Rette sich, wer kann!

http://www.youtube.com/user/TheRealStories

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Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit, bereiten sich Menschen auf den nächsten, vielleicht endgültigen Finanzcrash vor: Sie legen Gärten an, horten Konserven und kaufen Bücher über Selbstversorgung. Alles Spinner und Verrückte?

Alles begann mit kleinen Signalen, Zeichen, die sich zu verdichten schienen. Da war der Nordic-Walking-Partner eines Verwandten. Er gestand auf einer ihrer abendlichen Touren durch den Vorort, dass er im Supermarkt, wann immer seine Frau nicht dabei sei, einige Konservendosen zusätzlich in den Wagen lege. Er habe Angst, dass ein zweiter Finanzcrash kommen werde, der so schlimm sei, dass die Supermärkte leer wären – und dass seine Frau ihn auslachen würde, wenn sie von seiner Angst erführe. Die Ware lagere er im Keller unter der Werkbank.

Kurz darauf wurde in einer Fernsehsendung der Vorsitzende einer Schrebergartenkolonie bei München interviewt. Er sagte, dass sein Verein Auswahlverfahren habe einführen müssen. Die Kandidaten seien Schwabinger Yuppies, also Menschen, für die das Wort »Parzelle« vor Kurzem noch ein Synonym für Spießerhölle war.

In Berlin kannte jemand eine Gruppe Cutter und Programmierer, Mitarbeiter eines Fernsehsenders, die einen ganzen Weiler in Brandenburg instand gesetzt hatten – als Wochenenddomizil, aber auch als Ort, an dem man im Notfall autark wäre. Einen Dieselgenerator hätten sie bereits angeschafft und einen Sicherheitsmann beim Sender (halb im Scherz) gefragt, ob er sie verteidigen würde.

Und dann gab es noch eine Osteopathin bei Nürnberg, die von einer Patientin wusste, einer sehr wohlhabenden Patientin, die ihre Garage mit Lebensmitteln vollgestellt habe. Die Reichen, sagte sie, seien ja bekanntermaßen immer besser informiert.

Eine Rundmail an Menschen in der Finanzwelt, mit der Frage, ob sie panische Banker kennen. Nach Tagen kam eine Rückmeldung, Betreffzeile: »Staatsbankrott«. »Um es gleich vorwegzunehmen«, stand da, »die meisten Leute in meinem direkten Umfeld haben den Glauben an Deutschland/Europa/eine bessere Zukunft verloren. Sie können sich nicht vorstellen, wie viele Banker in London sich Ackerland, Gold und Hard Assets zulegen und gleichzeitig hoffen, dass die jetzige Form der Geldvermehrung noch lange anhält. Doch jeder ist sich bewusst, dass wir in einer gekauften Zeit leben.« Er sei 35 Jahre alt, schrieb der Verfasser, und seit fünf Jahren in London im Investmentbanking tätig. »Vor vier Monaten habe ich mich mit Partnern selbstständig gemacht, in der Schweiz, nicht in D. – aus regulatorischen Gründen. Um auf Ihre Frage Bezug zu nehmen: Das Essen wurde bestellt und serviert, die Rechnung steht noch aus. Mit dieser Denkweise wissen wir, dass einiges an Turbulenzen auf uns zukommen wird.«

weiterlesen http://www.zeit.de/2011/09/Aussteiger-Endzeitstimmung?page=all

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link zum thema http://www.krisenvorsorge.com/85/Startseite.html

3 Kommentare

Eingeordnet unter AKTUELLES

3 Antworten zu “Rette sich, wer kann!

  1. Selbstversorgung ist ein wichtiger Bestandteil der Krisenvorsorge. So kann zum Beispiel das Herstellen von Tauschmitteln in einer Krise http://www.mr-krisenvorsorge.de/selbstherstellung-von-tauschmitteln das Überleben sichern.

  2. mantovan9

    der bericht zeigt uns wir sind nicht alleine.
    das bankster „anbauen und horten“ läßt richtig panik aufkommen. den bericht sollte jeder wenigstens einmal gelesen haben und dann hamstern..

  3. kuddels

    Genau D A S ist seit Langem mein Bauchgefühl, das irgendwie immer Recht bekam. Nur wandert dieses Bauchgefühl langsam ins Genick und drückt mich!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

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