Rostock streicht Hartz IV Kindern Mittagessenzuschuss ersatzlos

Mehr Chancen für Kinder aus sozial schwachen Familien soll die Hartz-IV-Reform bringen, die am Freitag offiziell in Kraft tritt. Doch zumindest ein Teil des Geldes wird nicht bei den Bedürftigen ankommen, sondern versickert bei den klammen Kommunen.

Mecklenburg-Vorpommern erhält jährlich 46 Millionen aus dem „Bildungs- und Teilhabepaket“. 22 Millionen Euro davon sind für kostenloses Mittagessen, Zuschüsse für Vereine, Klassenfahrten und Nachhilfe vorgesehen. Einige dieser Leistungen wurden bisher von vielen Städten, Kreisen und dem Land übernommen.

„Die neuen Regelungen entlasten die Kommunen deutlich“, sagt Landes-Sozialministerin Manuela Schwesig. Die SPD-Politikerin appelliert an Kommunen, das Geld „im System“ zu lassen, also weiter für die Förderung sozial schwacher Kinder auszugeben.

Doch der Appell kommt vielerorts zu spät. Die Hansestadt Rostock beispielsweise schuf bereits Tatsachen: Mitte März beschloss der Sozialausschuss, den bisherigen Mittagessenzuschuss für Kinder aus Hartz-IV-Familien „ersatzlos“ zu streichen. 118 400 Euro spart die überschuldete Hansestadt pro Jahr auf diese Weise ein.

Mittagessen in einer Kita. Ab Freitag übernimmt der Bund die Essenskosten für mehr als 100 000 Kinder und Jugendliche in MV.  Foto: Jens Schlüter/dapd

quelle http://www.ostsee-zeitung.de/rostock/index_artikel_komplett.phtml?SID=4f22c381a4561e3d443bb6f9fc8c4e72&param=news&id=3080811

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