Monatsarchiv: März 2012

„Griechische Katastrophe“ beleuchten

MEDIENLÜGEN

Basigos Nikolaos

Was ist los mit den Griechen?

von dieter carstensen

Zur Zeit schimpfen viele Menschen in Deutschland und der EU auf „die“ Griechen. Ist diese blinde Wut, die ja schon in den Boulevardmedien in blanken Hass umschlägt, wirklich berechtigt? Zahlen die Deutschen nun die Zeche Griechenlands? Was ist Hetze, was ist Polemik, was sind die Fakten? Mit diesem Beitrag möchte ich einmal ein wenig die Hintergründe der „griechischen Katastrophe“ beleuchten.

Die Deutschen stellen sich im Moment gerne als die „Zahlmeister“ der EU dar, BILD spricht sogar davon, dass WIR quasi die Retter Europas sind. Ein wenig historische Kenntnisse werfen ein ganz anderes Licht auf die ganze Sache.

Was die meisten Deutschen nicht wissen, oder nicht wissen wollen:

Deutschland war in seiner Geschichte zweimal absolut PLEITE und am Ende, nämlich nach den beiden selbst verschuldeten Weltkriegen.

Ohne die Hilfe der internationalen Staatengemeinschaft wäre Deutschland nie wieder auf eigenen Füssen zu stehen gekommen. Jedem Deutschen ist sicherlich auch heute noch der sogenannte „Marshall Plan“ in Erinnerung, der Milliarden von US Dollar nach Deutschland pumpte, weil die Westmächte nach dem zweiten Weltkrieg Deutschland West zu einem antikommunistischen Bollwerk aufbauen wollten, koste es was es wolle.

Süffisanterweise ging es der Bevölkerung ab Mitte der fünfziger Jahre in den Siegermächteländern des zweiten Weltkrieg, nämlich England und Frankreich , schlechter als der bundesdeutschen Bevölkerung.

Und diese Deutschen, die zweimal PLEITE waren, nur mit Geld der Amis wieder stark wurden, kritisieren nun die Griechen? Welch eine Ironie der Geschichte.

Um die Wut in Griechenland zu verstehen, muss man sich einmal etwas näher mit der griechischen Geschichte beschäftigen.

Die Deutschen haben im zweiten Weltkrieg Griechenland überfallen und dort unsägliche Massaker verübt. Zwei Orte möchte ich mal als Beispiele erwähnen:

Kalavrita auf dem Peleponnes, nahe der antiken Stätte Olympia und Distomo, nahe der antiken Stätte Delphi. In beiden Orten gibt es Gedenkstätten für die von den Nazis ermordeten griechischen Opfer.

Deutsche Touristen verirren sich selten dahin, aber ich war mit Jugendgruppen als Jugendreiseleiter für den Landessportbund NRW da und wir haben der Opfer gedacht, was unsere griechischen Gastgeber total verblüffte, so etwas hatten sie von Deutschen nicht erwartet.

http://www.netzeitung.de/politik/deutschland/1045757.html

In Distomo haben die Nazischweine sogar Kleinkinder erschossen, das jüngste keine 2 Jahre alt, kann man auf der dortigen Gedenktafel nachlesen und als ich den mir anvertrauten Jugendlichen das Geschriebene übersetzte, fingen die meisten an zu weinen, so furchtbar war das für sie, so etwas zu erfahren, in der Schule hatte ihnen das ja nie jemand vermittelt.

Meine Jugendlichen pflückten dann spontan Blumen und legten sie an die Gedenkstätte und dann kamen die Leute aus dem Dorf, wollten wissen, was wir da machen und als ich es erklärte, wurden wir alle ins Dorf eingeladen und hatten einen wunderschönen Abend zusammen.

Bis heute sind die griechischen Naziopfer nicht durch die Bundesrepublik finanziell entschädigt worden!

Im Hungerwinter 1944 starben alleine in Athen, so schätzen die Historiker, eine Million Menschen an Hunger, die Verbrechen der Nazis in Griechenland sind nahezu unvorstellbar.

Und Griechenland ist, worauf sich viele unserer Politiker immer gerne beziehen, die „Wiege der Demokratie“.

Es gibt nur ein einziges Volk auf dieser Welt, was für die deutschen Worte „Gast“ und „Fremder“ nur ein Wort kennt, nämlich das griechische Wort „o Xenos“. Ich finde, alleine diese Tatsache sagt sehr viel aus, über die Mentalität dieses uralten Kulturvolkes.

Unter der Naziterrorherrschaft hatte sich der größte Teil Griechenlands selber befreit, die Nazis hatten nur noch die Herrschaft in den Städten, 1944 war der größte Teil Griechenlands in Selbstverwaltung, auch die Frauen hatten ihre Rechte und vielerorts auch das Sagen.

Griechenland hatte sich im Prinzip selber befreit, wollte eine neue, eine sozialistische Gesellschaft. Leider hatten die Alliierten auf den Konferenz von Jalta, 1944 beschlossen, dass Griechenland eben, anstelle es, wie z.B. Österreich für neutral zu erklären, nun zu den Westmächten gehören müsse.

Griechenland kam unter britische Verwaltung und 1946 ließ das britische Militär tausende griechischer Demokraten, die für ihre Demokratie auf die Straße gingen, auf dem Syntagma Platz vor dem griechischen Parlament zusammenschiessen, es gab zig Tote und alle Demonstranten waren unbewaffnet.

Es kam aber noch schlimmer!

1967 kam im Griechenland eine Militärjunta an die Macht. Dies war nur möglich durch den von der NATO entwickelten sog. „Prometheus Plan“. Man kann heute sagen, die NATO hat die Diktatur in Griechenland von 1967 bis 1974 erst ermöglicht und Deutschland war als NATO Mitglied mit daran beteiligt.

Wer sich für die Zusammenhänge interessiert, dem empfehle ich u.a. das Buch von Hubert Eichheim, „Griechenland“, erschienen in der „becksche reihe länder“ Verlag C.H, Beck, ISBN 3 406 39877 4, und dort speziell das Kapitel „Der zweite Weltkrieg und die Folgen“, Seite 128 ff.

Die Griechen hatten nie eine Chance, so sehe ich das, zumindest in der Neuzeit, sie wurden zum Spielball der Großmächte und nach dem Zusammenbruch der Diktatur 1974 kamen statt der Militärs die westlichen Konzerne und plünderten das Land schamlos aus und das sei nicht verschwiegen, auch mit Hilfe von griechischen Grossfinanziellen.

Diese haben in der Krise längst ihre Gelder in das Ausland transferiert, denen geht es gut, ausbaden müssen es nun die kleinen Leute in Griechenland, wieder einmal.

Basigos Nikolaos

Jeder Deutsche, der auf die Griechen meint herab schauen zu müssen, sollte sich schämen, denn wer die traurige Geschichte des neuzeitlichen Griechenland kennt, wird die griechische Tragödie mit ganz anderen Augen sehen.

Die uns befremdlich erscheinenden griechischen Verwaltungsstrukturen wurden übrigens durch die Engländer nach dem zweiten Weltkrieg gegen den Willen der Griechen geschaffen. Die Engländer waren ja Besatzungsmacht und sie zerschlugen die neu entstehende griechische Demokratie in ihren Anfängen mit brutaler Gewalt.

Ich meine, all diese Zusammenhänge sollte man wissen, bevor man über dieses gastfreundliche, uralte Kulturvolk Europas urteilt und unserer Regierung in Sachen Griechenland kein Wort mehr glauben.

Unserer Regierung geht es nicht um das Wohl Griechenlands, sondern um das Wohl unserer Banken und Versicherungen, die dort massiv investiert haben und nun den Totalverlust fürchten.

Übrigens: Von all den hunderten Milliarden der sogenannten „Rettungspakete“ sind in Griechenland selber gerade mal 15,6 Milliarden Euro angekommen, der Rest ging direkt an die Banken und Versicherungen.

So sieht sie aus, die Wahrheit! Die Deutschen sollten sich schämen.

von dieter carstensen

cc copyright – Editorische Anmerkung des Verfassers: Dieser Beitrag darf gerne von anderen Blogs und Internetzeitungen übernommen werden, unter Angabe der Quelle und, bei Veröffentlichung, kurze E-mail über das Kontaktformular der Homepage:

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GRIECHENLAND WIRD GESCHREDDERT UND GEFLEDDERT

https://mantovan9.wordpress.com/2012/02/16/update-heute-die-griechen-und-morgen-wir/

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O Xenos

SOLIDARITÄT MIT DEM GRIECHISCHEN VOLK  !

DENN SONST

HEUTE DIE GRIECHEN UND MORGEN WIR!

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Hartz-IV-Bildungspaket: Die Leere der Frau von der Leyen

Würdelose Bittstellerei

Ein Jahr nach dem Start von Ursula von der Leyens Hartz-IV-Paket für Kinder ist klar: Deren Eltern suchen lieber andere Wege, als um ein paar Euro Almosen zu betteln. von Anja Maier

Die Ministerin setzte ihr dramatischstes Muttigesicht auf. Ihre blauen Augen blitzten unter der blonden Föhnfrisur, der ganze kleine Körper straffte sich, die Halsschlagader trat leicht hervor. Dann sprach sie es aus: „Die Kinder warten auf das warme Mittagessen!“

Das war vor genau einem Jahr. Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) warb mit diesem Erpressersatz um die Zustimmung zu ihrem „Hartz-IV-Bildungspaket“. Was für ein Sprachbild! Wartende, womöglich hungernde Kinder, die darauf hoffen müssen, dass Tante Uschi ihre kaltherzigen Politikerkollegen davon überzeugt, wie sehr es sie nach Steckrübensuppe gelüstet!

weiterlesen http://taz.de/Hartz-IV-Zuschuss-fuer-Kinder/!90458/

BILD http://de.toonpool.com/user/14616/files/buerokratielatschen_1247285.jpg

MEHR ZUM THEMA http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/hartz-iv-zuschuss-fuer-kinder-ein-flop-900633.php

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Neues aus der Anstalt

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Jeder sechste Mensch in Deutschland ist arm

gallery/karikaturen-klaas/raubtierkapitalismus

Armut verfestigt sich, soziale Ungleichheit nimmt zu

„Fast jeder sechste Mensch in Deutschland ist arm oder von Armut bedroht. In kaum einem anderen Land ist die Einkommensungleichheit in den letzten Jahren stärker gestiegen als in der Bundesrepublik. Wer Armut wirksam und nachhaltig bekämpfen will, muss die Verteilungsfrage stellen“, kommentiert Diana Golze, Leiterin des Arbeitskreises Arbeit, Soziales, Gesundheit der Fraktion DIE LINKE, aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes zu Armutsgefährdung und Einkommensungleichheit. Golze weiter:
„Auch die längerfristigen Daten des Statistischen Bundesamtes zeigen, dass die soziale Spaltung zunimmt. Das Verhältnis des Einkommens der obersten 20 Prozent der Bevölkerung zu dem der untersten 20 Prozent hat sich seit 2005 innerhalb kürzester Zeit vom 3,8fachen auf das 4,5fache erhöht. Die Zahl der Menschen in Armut ist im gleichen Zeitraum von unter 10 Millionen auf über 12,6 Millionen gestiegen.
Die Politik der Bundesregierung verschärft das Problem noch. Die Weigerung, einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn einzuführen oder die Hartz IV-Regelsätze auf ein wirklich  existenzsicherndes Niveau anzuheben, der Kahlschlag bei der Arbeitsförderung und das bürokratische und ineffektive Bildungs- und Teilhabepaket vertiefen die soziale Kluft immer mehr.
Dieser Prozess muss gestoppt und umgekehrt werden. Das ist nicht nur eine sozialpolitische Notwendigkeit, sondern auch wirtschaftspolitisch vernünftig. Das Geld gehört zu den Menschen, die damit nicht die Finanzmärkte füttern, sondern sich selbst und ihre Kinder. Die Maßnahmen liegen auf der Hand: Ein gerechteres Steuersystem muss her, Löhne und Sozialleistungen müssen steigen.“

quelle http://www.scharf-links.de/41.0.html?&tx_ttnews[tt_news]=23286&tx_ttnews[backPid]=56&cHash=8b2d375026

bild http://www.falken-nordniedersachsen.de/wp-content/gallery/karikaturen-klaas/raubtierkapitalismus_small1-1024×912.jpg

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Asoziale Marktwirtschaft pumpt von Arm zu Reich

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Volker Pispers – Dienstagskabarett

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Hartz-IV: zu Lebzeiten eine Bedarfsgemeinschaft – im Tod kostengünstig getrennt

http://desparada-news.blogspot.de/

von BAG Hartz IV DIE LINKE

Kein Anspruch auf Bestattung in der Heimatstadt


Wie die WAZ-Mediengruppe heute berichtet, musste sich ein schwer herzkranker Mann aus Oberhausen einer Operation in einer Fachklinik in der Nachbarstadt Essen unterziehen. Bei diesem Eingriff starb der 55-Jährige am vergangenen Wochenende. Seine Lebenspartnerin, die 20 Jahre mit diesem Mann zusammengelebt hat, muss hinnehmen, dass ihr Partner anonym in Essen bestattet wird.
In Oberhausen, der Stadt, in der beider Lebensmittelpunkt war, wird sie keinen Ort zum Trauern haben, da sie ALG II – Bezieherin ist und kein Geld für eine von ihr organisierte Bestattung hat. Hierzu erklärt Werner Schulten, Sprecher der Bundesarbeitsgemeinschaft Hartz IV der LINKEN und Mitglied im Bundesvorstand der Partei:
Diese Regelung, wonach Menschen, die auf Hartz IV oder Sozialhilfe angewiesen sind, ohne Rücksicht auf Hinterbliebene anonym in einem Urnengrab am Ort ihres Versterbens verscharrt werden, ist unmenschlich. Damit sind diese nicht nur zu Lebzeiten aus der Gesellschaft ausgeschlossen, sondern sie bleiben auch nach ihrem Tod Opfer dieses gegen die Menschenwürde verstoßenden Systems. Während zu Lebzeiten die Partner als sogenannte Bedarfsgemeinschaft eingestuft, also mit einer Ehe gleichgestellt werden – mithin weniger Geld bekommen als zwei Einzelpersonen, wird der Partnerin bei der Beisetzung ein Mitspracherecht verweigert mit dem Argument, sie sei nicht die Ehefrau. Essen ist zuständig, weil der Oberhausener in einem dortigen Krankenhaus verschieden ist.
„Damit sind wir komplett außen vor“, sagt ein Sprecher der Stadt Oberhausen. „So will es das Gesetz.“ Was ist das für ein Gesetz, das den Hinterbliebenen nicht mal einen Ort zum Trauern lässt? Die Beisetzung erfolgt in einem anonymen Urnenreihengrab auf dem Friedhof „Am Hallo“ – Termin unbekannt.
Diese Handlungsweise entspricht nicht dem Anspruch einer humanen und solidarischen Gesellschaft, die wir vorgeben, zu sein.

VON: BAG HARTZ IV DIE LINKE.

http://www.scharf-links.de/41.0.html?&tx_ttnews[tt_news]=23273&tx_ttnews[backPid]=56&cHash=1ed4dc88e7

bild http://desparada-news.blogspot.de/

kommentiert von  – Über den Tod hinaus

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http://www.gegen-hartz.de/bedarfsgemeinschaft.php

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Grundeinkommen – das Wort zum Montag

https://i0.wp.com/www.bmb-brandenburg.de/hartz4.JPG

Steuer transparenz statt Hartz IV

Hartz 4 mit Hirn und Herz

Obwohl längst klar ersichtlich ist, dass die Bundesregierung Transparenz im Umgang mit Steuergeldern mit allen Kräften vermeidet, da sie sich hierdurch einfacher in die Kassen einiger weniger „regierungsnaher“ Konzerne leiten lassen, die unsere Politik längst eisern im Griff hat, lohnt es sich selbst nachzurechnen. Aus dieser Perspektive beleuchtet, rückt das Thema bedingungsloses Grundeinkommen in ein anderes Licht. Würden wir ein ernsthaftes Interesse an sozialer Gerechtigkeit und am Wohlbefinden unserer Bevölkerung voraussetzen können, machte eine solche Rechnung viel Sinn. Ein Experiment.

Hartz IV verschlingt jährlich Milliarden Euro, ist denunzierend und ausgrenzend. Ein Bürgergeld, wie auch immer es heißen mag oder modifiziert ist, schafft eine integrierende Gesellschaft. Verlierer dabei sind Bürgergängelung, Behördenwillkür und Knechtschaft. Allein das muss uns schon ein Bürgergeld wert sein.

Rechnet man sämtliche, nachfolgende Kosten zusammen, dann kommt man wohl auf > ca. 60 Milliarden Euro pro Jahr.

Aufstellung der Kosten für Hartz IV:
  • Leistungsgeld
  • Personalkosten der Verwaltung, Gebäudeunterhaltung (+ Personalkosten), Kopfgeldprämien, fragwürdige Fortbildungsmaßnahmen, Fuhrpark, Bürokosten
  • Gesetze, Gesetzkorrekturen, überlastete Sozialgerichte, BGH Entscheidungen, Kommissionen, Debatten etc.
  • Folgekosten, die Krankenkassen und Rentenkassen belasten (ca. 3 – 4 Milliarden Euro)

Bei ca. 55.000.000 Bezugsberechtigten Bürgergeld Empfänger (Menschen ab dem 18. Lebensjahr und Leuten, die mindestens 5 – 10 Jahre in Deutschland leben) kostet ein montatliches bedingungsloses Grundeinkommen von 1.000 Euro pro Monat 660 Milliarden Euro pro Jahr.

Das dadurch entfallende Kindergeld für über 18-Jährige, die Kinderfreibeträge (gehören ohnehin ganz weg à nur Kindergeld!), BAFÖG plus aller Sach- und Personalkosten (einschließlich Pensionen) sowie einsparendes Personal dürfte bei vorsichtiger Schätzung  und der Annahme, dass es sich um  etwa  15 Millionen Kinder unter 18 Jahren, ca. < 1 Millionen Studenten und um ca. 20.000 betroffener und entfallender Behördenmitarbeiter handelt,  alleine nur bei den Personenkosten auf rund 60 Milliarden Euro pro Jahr belaufen plus alle geschätzten Sachkosten (Gebäude, Energie, Büro, Fuhrpark etc.) > 5 Milliarden Euro.

Selbst wenn es sich „nur“ um 100 Milliarden Euro handeln würde, wären damit schon über 15 % eines bedingungsosen Grundeinkommens von 1.000 pro Monat finanziert.

Wir haben in Deutschland über 50 Behörden, die nicht mehr gebraucht werden. Geschätzte Gesamtkosten (Personal plus Sachkosten, jedoch ohne Kosten für Pensionsansprüche) ca. > 1 Milliarden Euro. Die Abgeltungssteuer, die den oberen Einkommensschichten zugutekommen, reißen ein Loch in die Staatskasse, das sich bei aller Berücksichtigung auf über 6 Milliarden pro Jahr belaufen dürfte.

Die Steuergeldverschwendungen nach der Zusammenstellung des BdSt belaufen sich fast regelmäßig auf über  300 Milliarden Euro pro Jahr.

Das politisch, veranstalte Steuerchaos hierzulande, ließe sich bei mehr Transparenz, Plausibilität und mehr Gerechtigkeit nicht nur vereinfachen, sondern würde bei gutem Willen bestimmt deutlich mehr als 8 Milliarden Euro pro Jahr in die Staatskasse spülen. Eine Transaktionssteuer, so berichten Fachleute brächte ca. 40 Milliarden Euro pro Jahr. Wenn man sich die Kosten für mehrfache Wahlkostenerstattung, steuersubventionierter Parteispendengelder und Abgeordnetenzuwendungen, Behördentourismus zwischen Berlin und Bonn sowie auch umgekehrt anschaut, die Kosten für unnötige Subventionen (Riester, Atomindustrie, Windrad Lobby, etc.) hinzurechnet, fragwürdige Auslandseinsätze der Bundeswehr und die Kosten für viel zu teure, verlogene Klimagipfel (seit Kyoto wurden über 10 Billionen US Dollar verbraten), sich bewusst darüber wird, dass S 21 den Steuerzahler letztlich über 8 Milliarden Euro kosten wird, dann dürften hierbei schnell Mal wesentlich mehr als 400 Milliarden erreicht sein.

Jetzt haben wir aber noch nicht von Falschabrechnungen der Ärzte, Apotheker und Therapeuten von über 2 Mrd. € pro Jahr gesprochen.  Wir haben das Thema der unterschiedlich gehaltenen  Altersversorgung zwischen Pensionen und Renten, was sicher jährliche Verluste für die Gesetzlichen Sozialversicherungen von mindestens 3 – 5 Milliarden Euro ausmachen dürfte, abgehandelt und sicher vieles andere noch gar nicht in Erwägung gezogen, wie beispielsweise die Rettungsschirme, die Kosten für die Schweinegrippe Pseudo Pandemie, 50 Millionen für einen Staats finanzierten Quelle Katalog etc, usw.

Ich will mich gar nicht weiter in dieses Thema vertiefen, denn wir liegen im Additionsergebnis wahrscheinlich schon bei über 1 Billionen Euro pro Jahr. Wer jetzt sagt, dass vermeintliche 660 Milliarden Euro nicht zu finanzieren sind, der muss sich fragen lassen, warum über 1 Billion Euro unnötiger Staatsausgaben ( + noch nicht berücksichtigter Zinsen jedes Jahr), ohne öffentliche Erregung verpulvert werden können.

Was dabei auch noch berücksichtigt werden muss ist, dass der größte Teil des Bürgergeldes dem Konsum gewidmet wird. Und wie jeder weiß, bedient sich der Staat an jedem vollzogenen Konsum mit ca. 20 % im Schnitt. 1.000 Euro brutto sind also nicht gleich 1.000 Euro netto. Nächstenliebe, gesellschaftliche Integration der Bedürftigen und humane Weitsicht werden bei der jetzigen Situation der Gesellschaftsaufspaltung und dem widerlichen Geschäft mit Bedürftigen aus reiner Profitsucht, politischem Machtgehabe und politischer Selbstinszenierung geopfert. Wer eine friedvolle Gesellschaft wünscht, kann sich nur für ein Bürgergeld, egal ob bedingungslos oder modifiziert entscheiden.

Egoistisches, verkrustetes, feudal geprägtes Herrschaftsdenken blockiert Volkes Wohl und gefährdet sozialen Frieden.

Wovor hat die inkompetente Führungsriege, die ihre Misserfolge ach so gerne der Allgemeinheit aufbürdet, Angst?

Wenn es daran liegen sollte, dass sie eine Freveltat darin sehen, wenn Menschen ihr Leben selbst gestalten und selbst bestimmen und ihrem Eigentum nicht mehr zugerechnet werden können, dann wird es höchste Zeit den Error Button zu setzen und die reset Taste zu aktivieren.

Der Mensch ist nicht Erfüllungsgehilfe für ein einseitig geführtes Luxusleben Einzelner, er ist kein Humankapital, das von der Oberschicht nach Belieben gebraucht, missbraucht und verbraucht werden darf, er ist kein Gebrauchsgegenstand und kein Untergebener ohne Ansprüche – nein – der Mensch ist ein Wesen mit Herz und Verstand – dies gilt es zu gebrauchen, wenn wir eine moderne und humane Gesellschaft sein wollen.

Wir müssen endlich erkennen, dass wir nur dann eine solche Gesellschaft sind, wenn Menschen nicht nach Besitz und Vermögen katalogisiert werden.

Befreien wir uns endlich aus den Klauen der Menschbesitzer und werden wir zu eigenständigen Wesen. Machen wir uns mit dem gleichen Engagement, wie gegen ergaunerte Dr. Titel stark und fordern wir das unumgängliches Bürgergeld oder bedingungsloses Grundeinkommen. Vor der Systemrelevanz von Banken steht immer noch die Relevanz der Menschen.

quelle http://www.ngo-online.de/2012/03/18/hartz-4-hirn-herz/

mehr http://www.ngo-online.de/tags/grundeinkommen/

bild http://www.bmb-brandenburg.de/hartz4.JPG

http://www.motor-talk.de/bilder/diskussionsrunde-bedingungsloses-grundeinkommen-g7423954/-i203037067.html

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