Leiharbeit in Deutschland

Kurzarbeit, Leiharbeit, Zeitarbeit

Ein nachhaltiger Aufschwung oder doch nur lautes Pfeifen im dunklen Wald?

Allenthalben titeln die Medien mit immer neuen Superlativen, wenn sie über die jüngste Entwicklung der Wirtschaft in Deutschland berichten.
Von harmlos wie: „Der Aufschwung läuft“, „Deutlicher Aufschwung erkennbar“, über „Aufschwung XL“ und „German Jobwunder“ bis zum endgütigen Urteil „Die Krise ist beendet!“ hämmern uns die Medien den Aufschwung förmlich in die Köpfe. Wenn dem so ist, dann stellt sich schlicht die Frage, Aufschwung für wen?

mehr  http://www.scharf-links.de/43.0.html?&tx_ttnews%5Btt_news%5D=11754&tx_ttnews%5BbackPid%5D=8&cHash=c1c47209ff

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INFORMATIVE LINKS

Flexibel, billig und schnell kündbar

http://www.stern.de/wirtschaft/job/leiharbeit-in-deutschland-flexibel-billig-und-schnell-kuendbar-1535065.html

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DEUTSCHE WIRTSCHAFT BOOMT DANK LEIHARBEIT

QUELLE  http://sharenews.twoday.net/stories/6474069/

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ENDLICH GUTE NACHRICHTEN!

Beschäftigte demonstrieren vor Airbus-Werk gegen Leiharbeit

Rund 800 Beschäftigte haben am Mittwoch nach Gewerkschaftsangaben vor dem Hamburger Airbus-Werk für eine Begrenzung der Leiharbeit demonstriert.

Rund 800 Beschäftigte haben am Mittwoch nach Gewerkschaftsangaben vor dem Hamburger Airbus-Werk für eine Begrenzung der Leiharbeit demonstriert. Der zweite Vorsitzende der IG Metall, Detlef Wetzel, warf den Arbeitgebern bei der Kundgebung vor, sie wollten über den Umweg der Leiharbeit Billiglöhne durchsetzen. Vor allem die junge Generation am Arbeitsmarkt leide wegen Leiharbeit zunehmend an Perspektivlosigkeit. „Für die Politik ist es höchste Zeit zu handeln. Wir brauchen mehr Sicherheit durch reguläre Jobs.“

http://www.stern.de/news2/aktuell/beschaeftigte-demonstrieren-vor-airbus-werk-gegen-leiharbeit-1594473.html

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Belegschaft protestiert

http://www.fr-online.de/wirtschaft/belegschaft-protestiert/-/1472780/4569078/-/index.html

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die story: Leiharbeit undercover

Mein heimliches Leben in deutschen Fabriken

Seine gelbe Weste leuchtet schon von Weitem. Sie markiert ihn, zeigt, dass er anders ist als die anderen Arbeiter in der Werkshalle. Matthias P. ist Leiharbeiter. In vielen Betrieben arbeitet er Schulter an Schulter mit den Facharbeitern des Unternehmens. Matthias P. bekommt rund sieben Euro brutto pro Stunde – weniger als die Hälfte des Lohns, den die Festangestellten mit Tarifvertrag bekommen. Noch am Morgen saß Matthias P. in seiner Wohnung. In Hose und Leuchtweste hockte er neben dem Telefon. Er ist verpflichtet, bis eine Stunde vor Schichtbeginn zu warten, auf einen Anruf der Firma, die ihn verleiht. Matthias P. gibt es erst seit einem Jahr. Der Name ist ein Pseudonym, hinter ihm verbirgt sich Markus Breitscheidel. Der Undercover-Rechercheur und Autor arbeitete für diesen Film über ein Jahr lang mit falscher Identität in der Leiharbeitsbranche, im Niedriglohnsektor. Die Reportage begleitet Matthias P. bis zum Werkstor, seine Arbeitstage filmt er verdeckt. Nur so ließ sich dokumentieren, wie das Leben eines Leiharbeiters tatsächlich ist. „Viele aus der Stammbelegschaft behandeln mich, als hätte ich eine ansteckende Krankheit“, sagt Matthias P. die story dokumentiert die Erlebnisse von Matthias P. und spricht mit seinen Kollegen, den festen und den ausgeliehenen. die story geht aber auch in die Betriebe und konfrontiert die Verantwortlichen.
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Lohn mit Tricks gedrückt

Ein Zeitarbeitsmanager kritisiert die eigene Branche und mahnt Standards gegen Missbrauch an.

Ein Topmanager eines der größten europäischen Zeitarbeits-Unternehmen ist mit seiner eigenen Branche scharf ins Gericht gegangen. Viele Firmen bezahlten ihre Mitarbeiter schlecht und bedienten sich Tricks, um die Löhne zusätzlich zu drücken, sagte der Deutschland-Chef von Europas viertgrößter Zeitarbeitsfirma USG People, Marcus Schulz, laut Wirtschaftswoche.

Schulz monierte, es gebe nicht nur einige schwarze Schafe in der Branche, sondern systematisch genutzte „Tricks im Umgang mit Mitarbeitern“. So würden Mitarbeiter „vorsätzlich falsch eingruppiert, systematisch wird mit Krankenstand und Urlaubsansprüchen getrickst, um einsatzfreie Zeiten zu unterlaufen, die die Unternehmen eigentlich bezahlen müssten, oder um geringfügig Beschäftigte länger einzusetzen als erlaubt.“

Nötig seien „verbindliche Standards, die Missbrauch und Tricks im Umgang mit Mitarbeitern und Vorschriften endlich unterbinden“, sagte Schulz.

Die Debatte um die Drogeriekette Schlecker sei der „Albtraum unserer Branche“. Sie entlarve „schonungslos die Fehler in unserer Selbstwahrnehmung und -darstellung“, sagte der Insider. Schlecker hatte Mitarbeiter entlassen, um sie in einer firmeneigenen Leiharbeitsfirma zu niedrigerem Lohn wieder einzustellen. (afp)

QUELLE   http://www.fr-online.de/wirtschaft/lohn-mit-tricks-gedrueckt/-/1472780/4540874/-/index.html

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Arbeitnehmerüberlassung

Bei der Arbeitnehmerüberlassung (Leiharbeit, Personalleasing, Zeitarbeit) wird ein Arbeitnehmer (Leiharbeitnehmer, Zeitarbeitnehmer) von seinem Arbeitgeber (Verleiher, Zeitarbeitsunternehmen) einem Dritten (Entleiher) zur Arbeitsleistung überlassen. Arbeitnehmerüberlassung war bis 1971 verboten.

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