Grundeinkommen – das Wort zum Montag

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Steuer transparenz statt Hartz IV

Hartz 4 mit Hirn und Herz

Obwohl längst klar ersichtlich ist, dass die Bundesregierung Transparenz im Umgang mit Steuergeldern mit allen Kräften vermeidet, da sie sich hierdurch einfacher in die Kassen einiger weniger „regierungsnaher“ Konzerne leiten lassen, die unsere Politik längst eisern im Griff hat, lohnt es sich selbst nachzurechnen. Aus dieser Perspektive beleuchtet, rückt das Thema bedingungsloses Grundeinkommen in ein anderes Licht. Würden wir ein ernsthaftes Interesse an sozialer Gerechtigkeit und am Wohlbefinden unserer Bevölkerung voraussetzen können, machte eine solche Rechnung viel Sinn. Ein Experiment.

Hartz IV verschlingt jährlich Milliarden Euro, ist denunzierend und ausgrenzend. Ein Bürgergeld, wie auch immer es heißen mag oder modifiziert ist, schafft eine integrierende Gesellschaft. Verlierer dabei sind Bürgergängelung, Behördenwillkür und Knechtschaft. Allein das muss uns schon ein Bürgergeld wert sein.

Rechnet man sämtliche, nachfolgende Kosten zusammen, dann kommt man wohl auf > ca. 60 Milliarden Euro pro Jahr.

Aufstellung der Kosten für Hartz IV:
  • Leistungsgeld
  • Personalkosten der Verwaltung, Gebäudeunterhaltung (+ Personalkosten), Kopfgeldprämien, fragwürdige Fortbildungsmaßnahmen, Fuhrpark, Bürokosten
  • Gesetze, Gesetzkorrekturen, überlastete Sozialgerichte, BGH Entscheidungen, Kommissionen, Debatten etc.
  • Folgekosten, die Krankenkassen und Rentenkassen belasten (ca. 3 – 4 Milliarden Euro)

Bei ca. 55.000.000 Bezugsberechtigten Bürgergeld Empfänger (Menschen ab dem 18. Lebensjahr und Leuten, die mindestens 5 – 10 Jahre in Deutschland leben) kostet ein montatliches bedingungsloses Grundeinkommen von 1.000 Euro pro Monat 660 Milliarden Euro pro Jahr.

Das dadurch entfallende Kindergeld für über 18-Jährige, die Kinderfreibeträge (gehören ohnehin ganz weg à nur Kindergeld!), BAFÖG plus aller Sach- und Personalkosten (einschließlich Pensionen) sowie einsparendes Personal dürfte bei vorsichtiger Schätzung  und der Annahme, dass es sich um  etwa  15 Millionen Kinder unter 18 Jahren, ca. < 1 Millionen Studenten und um ca. 20.000 betroffener und entfallender Behördenmitarbeiter handelt,  alleine nur bei den Personenkosten auf rund 60 Milliarden Euro pro Jahr belaufen plus alle geschätzten Sachkosten (Gebäude, Energie, Büro, Fuhrpark etc.) > 5 Milliarden Euro.

Selbst wenn es sich „nur“ um 100 Milliarden Euro handeln würde, wären damit schon über 15 % eines bedingungsosen Grundeinkommens von 1.000 pro Monat finanziert.

Wir haben in Deutschland über 50 Behörden, die nicht mehr gebraucht werden. Geschätzte Gesamtkosten (Personal plus Sachkosten, jedoch ohne Kosten für Pensionsansprüche) ca. > 1 Milliarden Euro. Die Abgeltungssteuer, die den oberen Einkommensschichten zugutekommen, reißen ein Loch in die Staatskasse, das sich bei aller Berücksichtigung auf über 6 Milliarden pro Jahr belaufen dürfte.

Die Steuergeldverschwendungen nach der Zusammenstellung des BdSt belaufen sich fast regelmäßig auf über  300 Milliarden Euro pro Jahr.

Das politisch, veranstalte Steuerchaos hierzulande, ließe sich bei mehr Transparenz, Plausibilität und mehr Gerechtigkeit nicht nur vereinfachen, sondern würde bei gutem Willen bestimmt deutlich mehr als 8 Milliarden Euro pro Jahr in die Staatskasse spülen. Eine Transaktionssteuer, so berichten Fachleute brächte ca. 40 Milliarden Euro pro Jahr. Wenn man sich die Kosten für mehrfache Wahlkostenerstattung, steuersubventionierter Parteispendengelder und Abgeordnetenzuwendungen, Behördentourismus zwischen Berlin und Bonn sowie auch umgekehrt anschaut, die Kosten für unnötige Subventionen (Riester, Atomindustrie, Windrad Lobby, etc.) hinzurechnet, fragwürdige Auslandseinsätze der Bundeswehr und die Kosten für viel zu teure, verlogene Klimagipfel (seit Kyoto wurden über 10 Billionen US Dollar verbraten), sich bewusst darüber wird, dass S 21 den Steuerzahler letztlich über 8 Milliarden Euro kosten wird, dann dürften hierbei schnell Mal wesentlich mehr als 400 Milliarden erreicht sein.

Jetzt haben wir aber noch nicht von Falschabrechnungen der Ärzte, Apotheker und Therapeuten von über 2 Mrd. € pro Jahr gesprochen.  Wir haben das Thema der unterschiedlich gehaltenen  Altersversorgung zwischen Pensionen und Renten, was sicher jährliche Verluste für die Gesetzlichen Sozialversicherungen von mindestens 3 – 5 Milliarden Euro ausmachen dürfte, abgehandelt und sicher vieles andere noch gar nicht in Erwägung gezogen, wie beispielsweise die Rettungsschirme, die Kosten für die Schweinegrippe Pseudo Pandemie, 50 Millionen für einen Staats finanzierten Quelle Katalog etc, usw.

Ich will mich gar nicht weiter in dieses Thema vertiefen, denn wir liegen im Additionsergebnis wahrscheinlich schon bei über 1 Billionen Euro pro Jahr. Wer jetzt sagt, dass vermeintliche 660 Milliarden Euro nicht zu finanzieren sind, der muss sich fragen lassen, warum über 1 Billion Euro unnötiger Staatsausgaben ( + noch nicht berücksichtigter Zinsen jedes Jahr), ohne öffentliche Erregung verpulvert werden können.

Was dabei auch noch berücksichtigt werden muss ist, dass der größte Teil des Bürgergeldes dem Konsum gewidmet wird. Und wie jeder weiß, bedient sich der Staat an jedem vollzogenen Konsum mit ca. 20 % im Schnitt. 1.000 Euro brutto sind also nicht gleich 1.000 Euro netto. Nächstenliebe, gesellschaftliche Integration der Bedürftigen und humane Weitsicht werden bei der jetzigen Situation der Gesellschaftsaufspaltung und dem widerlichen Geschäft mit Bedürftigen aus reiner Profitsucht, politischem Machtgehabe und politischer Selbstinszenierung geopfert. Wer eine friedvolle Gesellschaft wünscht, kann sich nur für ein Bürgergeld, egal ob bedingungslos oder modifiziert entscheiden.

Egoistisches, verkrustetes, feudal geprägtes Herrschaftsdenken blockiert Volkes Wohl und gefährdet sozialen Frieden.

Wovor hat die inkompetente Führungsriege, die ihre Misserfolge ach so gerne der Allgemeinheit aufbürdet, Angst?

Wenn es daran liegen sollte, dass sie eine Freveltat darin sehen, wenn Menschen ihr Leben selbst gestalten und selbst bestimmen und ihrem Eigentum nicht mehr zugerechnet werden können, dann wird es höchste Zeit den Error Button zu setzen und die reset Taste zu aktivieren.

Der Mensch ist nicht Erfüllungsgehilfe für ein einseitig geführtes Luxusleben Einzelner, er ist kein Humankapital, das von der Oberschicht nach Belieben gebraucht, missbraucht und verbraucht werden darf, er ist kein Gebrauchsgegenstand und kein Untergebener ohne Ansprüche – nein – der Mensch ist ein Wesen mit Herz und Verstand – dies gilt es zu gebrauchen, wenn wir eine moderne und humane Gesellschaft sein wollen.

Wir müssen endlich erkennen, dass wir nur dann eine solche Gesellschaft sind, wenn Menschen nicht nach Besitz und Vermögen katalogisiert werden.

Befreien wir uns endlich aus den Klauen der Menschbesitzer und werden wir zu eigenständigen Wesen. Machen wir uns mit dem gleichen Engagement, wie gegen ergaunerte Dr. Titel stark und fordern wir das unumgängliches Bürgergeld oder bedingungsloses Grundeinkommen. Vor der Systemrelevanz von Banken steht immer noch die Relevanz der Menschen.

quelle http://www.ngo-online.de/2012/03/18/hartz-4-hirn-herz/

mehr http://www.ngo-online.de/tags/grundeinkommen/

bild http://www.bmb-brandenburg.de/hartz4.JPG

http://www.motor-talk.de/bilder/diskussionsrunde-bedingungsloses-grundeinkommen-g7423954/-i203037067.html

8 Kommentare

Eingeordnet unter AKTUELLES, Deutschland, Grundeinkommen

8 Antworten zu “Grundeinkommen – das Wort zum Montag

  1. Pingback: Das Wort zum Montag 26.03.2012 Grundeinkommen  | WIR Der ZeitBote Saarland

  2. mantovan9

    hi super..danke :)so übernehme ich das dann 🙂

  3. mantovan9

    danke 🙂 ich werde wenns dir recht, dass bei meinem nächsten „montag wort“ verwenden 🙂

  4. Es war mir ein Ostervergnügen. 😉

  5. mantovan9

    vielen dank für den überaus wichtigen und sehr guten link 🙂

  6. Grundeinkommen unbedingt!
    In dieser Version, bitte: http://www.bandbreitenmodell.de/bge

  7. Pingback: Grundeinkommen – das Wort zum Montag | WIR Der ZeitBote Saarland – Das Sozial-Magazin

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