Arbeitslager mit Polizeibewachung für Arbeitslose

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Was viele befürchten, wenn es sich um die Diffamierung von Arbeitslosen handelt, scheint langsam Wirklichkeit zu werden. Ungarn scheint sich seiner faschistischen Vergangenheit zu erinnern und plant die Einführung von Zwangsarbeit für Arbeitslose mit Internierungslagern und Bewachung. Betroffen sind vor allem Roma.

Viktor Orban

Ungarns Regierungschef Viktor Orban

Wie in Deutschland bezeichnet die ungarische Regierung diese Maßnahme als “gemeinnützig”. Etwa 300.000 Menschen sollen von diesem Zwangsarbeitssystem erfasst werden und bei staatlichen Großprojekten, Infrastrukturvorhaben, der Landwirtschaft und dem Forstwesen zum Einsatz kommen. Dies könnte die Errichtung von Fußballstadien, Straßenarbeiten, die Instandhaltung der Kanalisation und das Aufschütten von Dämmen beinhalten und wie bei Hitlers Arbeitsdienst ohne Verwendung aller technischen Fortschritte stattfinden. (Man erinnere sich nur an den Autobahnbau mit Hacke und Schaufel.) Ungarns Premier Viktor Orban sagte in einem Interview, daß die aufzuschüttenden Dämme beispielsweise “nicht mit der Technologie des 21. Jahrhunderts gebaut werden, sondern während öffentlicher Arbeitsprogramme … mit der Hand.”

Hauptsächlich werden von diesen Maßnahmen die ungarischen Roma betroffen sein, die etwa 7,5% der Bevölkerung ausmachen. Die Hälfte der Roma, die früher in Industriekombinaten und der Landwirtschaft beschäftigt waren, ist ohne Arbeit und muß von staatlichen Zuwendungen leben. Ähnlich wie hier in Deutschland die Hartz-IV-Betroffenen werden die Roma in Ungarn diskriminiert.

Wie beim deutschen Modell der “Ein-Euro-Jobs” soll künftig allen arbeitslosen Ungarn jedwede Sozialhilfe gekappt werden, die sich der Zwangsarbeit in “öffentlichen Arbeitsprogrammen” verweigern. Die ungarische Regierung baut aber dieses deutsche Modell noch aus. So sollen dem Regierungsentwurf zufolge arbeitslose Menschen auch an private Unternehmen ausgeliehen werden können, damit diese billigen Zwangsarbeitskräfte beim Ausheben von Gräben oder bei Hilfstätigkeiten auf dem Bau Verwendung finden.

Sándor Pintér

Ungarns Innenminister Sándor Pintér

Auch bei den Zumutbarkeitsregeln ist die ungarische Regierung sehr kreativ und hat diese drastisch verschärft. So können die arbeitlosen Menschen auch landesweit eingesetzt werden und sollte der Fahrtweg vom Wohnort zur Einsatzstelle zwei Stunden überschreiten dann sollen diese Menschen in lagerähnlichen Unterkünften aus Baracken gleich am Ort der Zwangsarbeit konzentriert werden. Ähnlich wie im faschistischen Deutschland 1933 – 1945 Heinrich Himmler unterstand, sind die Arbeitskolonnen dem ungarischen Innenministerium unterstellt, das auch den entsprechenden Repressionsapparat organisieren soll. Dabei gedenkt man frühpensionierte Polizisten zu reaktivieren, welche die Bewachung der in den Arbeitslagern konzentrierten Arbeitslosen übernehmen sollen.

Ungarns Innenminister Sándor Pintér sagte bei einer Pressekonferenz Ende Juni: “Wir wollen diese Arbeiter nicht überwachen, aber die Beschäftigung von 300.000 Menschen in Arbeitsprojekten ist eine komplizierte Angelegenheit, die exakt der Fähigkeiten dieser Polizisten bedarf.” (Quelle 1 ; Quelle 2)

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Es ist nur eine Frage der Zeit bis die deutsche Regierung dieses Konzept übernimmt und Hartz-IV nach ungarischem Vorbild ausbauen wird. Abwegig ist dieser Gedanke keinesfalls, denn jeder, der sich in Geschichte etwas auskennt, weiß, daß Deutschland und Ungarn im 2. Weltkrieg Verbündete waren. Was also sollte dagegen sprechen, daß unsere faschistoide Arbeitsministerin, welche sogar Armutszustände in Deutschland herunterpielt, dieses System nicht gut findet?

Je verschärfter und konsequenter “Hartz-IV” bekämpft wird, desto besser. Wehret den Anfängen!

Merkel und Orban

Bundeskanzlerin Angela Merkel fast händchenhaltend mit Ungarns Regierungschef Viktor Orban

Bildquellen: Google Bildersuche

quelle http://schnakenhascher.square7.ch/wp/?p=3939

informationen zum thema

https://mantovan9.wordpress.com/2011/06/30/zwangsarbeit-in-ungarn/

http://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitslager_Recsk

4 Kommentare

Eingeordnet unter AKTUELLES, Internationales

4 Antworten zu “Arbeitslager mit Polizeibewachung für Arbeitslose

  1. peh

    Das Hartz-Konzept ist eine Bezeichnung für Vorschläge der Kommission „Moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt“, die in Deutschland unter der Leitung von Peter Hartz tagte und im August 2002 ihren Bericht vorlegte.
    Die Kommission wurde von der Bundesregierung unter Gerhard Schröder eingesetzt.

    Schröder ? mh mh mh was war das nochmal, achja SPD, bitte besser recherchieren -.-

  2. mantovan9

    hi schnakenhascher, vielen dank für euer engagement.der tenor des artikels kommt bei den usern bestens an. das kann man in der statistik sehen. lg 🙂

  3. Danke für die Übernahme des Artikels!

  4. Fuck! Ich glaub mich Knutscht ein Elch.

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