Made in China – arbeiten für 1 Dollar am Tag





Vierzehn Stunden Arbeit für ein paar Dollar Tageslohn, so gut wie keine Arbeitnehmerrechte und katastrophale Sicherheitsvorkehrungen – so sieht nach Meinung von Gewerkschaften und Menschenrechtsorganisationen der Arbeitsalltag von Chinesen – oft Kindern – in der Sportartikelindustrie aus. Stimmt nicht, sagt die Industrie und verweist auf umfangreiche Abkommen mit ihren Lieferanten. Stimmt so nicht, sagen wiederum die Kritiker, denn die Firmen würden Subunternehmen beschäftigen und dort seien die Zusagen nicht das Papier wert, auf dem sie geschrieben sind.

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Hartes Schuften und schlechte Entlohnung:
Chinas Arbeiter leben an der Armutsgrenze

Miese Bedingungen und kaum Arbeitnehmerrechte

47% der Bevölkerung hat weniger als 2 Dollar/Tag

Vierzehn Stunden Arbeit für ein paar Dollar Tageslohn, so gut wie keine Arbeitnehmerrechte und katastrophale Sicherheitsvorkehrungen – so sieht nach Meinung von Gewerkschaften und Menschenrechtsorganisationen der Arbeitsalltag von Chinesen – oft Kindern – in der Sportartikelindustrie aus. Stimmt nicht, sagt die Industrie und verweist auf umfangreiche Abkommen mit ihren Lieferanten. Stimmt so nicht, sagen wiederum die Kritiker, denn die Firmen würden Subunternehmen beschäftigen und dort seien die Zusagen nicht das Papier wert, auf dem sie geschrieben sind.

„In unseren Fabriken in China konzentrieren wir uns auf den Schutz der Menschenrechte, faire Arbeitsbedingungen und umweltpolitisch nachhaltiges Wirtschaften“, hieß es kürzlich von Adidas. „Es gibt zwar Arbeitsrechte in China, aber das nützt nichts, weil sie überhaupt nicht berücksichtigt werden“, beschreibt hingegen die Hongkonger Gewerkschaftsaktivistin Pui-Lin Sham ihre Erfahrungen mit der Industrie aus Europa und Nordamerika. So sagte ein chinesischer Arbeiter, dass er zwei Lohnabrechnungen erhalten habe – eine über die tatsächlich ausbezahlten 400 Yuan (36,9 Euro) und eine weitere über 900 Yuan „für die Inspektoren der Markenunternehmen“.

Von Seiten des österreichischen Sportartikelhandels hieß es, dass man so gut als möglich versuche, seriöse Firmen zu wählen. Die sei bei den großen Markenartiklern auch kein Problem, denn diese würden penibel auf ihr Image achten. Allerdings könne man nicht ausschließen, dass es unter den kleineren Anbietern „schwarze Schafe“ gebe.

Gewalt gegen Streikende
Wer sein Leid an die Öffentlichkeit bringt, muss in China manchmal mit dem Schlimmsten rechnen. So hatte im Vorjahr eine Schlägerbande in Südchina rund dreihundert streikende Wanderarbeiter, die seit vier Monaten vergeblich auf Lohn warten, mit Spaten und Stahlrohren verprügelt. Zuletzt häuften sich Berichte über sklavenähnliche Arbeitsbedingungen in Teilen von Chinas Wirtschaft. Im März hatte die Polizei 33 Sklavenarbeiter von einer Baustelle im Nordosten des Landes befreit. Ein Jahr zuvor wurde eine Ziegelfabrik mit 1.000 Sklavenarbeitern ausgehoben.

Etwa 700 Millionen Menschen oder fast 47 Prozent der Bevölkerung Chinas leben von weniger als 2 Dollar (1,27 Euro) am Tag. Weitere 250 Millionen Menschen leben sogar von weniger als 1 Dollar täglich, rechnete kürzlich die Initiative „Clean Cloth“ vor. 100 bis 200 Millionen Menschen vom Lande zogen auf der Suche nach Arbeit in die Städte. Ohne diese billigen Arbeitskräfte wäre Chinas Wirtschaftswunder nicht denkbar. Auch für den Bau der olympischen Wettkampfstätten in Peking waren viele Wanderarbeiter im Einsatz.

quelle http://www.news.at/articles/0829/260/212376/hartes-schuften-entlohnung-chinas-arbeiter-armutsgrenze

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