten immer nur die Unternehmer zur Kasse bitten.

FDP-Mann Pascal Kober reiht sich nahtlos in den neoliberalen Slang von Schwarz-Blau ein. Die Linken wollten Hartz-IV-Bezieher von der Arbeitspflicht befreien, wettert er. Den Antrag nennt er einen »Angriff auf das Solidaritätsprinzip«. Immerhin würden nur drei Prozent der Hartz-IV-Bezieher sanktioniert, schwadroniert Kober. Damit wiederholt er eine Lüge, die in allen Parteien, selbst der Linken, kursiert.

Zwar verzeichnet die Bundesagentur monatlich rund 140.000 Betroffene, darunter etwa 7.500 vollständig Sanktionierte. Das sind tatsächlich 3,2 Prozent der 4,3 Millionen als erwerbsfähig Erfassten. Allerdings: Im zuletzt bemessenen Jahreszeitrum sanktionierten die Jobcenter insgesamt 430.000 Menschen fast eine Million mal für jeweils drei Monate. Es trifft in Wahrheit also zehn Prozent – pro Jahr und teils mehrfach.

Als Friedrich Straetmanns von der Linken mahnt, Betroffene würden regelmäßig obdachlos und könnten sich nicht mehr angemessen ernähren, ficht das auch Jana Schimke von der CDU und den CSU-Abgeordneten Max Straubinger nicht an. Sie plädieren für autoritäre Erziehung, bezeichnen den Entzug der existenziellen Grundlagen als »nötige Konsequenz« – »ganz besonders für Jugendliche«.

Die SPD-Politiker Matthias Bartke und Michael Gerdes weisen mühsam den Vorwurf von links zurück, sich um mehr als sechs Millionen Hartz-IV-Beziehern in den Koalitionsverhandlungen nicht zu scheren. Man wolle, aber könne leider nicht, so die beiden. Nur der Grünen-Politiker Sven Lehmann schlägt sich auf die Seite der Antragsteller. Er betont: Jedem Menschen müsse das Minimum garantiert werden.

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links zum Thema

 

in Echtzeit -> Neues aus den Unterklassen: Arme gehen leer aus

 

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Der „Geldadel“, getragen von deiner gewählten Politik -> verzockt deine Wohnung, deine Arbeit und am Ende dein Leben

nochmal 4 jahre groko und die verhungert auf offener straße vor unseren augen!?

Neue Dimension: Immer mehr Wohnungslose kommen aus Mittelschicht mit festem Job

Die Notunterkunft für wohnungslose Familien in Berlin hat nicht mehr genügend Kapazitäten. Jeden Monat sind sie gezwungen, bis zu 30 Familien zurück in die Kälte zu schicken. Anzunehmen, es handle sich nur um Roma-Familien, ist falsch. Es sind auch deutsche Mittelschichtler unter den Hilfesuchenden.

Treffen die Schätzungen der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAG W) für dieses Jahr ein, dann werden Deutschlandweit 1,2 Millionen Menschen ohne feste Bleibe und Mietvertrag sein. Unter den Wohnungslosen waren im Jahr 2016 auch 32.000 Minderjährige. Gerade in Berlin ist die Eigentumsquote sehr niedrig, sie bemisst sich auf 15 Prozent.

In der Hauptstadt wird gemietet. Ein Mietrückstand kann schnell in der Obdachlosigkeit münden. Bei einer gleichzeitigen fristlosen und fristgemäßen Kündigung hilft auch die Mietnachzahlung nicht mehr. Der Mieter steht auf der Straße. Für den Vermieter ist es oft lukrativer dem Mieter zu kündigen und so von einem neuen Mieter mehr Geld fordern zu können.

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https://deutsch.rt.com/inland/63382-neue-dimension-immer-mehr-wohnungslose-mit-jobs/

 

links zum Thema  -> Armut und Vertreibung

Deutschland – ein Land in dem bald gut und gerne 1,2 Millionen Menschen ohne Wohnung leben

https://deutsch.rt.com/inland/60725-deutschland-bald-eine-million-menschen-ohne-Wohnung/

Unter der Brücke können anreisende Palazzo Gäste Wohnungslose in Pappkartons betrachten“ und danach wird opulent diniert?

hier mehr lesen -> https://deutsch.rt.com/inland/63554-echokammer-42-interview-dieter-puhl-bahnhofsmission-berlin/

und

wer kinder nicht achtet, wird verachtet und wer kinder nicht ehrt, ist des talers nicht wert!!

nachgereicht -> Neues aus den Unterklassen: Hartz IV-Bezieher haben kein Recht aufs Minimum

https://deutsch.rt.com/inland/62571-neues-aus-unterklassen-kein-recht/

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Armut, so weit das auge schaut

blogbeiträge  https://mantovan9.wordpress.com/?s=armut

Ein Kommentar

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Jugendliche werden in den Jobcentern nur mangelhaft begleitet

altonabloggt

Bild: privat

Heftige Kritik des Bundesrechnungshofes (BRH)  an der „Betreuung“ und Vermittlung Jugendlicher mit Berufsabschluss in den Jobcentern: Fehlerhafte Dokumentationen von Berufsabschlüssen Jugendlicher, fehlende oder zu späte Erstberatungen der Jugendlichen, krampfhaftes Festhalten an Erstausbildungen, unzureichende, ungenaue Eingliederungsvereinbarungen.

In sieben Jobcentern und davon in 336 Fällen wurde in 2016 die „Betreuung“ junger Menschen von 15 Jahren bis 25 Jahren durch den Bundesrechnungshof überprüft. Wie es in dem Bericht hieß, waren oft Jugendliche mit abgeschlossener Berufsausbildung ausgewiesen, obwohl sie tatsächlich über keinen Berufsabschluss verfügten. In anderen Fällen waren die Berufsbezeichnungen falsch. Als mögliche Ursache nannten die Jobcenter in gemeinsamer Einrichtung (BA), dass ein späteres Erkennen fehlerhaften Berufsangaben nicht automatisch im Lebenslauf des internen Systems zurückgesetzt werde. Die zugelassenen kommunalen Träger konnten keine bestimmten Ursachen angeben. Die Prüfer stellten fest, dass nicht existierende oder falsche Ausbildungsabschlüsse ein fehlerhaftes Bild über die Qualifikation und über den Bedarf an Qualifizierungsmaßnahmen der Leistungsberechtigten zu falschen…

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Update – „Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen“

-> aus rot und grün wurde agenda 2010 und fertig waren die arbeitenden hungerhaken..

 

in Echtzeit Morgendämmerung?  -> Hartz IV muss weg!!!

aufgelesen unterm beitrag -> Hartz IV als Teil einer „Angstspirale“ im Sozialstaat – eine bekannte These, diesmal aus dem sozialdemokratischen Umfeld

Anonym hat gesagt…

H4 sollte letztlich zu einer Reduktion der Sozialleistungen und zu einer Stigmatisierung derer führen, die auf Sozialleistungen angewiesen sind. Und dies wurde – völlig verlogen – mit dem Slogan „Fordern und Fördern“ kaschiert. Gemeint war wohl eher „Fordern und Quälen“. Denn es wurden gleichzeitig Zielerreichungsvereinbarungen über Sanktionierungsquoten = Quälquoten vereinbart. H4 führte dadurch zur Entsolidarisierung der Gesellschaft. Diese Entsolidarisierung betraf aber nicht nur die Betroffenen sondern auch die Mitarbeiter der sozialen Sicherungssysteme, von denen nun ebenso eine Entsolidarisierung gegenüber den Klienten gefordert wurde, also Quälen statt helfen. Und viele Mitarbeiter haben dann mit den Füßen abgestimmt, weil sie beim Quälen nicht mitwirken wollten, z. B. in den Arbeitsagenturen aber auch in anderen sozialen Berufen wie der Altenpflege, der Krankenpflege und der Sozialarbeit. Letztendlich ist es für die Klienten und für die Mitarbeiter schrecklich. Und dabei gilt: wer hat und verraten, die Sozialdemokraten. Und dieser „Verrat“ ist der Boden für eine „Alternative für Deutschland“, aber auch der Boden für eine Entsolidarisierung vieler mit noch ärmeren Menschen. Man findet meist immer noch Menschen, auf die man herabschauen kann, um sich selbst – in seiner misslichen – Lage aufzuwerten. Angefangen hat damit aber die Sozialdemokratie.

und

Alex hat gesagt…

Wobei die Medienkampagne fast schon wie ein Medikament war. Mit allen Wirkungen und Nebenwirkungen. Stigmatisierung und nach unten treten ist „endlich“ salonfähig geworden. Erinnert sei auch der Spruch von Guido Westerwelle mit der spätrömischen Dekadenz die im weiteren Verlauf der Hartz-Diskussion (die nicht endet) kam.

Die Gegenreaktion (Nebenwirkung) ist eine langsam brodelnde bedürftige „Unterschicht“ und die Angst der Mittelschicht nach unten zu fallen. Also lieber nach unten treten und so alles noch verhärten. Das einzig gute an der Sache ist das es überhaupt ein Sedativ gibt um Unruhen zu vermeiden.

Die USA wird vllt. ein gutes Beispiel sein. Durch die Steuerreform von Dezember 2017 fängt zeitnah die Diskussion um Kürzungen bei den Sozialleistungen an um den verminderten Steuereinnahmen Rechnung zu tragen. FoxNews hat neulich einen Artikel darüber gebracht.

und

Egon W. Kreutzer  hat gesagt…

Wenn es mit Lohnsteigerungen und Rückkehr zur flächendeckenden Tarifbindung getan wäre, könnten wir uns glücklich preisen. Leider ist es so, dass Produktivitätswachstum und Arbeitskräftebedarf schon weitgehend voneinander abgekoppelt sind. Schröders Agenda darf daher nicht länger nur als das angesehen werden, was es zunächst war, nämlich ein Aufbruchssignal des Neoliberalismus; es stellt sich spätestens in unseren Tagen heraus, dass es sich auch um einen beherzten Griff zur Notbremse gehandelt haben könnte.
Solange die Finanzierung der Sozialsysteme und der Großteil der Steuereinnahmen (Lohn-, Mehrwert- und weitere Verbrauchssteuern) von einer immer schmaler werdenden Basis von Beschäftigten erwartet wird, muss an der Alimentation der „Überflüssigen“ gespart werden.
Im gegenwärtigen Stadium sind wir in Deutschland noch in der Lage, die aus der Leistungserstellung verdrängten Menschen über ein Transferleistungssystem soweit zu alimentieren, dass ihr Überleben auf sehr niedrigem Wohlstandsniveau gewährleistet werden kann. Wir sind allerdings nicht mehr in der Lage, jene Leistungen zu transferieren, die bis gegen Ende des letzten Jahrhunderts noch gewährt wurden.
Unter den Bedingungen des globalen Wettbewerbs wird der Trend zu weiter sinkenden Arbeitskosten und zum Anwachsen des auf immer geringere Transferleistungen angewiesenen Prekariats führen – und die Digitalisierung wird der Schlüssel dazu sein.
Die Einsicht, dass die Globalisierung die ganze Welt in Armut stürzt, wird sich auch bei denen noch durchsetzen, die heute über Trumps „America first“ nur lachen können.

Höhere Unternehmens- und Kaptialertragssteuern, auch wenn sie in Form einer „Maschinensteuer“ erhoben werden, helfen nur der mit Niedrigsteuern gesegneten Konkurrenz. Wer den Wohlstand der Bevölkerung wieder mehren will, muss den grenzüberschreitenden Verkehr von Waren, Dienstleistungen und Kapital – den eigenen Interessen folgend – wieder reglementieren.

und

Anonym hat gesagt…

Die Agenda 2010 und das Sozialverbrechen an den ErwerbsminderungsrentnernErwerbsminderungsrente erhält nur, wer vorher gearbeitet hat. Es sind also nicht die Faulen, um die es geht. Es sind die Fleissigen, die krank wurden.

Wie geht unser Staat nun damit um?

Er hat Hürden aufgebaut, die fast unüberwindbar sind. Das Überwinden kostet oft so viel Kraft, daß man zum Schluß keine Kraft mehr hat.

1. Man muß in den letzten 5 Jahren mindestens drei Jahre sozialversichert gewesen sein, um diese Rente beantragen zu können. Wer z.B. vor sieben Jahren krank wurde, sich noch irgendwie über Wasser hielt auch ohne Job und die letzten drei Jahre nicht mehr sozialversichert war, ist raus, selbst wenn er/sie vorher 15 oder 20 Jahre sozialversichert war.

2. Man muß durch die Mühlen der Gutachter, die mit dem abstrakten Verweis arbeiten und oft genug immer noch versuchen aus Kranken Gesunde machen,

3. Wer diese Tortur überstanden hat und so krank ist, daß er/sie nun wirklich nicht mehr arbeiten kann, der wird bestraft. In einer aktuellen Chronologie mit den Änderungen des Jahres 2007 der Agenda 2010 wird das so zusammengefaßt: „Erwerbsminderungsrente: Anhebung der Altersgrenze für den abschlagsfreien Bezug einer Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit von bislang 63 Jahren (vollendetes 63. Lebensjahr) auf 65 Jahre. Wird eine Erwerbsminderungsrente vor dem vollendeten 65.Lebensjahr in Anspruch genommen, fallen Abschläge an. Die maximale Abschlagshöhe liegt bei 10,8% (3×3,6%). Der Höchstabschlag fällt an , wenn der Beginn der Renten vor dem vollendeten 62. Lebensjahr(bislang 60. Lebensjahr) liegt. Für erwerbsgeminderte Versicherte mit 35 Pflichtbeitragsjahren verbleibt es bei dem heute geltenden abschlagsfreien Alter von 63 Jahren. Ab 2024 gilt dies dann nur noch für erwerbsgeminderte Versicherte, die 40 Pflichtbeitragsjahre nachweisen können. Als Pflichtbeitragszeiten gelten grundsätzlich dieselben Zeiten wie bei der Altersrente für besonders langjährig Versicherte.“

Da man ja die Rente nicht erst nach 40 Pflichtbeitragsjahren erhält sondern früher werden politisch gewollt von der Rente einfach mal so 10,8% dauerhaft lebenslänglich abgezogen. Und wer studiert hat, der darf sich doppelt freuen, weil ja die drei Jahre bis zum Abitur und die 5 Jahre des Studiums bei der Rentenhöhe auch nicht mehr rentensteigernd gelten und dies aber erst 20 Jahre nach dem Studium so verändert wurde.

Und jetzt wird es noch besser. Wir schreiben das Jahr 2018. Nun ändert sich etwas für Erwerbsminderungsrenten. Das bmas schreibt dazu:

„Bereits das Rentenpaket 2014 brachte merkliche Verbesserungen bei der Absicherung des Erwerbsminderungsrisikos. Wer zum Beispiel ab dem 45. Lebensjahr aus gesundheitlichen Gründen nur noch teilweise oder gar nicht mehr erwerbstätig sein kann, wird aktuell bei der Höhe der teilweisen oder vollen Erwerbsminderungsrente so gestellt, als habe er bis zum Alter von 62 mit dem bis zur Erwerbsminderung erzielten durchschnittlichen Einkommen weitergearbeitet. Diese sogenannte Zurechnungszeit wurde 2014 von 60 auf 62 Jahre erhöht. Nun wird die Zurechnungszeit schrittweise um drei Jahre auf das Alter 65 verlängert.

Die Erhöhung beginnt mit dem Jahr 2018 und wird im Jahr 2024 abgeschlossen sein. Insgesamt bedeutet dies langfristig eine deutliche Erhöhung der Rentenansprüche für Neurentnerinnen und -rentner im Falle der Erwerbsminderung.“

Man erhält mehr aber davon werden wiederum ca. 10,8% abgezogen. Von mehr wird mehr abgezogen. Merken Sie den Fehler? Und noch besser ist, daß es nur für Neuanträge gilt.Wer eine Rente hat muß weiter arm bleiben dank der Agenda 2010.

So geht die Politik mit Menschen um, die sozialversicherungspflichtig als Steuerzahler hier gearbeitet haben und krank wurden. Mittlerweile immerhin eine Gruppe von über 2 Millionen erwachsenen Staatsbürgern.

usw usw usw

beitrag lesen https://aktuelle-sozialpolitik.blogspot.de/2018/01/hartz-iv-als-teil-einer-angstspirale.html

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Hartz IV muss weg 

Der deutsche Irrweg

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fordern und fördern??? -> Ursache und Wirkung!

Schwerpunkt: Hartz IV Sanktionen – DER TRAUM IST AUS

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Hartz4 -> „Wo Bürokratie wächst, verkümmert das Leben“

„Erst mehrere Stunden nachdem Aron einen Schlaganfall hatte, wurde er von seinem Nachbarn gefunden und ins Krankenhaus gebracht. Doch es war schon zu spät, die Nervenbahnen waren bereits geschädigt.

Als er dann, mit all seinen Sorgen, nach Hause entlassen wurde, kam der Schock.“ (Mensch und Politik heute)

beitrag lesen -> http://www.huffingtonpost.de/entry/arbeitsamt-jobcenter-hartz-iv-schlaganfall_de_5a3e3c47e4b025f99e1756f0

 

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http://www.rp-online.de/nrw/staedte/grevenbroich/stadt-lehnt-schlafcontainer-fuer-obdachlose-ab-aid-1.7281837

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Überschrift -> Honoré de Balzac

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nachgeschoben – laut bibel ist jesus als obdachloser geboren -> in echtzeit gibts immer noch obdachlose und zwar unter der regie der „christen“?

oh du empathielose „christliche“ Weihnachtszeit..

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