Alt, arm, arbeitslos

Die Bundesregierung malt ein rosiges Bild: Die Älteren seien die Gewinner am Arbeitsmarkt. Immer mehr ältere Arbeitnehmer seien in Beschäftigung, wie Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen gerne betont. Rente mit 67 – kein Problem! Sogar über die Rente mit 69 wird mittlerweile offen diskutiert. Doch stimmt die Erfolgsgeschichte überhaupt? Dieser Frage gehen die Autoren des ARD-exklusiv ‚Alt, Arm, Arbeitslos – immer mehr Ältere rutschen ab‘ nach. Sie haben ältere Arbeitslose begleitet, im Alltag zwischen Jobcenter, Jobsuche und Minijob und dabei festgestellt: Es gibt offenbar auch eine andere Wahrheit: Der Aufschwung auf dem Arbeitsmarkt ist gerade an vielen älteren Arbeitslosen vorbeigegangen. Und das, obwohl sie gut qualifiziert, hochmotiviert und ständig auf Jobsuche sind. ‚Das sagt einem keiner, aber ich bin einfach zu alt‘, beschreibt einer der Arbeitslosen seinen Frust. Wer über 50 ist und arbeitslos wird, gilt trotz aller Klagen über Fachkräftemangel noch immer als kaum vermittelbar. Neue Untersuchungen zeigen, dass Ältere bei den Unternehmen nicht gefragt sind. Tatsächlich steigt die Arbeitslosigkeit bei den Älteren sogar. Wenn Ältere einen Job finden, dann sind es häufig Billigjobs auf 400-Euro-Basis. Selbst gut ausgebildete Ältere verdingen sich in Mini-Jobs. Auch das zeigen neue Statistiken und Menschen, die das Reporter-Team auf seinen Recherchen kennengelernt hat.

quelle http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=8002546

2 Kommentare

Eingeordnet unter AKTUELLES

2 Antworten zu “Alt, arm, arbeitslos

  1. Pingback: KEINE Hilfe! Aber sinnlose Hartz-IV Maßnahmen, Horoskope, Sanktionen und Mobbing | mein name ist mensch

  2. Gast

    Dem kann ich nur zustimmen, da ich selbst davon betroffen bin. Trotz hervorragender Qualifikation stecke ich in einem Mini-Job fest. Wenigstens habe ich den. Kein Wunder, dass immer mehr junge Fachkräfte Deutschland verlassen. Hier hat keiner mehr eine Chance und Arbeitslosengeld 2 droht jedem Bürger. Spätestens im Alter.

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