Zwangsarbeit in Ungarn

6 Monate ohne Job? Ab auf den Bau

Die Fidesz-Regierung unter Premier Viktor Orbań will Sozialhilfeempfänger zu Arbeitseinsätzen verpflichten. Wer zu weit weg wohnt, dem droht die Unterbringung im Lager. VON RALF LEONHARD

 Stellt sich einen „Leistungsstaat“ anstelle eines „Wohlfahrtsstaates“ vor: Ungarns Premier Viktor Orbán. Foto: reuters

WIEN taz | Arbeitslager mit zwangsverpflichteten Arbeitslosen könnten schon bald Wirklichkeit in Ungarn sein. Ein bereits im Ministerrat präsentierter Plan sieht vor, die Arbeitslosenunterstützung von derzeit neun Monaten auf 180 Tage zu begrenzen. Ein erster Entwurf zog sogar drei Monate in Betracht. Wer dann keinen Job hat, soll im Rahmen eines „Ungarischen Arbeitsplans“ zwangsverpflichtet werden können – unabhängig von der Qualifikation.

Die Rede ist von großen Bauvorhaben, wie der Errichtung des neuen Stadions von Debrecen, der größten Stadt Ostungarns. Eine zweistündige Anreise zur Baustelle wird als zumutbar erachtet. Wer mehr als zwei Stunden entfernt wohnt, würde dann für die Dauer des Einsatzes in einer Containerstadt, also einem Lager, untergebracht werden.

mehr http://www.taz.de/1/politik/europa/artikel/1/sechs-monate-ohne-job-ab-auf-den-bau/

mehr zum thema http://pusztaranger.wordpress.com/2011/06/23/sie-kommt-zwangsarbeit-fur-roma-sozialhilfeempfanger/

http://blog.atari-frosch.de/2011/06/30/zwangsarbeit-in-ungarn-geplant/

6 Kommentare

Eingeordnet unter AKTUELLES

6 Antworten zu “Zwangsarbeit in Ungarn

  1. Pingback: Die ungarische “Regierung tritt die Menschenrechte von wohnungslosen Bürgern mit Füßen” | mein name ist mensch

  2. Pingback: Arbeitslager mit Polizeibewachung für Arbeitslose | mein name ist mensch

  3. Picard

    Das ist der perfide Plan der globalen Elite. Das wurde bei den Bilderberger-Konferenz ja auch so abgesprochen:Zwangsarbeit und Sklaverei-im Faschistischen Pseudokommunistischen Polizeistaat China längst Realität. Zu Ungarns Chef Victor: Abwärts Tyrann , nach oben Knecht, Verleumder des Menschen, Speichellecker des Kapitals-voilà des Ungarn Portrait. Ein Teufelsgeist, dessen Gott der Teufel ist. Mutter allen Irrtums, das rechte Hintertor zur Hölle. Pseudochrist, ein Niss, die noch zu keiner Laus gewo rden ist,sondern ein leidiger dürrer Balg.UngarnHeute eineTölpelschule, höllische Grundsuppe und verdammte Neofaschisten.Beschützer der babylonischen Hure(China,IWF,Bilderberger,Rockfeller&

  4. Deren Vorhaben widerspricht sich. Sie haben den Kommunismus aus dem Land getrieben, den Kapitalismus eingeführt. Und nun handeln sie in dem Fall rein kommunistisch und ersinnen Arbeitslager (man erinnere sich an die russischen Arbeitslager genannt Gulag). 2 Stunden Anfahrt zur Arbeit. In chinesischen Großstädten fast schon normal, weil die Arbeiter und Angestellten sich die teuren Mieten der Stadt nicht mehr leisten können.
    Wann gibt es wieder dier ersten …lager?

  5. mantovan9

    „Hier wird doch letztlich nur dem vorgegriffen was insbesondere in den Köpfen von CDU/CSU/FDP Köpfen schon lange als Wunschtraum herumgeistert.
    Ein Euro Jobs sind ja bereits eine reale Vorstufe in Richtung Zwangsarbeit und moderner Versklavung.
    Allein die Tatsache, dass der ein Euro Jobber im Grunde selbstverständlicher Arbeitnehmerrechte beraubt wird ist ja schon ein Skandal. Bezahlter Urlaub, Abkoppelung von Tariflöhnen, Lohnfortzahlung im Krankheitsfalle sind nur einige Beispiele.“
    Noch größer ist natürlich der Skandal, dass Kirchen, Sozialverbände und insbesondere Gewerkschaften dies billigend in Kauf nehmen und bloß gelegentlich Maulaffen zu diesen Themen feil halten.

  6. mantovan9

    „Da stockt mir der Atem – erschreckend. Willkommen im radikal kapitalistischen Europa der Zukunft. Wenn die damit durch kommen werden sicher weitere Staaten folgen.

    Mir ist beim lesen des Artikels irgendwie das Wort „Bürgerarbeit“ in den Sinn gekommen – ich weiß nicht wieso.“

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