Mutter & Kind durch Hartz IV Sanktionen gestorben?

Erneute Todesopfer durch Hartz IV Leistungsentzug

Nachdem einer Mutter aus Saarbrücken und ihrem Kind die Hartz-IV-Leistungen komplett gestrichen wurden, schien sich niemand mehr dafür interessiert zu haben, wie diese Familie ohne Geld für Miete, Heizung, Strom, Lebensmittel und Krankenversicherung überleben konnte. Nur rein zufällig, durch auffälliges Verhalten in der Öffentlichkeit, sei das Jugendamt auf die Frau mit ihrem Kind aufmerksam geworden.

Die Partei „Die Linke“ hat eine Sondersitzung des Jugendhilfeausschusses beantragt, um die Hintergründe und Umstände um den tragischen Tod einer 36-jährigen Brasilianerin mit ihrem kleinen Kind zu klären. „Wir möchten die Erkenntnisse nicht nur aus den Medien erfahren, sondern umfassend direkt von der Verwaltung informiert werden“, fordert Fraktionsvorsitzender Jürgen Trenz.

Neben der Überprüfung interner Abläufe im Regionalverband, die zurzeit anstünden, müssten aber auch offensichtliche gesetzliche Lücken im Sozialsystem geschlossen werden. Denn wenn einem Hilfebedürftiger seine Hartz-IV-Leistungen aus welchen Gründen auch immer gestrichen würden, falle er nicht in die Sozialhilfe, sondern erst einmal aus dem Hilfesystem heraus. Es fehle an automatisch auffangenden Hilfen und einem Übergangsmanagement von SGB II nach SGB VII (Sozialgesetzbuch), so DIE LINKE. Fraktion.

In Speyer sei 2007 ein 20-jähriger psychisch kranker Mann verhungert, nachdem er das Geld von der damaligen Arge gestrichen bekam. Ähnlich scheine es jetzt der Mutter mit ihrem kleinen Kind in Burbach ergangen zu sein. „Zum ersten Mal ist im Saarland ein Hilfebedürftiger trotz Sozialsystem verstorben und dabei ein Kind möglicherweise verhungert“, erklärt Dagmar Trenz, jugendpolitische Sprecherin der LINKEN. „Jetzt müssten alle hellwach sein und Lehren aus dieser Tragödie ziehen.“ In Speyer z.B. würden mittlerweile Hilfebezieher nach massiven Leistungskürzungen grundsätzlich persönlich aufgesucht.

Da gleich drei Behörden des Regionalverbandes – Jobcenter, Gesundheitsamt, Jugendamt – mit der Frau und ihrer Situation zu tun hatten, sei angesichts des Todes von Mutter und Kind, eine Sondersitzung des Jugendhilfeausschusses mehr als gerechtfertigt. Dort müsse die Rolle der Verwaltung kritisch hinterfragt und das Handeln der Verantwortlichen geprüft werden.

quelle http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/mutter-kind-durch-hartz-iv-sanktionen-gestorben-4244.php

http://www.gratefulness.org/candles/message.cfm?l=ger&cid=18262164

 

informationen zum Thema

https://mantovan9.wordpress.com/2011/02/15/hartz-iv-muss-weg/

HARTZ IV SANKTIONEN – MUTTER UND KIND TOT_

18 Kommentare

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18 Antworten zu “Mutter & Kind durch Hartz IV Sanktionen gestorben?

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  9. de EvE

    und wieder werde ich nicht fertig mit weinen…
    wie dumme schafe rennen die meisten dem geld nach…
    nennt man der arbeitenden bevölkerung die missstände bekommt man folgende antwort:

    wieso? mir gehts doch gut?
    ja, den hintern im warmen, den bauch vollgeschlagen, im weichen bett schlafend, immer schimpfend auf die, die das nicht haben und auf den armen dann noch neidisch sein…das ist meine erfahrung…ich könnte ein dickes buch damit füllen!

    arme in deutschland, solidarisiert euch endlich, wir sind viele!!!

    GRUNDVERSORGUNG für alle, wer dann geschickt ist und sich zum millionär mausert? GLÜCKWUNSCH! <– so ist dann auch leicht angemessen steuer zu zahlen, damit das sys funzt…

    aber habgier ist immer noch eine totsünde und wer was hat ist meist mit dieser geschlagen…

    http://www.youtube.com/user/ThomKutlatschkowa#p/a/f/0/rrAHA9jIk8g

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  12. Claudia

    Der Grund für dieses Verhalten der Arge / des Jobcenters liegt darin begründet, dass es sich im Grunde um das Sozialamt handelt. Und die haben schon immer die Bedürftigen schikaniert. Mir wurde vor über 20 Jahren auch schon die Hilfeleistung als damals Hochschwangere gestrichen, da ich mich aus medizinischen Gründen nicht im 7. Monat arbeitslos gemeldet hatte (und welcher Arbeitgeber hätte damals wie heute denn überhaupt eine Schwangere eingestellt). Das gibt es also nicht erst seit den Hartz-Gesetzen. Ich empfehle allen Sanktionierten den Gang zum Sozialgericht, um dort eine einstweilige Verfügung zu erwirken und die Behörde zu verklagen. Nehmt euch unbedingt sofort einen Rechtsanwalt, den Beratungsschein gibt es kostenlos beim Amtsgericht. Lasst euch nichts gefallen!

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  15. mantovan9

    hi armerHartzer, vielen dank für deinen wunderbaren kommentar. gerne verlinke ich dich im blog. lg rita

  16. Armerhartzer

    Dieses erschütternde Beispiel macht doch einmal mehr deutlich, dass Hartz IV umgehend abgeschafft und durch das bedingungslose Grundeinkommen ersetzt werden muss. Leider ist Frau Sahra Wagenknecht, die ich sonst sehr schätze, gegen solch eine Einkommensart. Sie hängt dem Wunsch nach gut bezahlter Arbeit für alle nach. In Zeiten des Neoliberalismus scheint mir diese Vorstellung naiv.
    Fakt ist: wer vom Jobcenter Leistungskürzungen verhängt bekommt, fällt aus dem sozialen Netz. Lebensmittelgutscheine können, müssen aber nicht ausgehändigt werden. Es handelt sich um sog. Kann-Bestimmungen. Mich wundert nicht, dass Menschen mit Hartz IV verhungern. Dies ist sicherlich nicht von der Regierung gewollt, wird aber tot geschwiegen und somit billigend in Kauf genommen.
    Einer 55-jährigen Hartz IV-Empfängerin aus meinem Bekanntenkreis wurden Ende Juli wegen eines EDV-Fehlers kurzerhand die Leistungen komplett gestrichen. Somit konnte sie am 01. August weder Miete noch Strom bezahlen und die Sparkasse mahnte sie umgehend ab, da das Girokonto natürlich keine ausreichende Deckung für Lastschriften auswies.
    Die Leistungsabteilung ging nämlich davon aus, dass sie immer noch einen Ein-Euro-Job ausübt. Da drängt sich mir die Frage auf: warum werden dann die Leistungen auf null gesetzt, wenn doch diese Mehraufwandsentschädigung nicht auf das ALG II angerechnet wird? So oder so übt sie seit über einem Jahr keinen Ein-Euro-Job mehr aus. Sie ist nach einem schweren Verkehrsunfall dauerhaft arbeitsunfähig. Die Sachbearbeiterin hat diesen Fehler bedauert und das Geld umgehend angewiesen. Angeblich war ein neuer Kollege falsch informiert. Wer`s glaubt. Die Jobcenter versuchen mit allen Tricks, Geld zu sparen. Und wenn es „nur“ für ein paar Tage ist.
    Übrigens würde ich mich auch über eine Verlinkung meines youtube-Kanals freuen.

    LG
    ArmerHartzer (der auch zum Monatsende hin schon mal 3 Tage keine warme Mahlzeit im Bauch hat)

  17. mantovan9

    hi vielen dank für den hinweis des link 404. ich habe es nachgebessert..

  18. Da kommt mir der Sarkasmus hoch. Immer mehr gewinne ich den Eindruck, genau das sei vorgesehen.

    Der Link zur Ursprungsnachricht liefert übrigens einen 404. Der korrekte Link ist http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/mutter-kind-durch-hartz-iv-sanktionen-gestorben-4244.php

    Leider finden sich auch dort keine genaueren Informationen über den Fall, ich hoffe, die kommen noch.

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