Monatsarchiv: September 2010

HARTZ IV AUFSTOCKER: ARM TROTZ ARBEIT

HARTZ IV AKTUELL – DER TURM STÜRZT EIN!

WIEDER WERDEN MITTELSCHICHT UND NOCH LOHNEMPFÄNGER GEGEN HARTZ IV BEZIEHER IN STELLUNG GEBRACHT! BETROFFENE WERDEN ALS ABHÄNGER UND NICHTSTUER DIFFAMIERT. JEDOCH MÜSSTE INZWISCHEN BEIM LETZTEN „HARTZ IV HETZER“ ANGEKOMMEN SEIN, DAS FAST 6 MIO MENSCHEN IM NIEDRIGLOHNSEKTOR AUSBEBEUTET WERDEN.

Arbeitslosenzahlen August 2010

http://www.theonussbaum.de/seiten/arbeitslos/arbeitslosenzahlen.htm

http://www.dh-online-net.de/blog/2010/08/31/arbeitslosenzahlen-august-2010/

_______________

ARM TROTZ ARBEIT

Kraftlos
Machtlos
Unsichtbar gefesselt; mit wachem Gehör und stummer Sprache
Niemand spürt den stummen Schrei der Seele

Still, schweigend, isoliert und beschäftigt mit drei Jobs nimmt keiner den persönlichen Niedergang wahr
Verborgen hinter einer Fassade, Armut schickt sich nicht
Statuspflege trotz Rostbildung

Da siehst du zu, wie einer von den Reichen Kraxlhuberartig seinem Ziel entgegenschwitzt
Wie Hindernisse platt gewälzt, Seelen verkauft und öffentlich Lügen verbreitet werden

Du zweifelst nicht an Ihnen. Es ist alles so kompliziert; sie benutzen so viele schlaue Worte
Vermutlich haben Sie Recht
Da habe ich wohl wieder etwas missverstanden
Uns betruegt doch keiner. Vor meinen Augen doch nicht! Hier verhungert auch keiner.

Was läuft denn heute im Fernsehen?

Beobachtest du deinen eigenen Niedergang? Peilst du das fuer dich auserwaehlte Ziel brav an? Konsum macht glücklich.
Lebe isoliert, arbeite wenn du kannst und denk nie darüber nach, warum du seit Eintritt deines Wahlrechts, wählst, was du wählst.

Die Tage vergehen, nichts passiert, nichts wird geschehen, doch es rebelliert, schallt es irgendwo in der leeren Halle, diesem riesigen unsortiertem Lager, deinem Kopf.
In den Ecken deiner Seele, deiner Seele, deiner…

Weiterhin gefangen, gekidnappt, aus dem Leben in die Isolation getrieben
Ungewollt, von der Masse gesteuert
Klemmst du nun da, auf einem Stuhl in deiner bretternen Bude

Wie hoch wohl die Lösegeldforderung ist? Wer will sie bezahlen?
An wen?

Deine Seele entfacht das Feuer
Doch es ist gelöscht
Ausgebrannt deine Diagnose
Mut gewollt zerstört, Vertrauen gebrochen, Depressionen eine Folge

Bring es zur Sprache
Schrei es raus aus deinem Herz

Gucci macht nicht satt, Louis Vuitton wärmt nicht und ein BMW faehrt ohne Benzin auch nirgendwohin

QUELLE http://gedankenzumwahnsinn.blog.de/2009/12/05/arm-trotz-arbeit-7513191/

____________

MDR Exakt Arm trotz Arbeit (1/2)

______________

informative links

Arm trotz Arbeit

http://www.wdr.de/tv/monitor//dossiers/arbeit.php5

http://mediathek.daserste.de/daserste/servlet/content/4804108?categoryId=&goto=&moduleId=432744&pageId=&show

http://www.derwesten.de/nachrichten/Arm-trotz-Arbeit-Zahl-der-Betroffenen-steigt-id3372698.html

_______________

NEWS ZUM THEMA

http://www.sozialleistungen.info/news/

_______________

DEUTSCHLAND BRAUCHT DEN MINDESTLOHN

http://www.linksfraktion.de/suche/?q=gesetzlichen+Mindestlohn%21&t=&m=&j=2010&l=&a=

http://www.mindestlohn.de/

______________

ENDLICH GUTE NACHRICHTEN

Arbeitslose gehen auf die Straße

http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/arbeitslose-gehen-auf-die-strasse/

2 Kommentare

Eingeordnet unter AKTUELLES

Hartz IV: 5 Euro mehr – Banker verdienen wieder Millionen

_______________

Fünf Euro mehr für Hartz IV-Bezieher – 500.000 Euro mehr für 200 Banker aus staatlich geretteten Kreditinstituten

Sonntag, den 26. September 2010 um 12:17 Uhr

Zur Ankündigung der Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen, den Hartz IV-Eckregelsatz um fünf Euro zu erhöhen, erklärt Martin Behrsing, Sprecher des Erwerbslosen Forum Deutschland:

„Es ist ein schlechter Scherz? Arbeitsministerin Ursula von der Leyen hat heute der Koalition von Union und FDP vorgeschlagen, den derzeitigen Hartz IV-Eckregelsatz von 359 Euro auf 364 Euro anzuheben, wie FDP-Verhandlungsführer Kolb mitteilte. Fast zeitgleich schreibt die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (FAS), dass etwa 200 Banker aus Kreditinstituten mit Staatshilfe wieder auf ein Jahreseinkommen von mehr als 500.000 Euro kämen. Deutlicher kann uns Schwarz-Gelb nicht klar machen, dass Menschen mit Hartz IV-Leistungen der Koalition nichts wert sind, während die Büttelpolitik für die Akteure und Profiteure der Finanz- und Wirtschaftskrise immer schamloser fortgesetzt wird.

Und es kommt noch schlimmer! Das bisherige Schulstarterpaket von 100 Euro wird zukünftig gestrichen und 650 Millionen Euro für das Elterngeld bei Hartz IV gibt es nicht mehr. Dafür werden uns 480 Millionen Euro mehr für die Bildung der Kinder vorgegaukelt. Faktisch wird Hartz IV aber um 170 Millionen Euro gekürzt. Hinzu kommen die angekündigten Streichungen bei Alkohol- und Tabakwaren in Höhe von 19,10 Euro. Das bedeutet für erwachsene Hartz IV-Bezieher eine Streichung von 14,10 Euro, wenn die heute angekündigten 5 Euro Erhöhung mit eingerechnet werden. Die Begründungen für diese Kürzung sind für mich eine furchtbare Doppelmoral mit sozialrassistischen Tendenzen.

Die Bundestagsabgeordneten von Schwarz-Gelb sollen sich darauf einstellen, dass wir sie nicht mehr Ruhe lassen und sie permanent damit konfrontieren, dass allein für eine ausgewogene und gesunde Ernährung mindestens 80 Euro im Monat fehlen; abgesehen von den anderen Beträgen zur Teilhabe. Wir werden nun jede Möglichkeit in den kommenden Monaten nutzen, um bei öffentlichen Auftritten von Mandatsträgern das Thema Hunger auf die Tagesordnung zu bringen, um sie damit öffentlich als unsozial bloß zustellen . Auftakt dazu wird am 10.10.2010 die bundesweite Demonstration der großen Erwerbslosennetzwerke im niedersächsischen Oldenburg sein, die unter dem Motto steht: Krach schlagen statt Kohldampf schieben . Mindestens 80 Euro mehr für Lebensmittel sofort“ (http://www.krach-statt-kohldampf.de)“.

quelle http://prekaer.info/index.php/neuigkeiten/sozial/4643-fuenf-euro-mehr-fuer-hartz-iv-bezieher-500000-euro-mehr-fuer-200-banker-aus-staatlich-geretteten-kreditinstituten.html

_______________

2 Kommentare

Eingeordnet unter AKTUELLES

Tricksereien bei Neuberechnung des Hartz IV Regelsatzes

_______________

Warnung vor Tricks bei Hartz IV Berechnung

Tricksereien bei Neuberechnung des Hartz IV Regelsatzes

 

Warnung vor Tricks bei Hartz IV Berechnung. Es verdichten sich Anzeichen, dass der neue Regelsatz „politisch motiviert“ festgelegt und damit herunter gerechnet wird.

(24.09.2010) Zahlreiche Sozialverbände und Erwerbslosengruppen warnen vor einen politisch motivierten Hartz IV Regelsatz. Es gebe Anzeichen dafür, dass die Festlegung der Regelsätze wohl möglich aus politischem Kalkül festgelegt werden. Sozialverband: Alles unter 400 Euro monatlich ist „bedenklich“.

mehr http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/warnung-vor-tricks-bei-hartz-iv-berechnung-4241.php

und  http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/hartz-iv-regelsatz-deutlich-unter-20-euro-398.php

______________

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter AKTUELLES

Nein, das ist nicht Bangladesch, das passiert mitten in Deutschland

 SKLAVENARBEITER IN DEUTSCHLAND.

______________

Ausbeutung im WarenlagerSkandalöse Arbeitsbedingungen im Lebensmittelhandel

Nein, das ist nicht Bangladesch, das passiert mitten in Deutschland – so eine Expertin, die wir befragt haben. Befragt zu den Arbeitsbedingungen in Warenlagern von Lebensmittelketten wie Edeka, Rewe oder Netto.

Wie kann das sein? Der Trick: Die Lebensmittelkonzerne schließen sogenannte Werkverträge mit Fremdfirmen ab, und deren Arbeiter werden zu Hungerlöhnen und miesen Bedingungen beschäftigt.

mehr http://www.swr.de/report/-/id=233454/nid=233454/did=6770830/1wctbs0/index.html

______________

Autorengespräch: Ausbeutung im Warenlager

http://www.swr.de/report/-/id=233454/did=6921282/pv=video/nid=233454/1jiuapt/index.html

_______________

Verdi beklagt „Sklavenverhältnisse“

http://www.presseportal.de/pm/75892/1685099/swr_das_erste

4 Kommentare

Eingeordnet unter Deutschland

Reißt uns die Finanzindustrie in den Abgrund?

_______________

Rückschau: Zocken bis der Staat hilft (SWR)

Subprime-Krise in den USA, drohende Staatsbankrotte, wann platzt die nächste Blase? Hunderte von milliardenschweren Risiken schlummern in den Bad Banks der Deutschen – Hinterlassenschaften zockender Banker und enthemmter Finanzjongleure.

Sie werden jeden deutschen Steuerzahler Tausende von Euro kosten. Und dieselben Banken täuschen uns weiter über das gegenwärtige Risiko. Schon wieder haben sie milliardenschwere Staatsanleihen fragwürdiger Qualität in ihren Depots. Was die wert sind, weiß keiner. Dabei hieß es doch hier im Land: Die Amerikaner sind schuld. Ohne bankrotte Hausbesitzer in den USA und die US-Pleitebanken wäre deutschen Banken nichts passiert. Ein Märchen? Es waren grade die Landesbanken mit Staatsgarantie, die unkontrolliert, gierig und unfähig die schlimmsten Giftpapiere gekauft haben. Auch noch, als die Welt längst wusste, dass die Blase platzt. Die dummen Deutschen kaufen weiter, amüsierten sich die Insider in London und an der Wall Street. Deutsche Banken waren mit die schlimmsten Zocker, sagt Leo Müller, Autor eines Buches mit dem Titel „Bankräuber“ und Experte für Wirtschaftskriminalität. Und dann waren deutsche Landesbanken die trickreichsten Bilanztäuscher, aber immer mit Deckung der höchsten Politik. Wiltrud Kremer und Brigitte Schalk treffen auf der Suche nach Ursachen und neuer Krisengefahr vermeintlich Unschuldige, bankrotte amerikanische Häuslebauer, ehemalige Top-Banker und deutsche Politiker. Die Deutschen sind nicht in die Finanzkrise hineingerutscht. Wir haben kräftig mitgezockt. Und die deutsche Politik hat Wettpate gespielt. Auch zwei Jahre nach der Finanzkrise ist sie weder aufgearbeitet noch haben wir viel daraus gelernt.

 quelle http://programm.ard.de/?sendung=281066009301220

_______________

BEMERKENSWERTER BEITRAG

15. Oktober 2008 um 9:12 Uhr

Die Landesbanken sind die schlimmsten

Verantwortlich: Wolfgang Lieb | Druckversion | Beitrag versenden | < zurück

„So richtig es ist, dass die Staaten bei den Banken Miteigentümer werden: Glaubt irgendjemand, dass die Politik das Bankgeschäft besser betreibt als Ackermann & Co? Wenn es so wäre, wieso hätte dann in Deutschland die Krise vor allem die öffentlichen Banken – von der SachsenLB bin zur BayernLB – erfasst?“ Das schreibt Uwe Vorkötter, der Chefredakteur der Frankfurter Rundschau in einem Leitartikel der FR – und plappert damit einfach nach, was von den Privatbankern und Apologeten des privaten Bankensystems so vorgesagt wird. Eine Legende wird einfach weitergesponnen.
Von Wolfgang Lieb

Es kommt hoffentlich selten vor, dass ich in meinen Beiträgen meine persönlichen Erfahrungen so direkt wiedergebe, aber bei Aussagen wie dieser von Uwe Vorkötter kann ich nicht mehr anders.

Ich war bis 1996 Sprecher von Johannes Rau. Ich kannte die enge Verbindung zwischen dem WestLB-Chef Neuber und Rau. Es ist gar nicht zu bestreiten, dass zwischen der landeseigenen Bank – immerhin gehörte sie zu 43% dem Land – und der Landesregierung Absprachen getroffen wurden und die WestLB in vielen Fällen einsprang, wenn ein Unternehmen im Lande in Schwierigkeiten geriet. Vielleicht oft nicht nach bankerischen Kriterien, aber meistens mit Erfolg. Man mochte das ein nordrhein-westfälisches MITI (à la Japan) nennen, aber es ging um konkrete Rettungsaktionen für Unternehmer und Arbeitnehmer.

Und dennoch wurde die WestLb unter Neuber zur viertgrößten Bank in Deutschland und sie stand gut da.

Ich halte die Legendenbildung über die politischen Intrigen, die da angeblich gesponnen wurden, für falsch oder zumindest maßlos übertrieben. Man betrieb gemeinsam (Politik und Bank) Standort- und Wirtschaftspolitik und versuchte vor allem den Strukturwandel im Ruhrgebiet zu bewältigen. Da mag Vieles nicht banküblich abgelaufen sein, und man kann daran Kritik üben. Doch letztlich war das meiste, was angepackt wurde, durchaus erfolgreich.

Nach Raus Wechsel ins Bundespräsidentenamt nach Berlin (1998) folgte Clement als Ministerpräsident des Landes NRW nach. Schon damals gab es (wie heute) ein Drängen der Finanzindustrie, die WestLB zu privatisieren, zumindest sollte sie sich aber wie eine private Geschäftsbank aufstellen, und das Geflecht zwischen Politik und Landesbank sollte endlich zerschlagen werden.

Clement folgte diesen Einflüsterungen, und so wurde Jürgen Sengera im Jahre 2001 als Nachfolger von Neuber regelrecht dazu gedrängt, die WestLB in eine Geschäftsbank umzuwandeln. Die Aufgaben einer Förderbank sollte die „NRW Bank“ übernehmen.

Man hat also das „Gewächs“ der WestLB, Jürgen Sengera, geradezu ins Investmentgeschäft gedrängt. Und unerfahren wie er war, ging er einer Londoner Finanzinvestorin auf den Leim und fuhr der Bank dreistellige Millionenverluste ein.

Danach hat man einen „echten“ Banker von der Deutschen Bundesbank, Thomas Fischer, geholt, und der hat eben die Spekulationsgeschäfte betrieben, die echte Banker auch so trieben, er ist nur früher auf die Nase gefallen als seine Kollegen.

Fischers Nachfolger Alexander Stuhlmann hatte dann nur noch die Aufgabe, die angeschlagene WestLB irgendwie zu fusionieren. Inzwischen wurde auch er von einem „internationalen“ Banker, Heinz Hilgert, abgelöst.

Was ich damit sagen will: Jedenfalls in Nordrhein-Westfalen ist die Politik der Finanzindustrie auf den Leim gegangen. Man hat die Landesbank auch mit öffentlichem Druck in eine Geschäftsbank umgewandelt und die Vorstandsmitglieder geradezu in Spekulations- und internationale Investmentgeschäfte gedrängt.

Harald Schartau als damaliger Wirtschafts- und Sozialminister und damit gleichzeitiger Verwaltungsratsvorsitzender der NRW Bank war geradezu stolz darauf, diesen Wechsel von einer Förder- in eine Geschäftsbank mit vorangetrieben zu haben, und der damalige Ministerpräsident Clement sowieso. Eigentlich sollte alles auf eine Privatisierung hinauslaufen, und die nachfolgende CDU-Regierung betreibt dies bis heute.

Es ist einfach Unkenntnis der Hintergründe, wenn man, wie Vorkötter, nun den Landesbanken den „schwarzen Peter“ zuschiebt. Selbstverständlich hat die Politik Fehler gemacht. Die WestLB von einer Förderbank zu einer Geschäftsbank zu machen und dabei ganz gezielt auf politischen Einfluss zu verzichten war grundfalsch. Aber es waren eben nicht mehr die klassischen Förderbanken, die vor die Wand gefahren sind, sondern die zu Geschäftsbanken umgewandelten Landesbanken.

Man mag nun nachträglich der Politik vorhalten, dass sie das zugelassen, ja sogar befördert hat. Aber waren Clement oder Schartau nicht willige Erfüllungsgehilfen ihrer Einflüsterer aus der privaten Finanzindustrie? Es war doch zeitgeistig und bis vor kurzem modern, alles zu privatisieren und dem Investment-Hype zu folgen.

Ja, die Politik hat da auf der ganzen Linie versagt. Aber nur deshalb, weil sie unter dem massiven Druck der privaten Bankenlobby und der von ihr geprägten veröffentlichten Meinung stand – und weil die Politik sich zum Büttel der Finanzindustrie machen ließ.

Was lehrt uns das: Solange die Politik nur besinnungslos den Ratschlägen der Privatbanker folgt, kann man auf Landesbanken verzichten. Sie agieren dann nur noch dilettantischer als die Profis aus dem privaten Geschäftsbankenbereich oder werden sogar wie etwa die IKB von den Privatbanken zum Schrottabladeplatz für faule Kredite missbraucht. Insofern gebe ich Uwe Vorkötter sogar Recht.

Solange sich die Politik nicht wieder darauf besinnt, was die ureigene Aufgabe von Landesbanken, ja des Bankenwesens insgesamt ist, und nicht entsprechende gesetzliche Vorgaben macht, wird der Staat und wird die Politik immer nur den von der Finanzindustrie vorgeschobenen Sündenbock abgeben müssen.

Vorkötter hätte also besser auf den Esel (Finanzindustrie) statt auf den Sack (Staat) gehauen, dann hätte er die Wirklichkeit getroffen.

Leider arbeitet er mit dem – mit Verlaub – oberflächlichen Nachgequatsche „Die Landesbanken sind die schlimmsten“ nur den Ackermanns & Co in die Hände, die nur allzu gern und viel zu oft die Politik zuerst nach ihrer Pfeife tanzen ließen und, wenn es schief ging, dann den Zeigefinger auf den tanzenden Affen (Staat) richteten, um sich als Unschuldsengel aufzuspielen.

Dieses feige Doppelspiel der Finanzindustrie lässt mich auch so skeptisch sein gegenüber dem von der Regierung vorgelegten „Rettungspakt“ zur Stabilisierung der Finanzmärkte.

Wenn man erfährt, dass dieses Konzept vor allem von Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann, von Martin Blessing und Klaus-Peter Müller von der Commerzbank sowie von Paul Achleitner von der Allianz – unter Mithilfe des „Managers im Beamtenstatus“ („Die Zeit“) Jörg Asmussen, SPD, Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen, und des Bundesbank-Ökonomen Jens Weidmann, Wirtschaftsberater von Kanzlerin Merkel (CDU), zustande gekommen ist, dann muss man befürchten, dass dieses Doppelspiel weitergetrieben wird: Die Finanzindustrie schiebt die Politik als Schutzschild vor sich her, und wenn es schief geht, ist der Schutzschild schuld und eben nicht der Schildträger.

Es ist ein Trauerspiel, dass sich die Politik (der Staat) so vorführen lässt.

Siehe dazu: Interview mit dem Ökonomen Jagdish Bhagwati: „Finanzindustrie hat zu viel Einfluss“.

P.S.:
Ich bitte unsere Leserinnen und Leser um Nachsicht für diesen emotionalen Beitrag. Aber manchmal kann man angesichts des unreflektierten Nachplapperns interessengeprägter Parolen in den Medien schon die Contenance verlieren.

quelle http://www.nachdenkseiten.de/?p=3510

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Finanzkrise

MILLIONEN PROTESTIEREN UND STREIKEN IN FRANKREICH

Proteste und Streiks gegen Rentenreform in Frankreich

_______________

Protest gegen Arbeiten bis 62

Frankreich streikt gegen Rentenreform

Hunderttausende Franzosen haben am Dienstag gegen die anstehende Rentenreform protestiert. Die Regierung will das Rentenalter von 60 auf 62 Jahre anheben.

Französische Arbeiter demonstrieren in Marseille. Sie wollen weiterhin mit 60 in Renten gehen können. Foto: dapd

BERLIN afp/dpa | Hunderttausende Franzosen haben am Dienstag gegen die anstehende Rentenreform protestiert. Schon vor der Hauptkundgebung in Paris am Nachmittag gingen rund 450.000 Menschen auf die Straße, wie das Innenministerium mitteilte. In Paris wurde der Verkehr behindert, aber auch manche internationale Reisen wurden durch den Streik in Mitleidenschaft gezogen. Die französischen Gewerkschaften erwarten mehr als zwei Millionen Demonstranten in vielen Städten, die gegen die Reform des Rentensystems der Regierung protestieren.

Die Hauptmaßnahme der Rentenreform ist die Anhebung des Mindestsalters von 60 auf 62 Jahre. Verglichen mit anderen europäischen Ländern ist das noch immer ein relativ frühes Rentenalter:

Die Regierung will dem Protest nicht nachgeben. Dienstagnachmittag stellt Arbeitsminister Eric Woerth vor dem Parlament das Reformprojekt vor, Ende Oktober soll es von den Abgeordneten beschlossen werden.

Laut Umfragen denken mehr als 60 Prozent der Franzosen, dass die Reform ungerecht ist. Einer der umstrittensten Punkte ist die Anhebung des Rentenalters für besonders gesundheitsbelastende Berufe.

QUELLE   http://www.taz.de/1/politik/europa/artikel/1/frankreich-streikt-gegen-rentenreform/

_______________

NACHRICHTEN

Massendemonstrationen gegen Rentenreform in Frankreich

http://de.reuters.com/article/topNews/idDEBEE68609T20100907

In Marseille gingen - wie überall in Frankreich - die Menschen gegen die Rentenreform auf die Straße. (Foto: dpa)

Franzosen streiken gegen Sarkozys Pläne

http://www.tagesschau.de/ausland/rentenreform104.html

_______________

Massendemos gegen Rentenreform in Frankreich weil sie bis 62 arbeiten sollen, wo sind die Demos in Deutschland? Rente erst mit 67 !!!  Wo sind unsere Gewerkschaften schlafen die alle ?

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Internationales

ARBEITEN BIS INS GRAB: DOKUMENTATION

________

ARBEITEN BIS INS GRAB: DOKUMENTATION

Immer mehr alte Menschen arbeiten weit ueber das 70.Lebensjahr hinaus, auch weil die Rente zu niedrig ist. Hausfrauen, kleine Handwerker oder Langzeitarbeitslose trifft es besonders. „Das Niveau der gesetzlichen Rente wird in den naechsten Jahrzehnten so stark absacken, dass es fuer ein auskoemmliches Leben im Alter nicht mehr reichen wird“, so auch der aktuelle Rentenbericht. Detlef Bichler, 69, zum Beispiel, arbeitet noch taeglich auf dem Bau. Obwohl der Ruecken schmerzt und er sich seinen Lebensabend eigentlich anders vorgestellt hat. Ein Schicksalsschlag in der Familie zwingt ihn, monatlich mindestens 2000 Euro zu verdienen. Ruecksicht auf sein Alter wird nicht genommen – die Termine auf dem Bau sind eng und muessen eingehalten werden. Rosemarie Czerwonsky ist 72 und hat mehrere Magenoperationen hinter sich, arbeitet aber taeglich als Putzfrau. Aus finanziellen Gruenden muesste sie eigentlich nicht jede Nacht um drei aufstehen, aber die ehemalige Strassenbahnfahrerin will auch heute noch etwas zu tun haben und anerkannt sein. Ihre Freundinnen finden das ein bisschen verrueckt. Guenther Huesgen, 72, wuerde gern zu Hause bleiben und seinen kaputten Ruecken pflegen, aber seine Rente ist zu knapp. Mit 782 Euro im Monat gilt er in Deutschland zwar als arm, doch fuer einen Mietzuschuss oder Gebuehrenbefreiung ist es zuviel. Deswegen arbeitet er als Gaertner fuer 400 Euro bei einem Industriebetrieb und tauscht seine Arbeitskraft gegen Naturalien bei Nachbarn ein. Sein Arzt raet ihm dringend aufzuhoeren, doch das kann er sich nicht leisten.

_____________

9. Juli 2010 von syndikalismus

Zimmermann Detlef B. schuftet mit 69 Jahren noch auf dem Bau.

Während PolitikerInnen mal wieder über die Erhöhung des Rentenalters diskutieren, ist die Arbeit bis ins hohe Alter für manche längst Realität. Der Film „Arbeiten bis ins Grab“ des Regisseurs Marcus Weller stellt Menschen vor, die bis ins hohe Alter Geld verdienen – manche, weil sie es nicht anders wollen. Die meisten aber, weil sie nicht anders können. Dieser Trend wird sich in den nächsten Jahren weiter verschärfen. Das sogenannte Sparpaket der Bundesregierung und die sogenannte Reform des Gesundheitssystems lassen erahnen, in welche Richtung die Reise geht.

Quelle: FAU Aachen

BLOG NACHRICHTEN

http://www.hintergrund.de/2007080569/soziales/sozialabbau/gefahr-der-altersarmut-fuer-rentner-waechst.html

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Deutschland