Monatsarchiv: Mai 2012

HUNGERSTREIK! „Bis zum bitteren Ende“

Hartz-IV: Hungerstreik wegen Willkür des Jobcenters Lübeck!

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„Fiat iustitia, et pereat mundus“

Ein 58-jähriger Lübecker beklagt Willkür des Jobcenters und protestiert vor dem Holstentor. Die Behörde weist alle Vorwürfe entschieden zurück und bietet ein klärendes Gespräch an.

 „Fiat iustitia, et pereat mundus“ steht auf dem Plakat, das Feliks Opolski-Sobczak selbst gebastelt hat. Der 58-jährige gebürtige Pole, der seit 22 Jahren in Deutschland lebt, fordert Gerechtigkeit, auch wenn die Welt darüber zugrunde gehe. Also um jeden Preis.

Opolski-Sobczak ist gestern um 10 Uhr vor dem Holstentor in den Hungerstreik getreten – gegen die Willkür des Jobcenters, wie es auf dem Plakat heißt. „Tag 1“ hat er hinzugesetzt. Wie lange will er durchhalten? „Ich bin kein Profi-Hungerstreiker“, sagt der schlanke Mann, der nicht viel zuzusetzen hat. „Bis zum bitteren Ende.“

mehr http://www.ln-online.de/nachrichten/3457423/hartz-iv-empfaenger-tritt-in-den-hungerstreik

ARGE-Hungerstreik vor dem Holstentor

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Der lateinische Satz Fiat iustitia et pereat mundus wird zumeist übersetzt – Es soll Gerechtigkeit geschehen, und gehe die Welt darüber zugrunde

MEHR http://de.wikipedia.org/wiki/Fiat_iustitia,_et_pereat_mundus

WICHTIGE INFORMATIONEN ZUM THEMA

Mahnwache vor der ArGe Schwedt 2007

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Ich trete in den politischen Hungerstreik

2012 http://suboptimales.wordpress.com/2012/04/13/hungerstreik-speyer-jobcenter/

Hartz IV Hungerstreik bald Normalität?

http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/hartz-iv-hungerstreik-bald-normalitaet-87316.php

HUNGERSTREIK

http://www.gegen-hartz.de/suchen.php?cx=partner-pub-3381274863704566%3A6o4z62vqw7v&cof=FORID%3A11&ie=ISO-8859-1&q=HUNGERSTREIK

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WOHLTÄTIGKEIT MIT VERFALLSDATUM

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Die Tafeln – für die Elite der Nächstenliebe?

Die Unterschiede zwischen arm und reich werden immer größer. Fast 16% der Bevölkerung in Deutschland ist armutsgefährdet. Die gemeinnützigen Tafeln sind Organisationen, die essbare aber nicht mehr verkaufsfähige Lebensmittel aus dem Handel Bedürftigen zur Verfügung stellen. Sie wollen die Armut lindern und bekommen immer mehr Zulauf, schließlich dient die freiwillige Mitarbeit einem guten Zweck. Aber die Tafeln setzen vor allem am Symptom an und weniger an der Ursache von Armut. Stefan Selke ist Professor für Soziologie an der Universität Furtwangen und bekannter Tafel-Kritiker. Radio Unerhört sprach mit ihm über die Probleme des „Systems der Tafeln“ und wie die Tafeln möglicherweise reformiert werden können.

QUELLE http://www.freie-radios.net/47592

BLOGBEITRÄGE

DIE TAFELN – WOHLTÄTIGKEIT MIT VERFALLSDATUM

https://mantovan9.wordpress.com/2012/01/22/die-tafeln-wohltatigkeit-mit-verfallsdatum/

WICHTIGE INFORMATIONEN ZUM THEMA

Hartz IV und die Zukunft des Sozialstaates

http://www.heise.de/tp/artikel/36/36980/1.html

Armut in einem reichen Land

http://www.scharf-links.de/41.0.html?&tx_ttnews%5Btt_news%5D=25205&tx_ttnews%5BbackPid%5D=56&cHash=a35184baf1

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STROM ABGESTELLT! DIE WÜRDE DES MENSCHEN IST UNANTASTBAR?

Hartz IV – Wenn der Strom abgestellt wird

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Für Hartz IV Empfänger werden die gestiegenen Strompreise zur Schuldenfalle

Luxus Strom        

Die Stromkosten übersteigen das schmale Budget von Hartz IV-Empfängern. Seit 2008 sind die Strompreise um rund 20 Prozent gestiegen. Anders als Miete und Heizkosten muss die Energie in Hartz IV-Haushalten direkt aus dem Arbeitslosengeld II bezahlt werden. Dafür ist im Regelsatz ein bestimmter Betrag vorgesehen. Doch der reicht nicht mehr aus. Viele Bedarfsgemeinschaften werden mit der Jahresendabrechnung von hohen Nachzahlungen überrascht. Die Jobcenter und ARGEN geben zu selten Darlehen, um die Nachforderungen rechtzeitig zu begleichen. Schon 200.000 Hartz IV-Empfängern wurde deshalb in 2011 der Strom abgestellt, schätzt der Paritätische Gesamtverband. Stromsparen fällt Menschen, die von Arbeitslosengeld II leben und Geringverdienern besonders schwer.

QUELLE http://www.swr.de/report/-/id=233454/nid=233454/did=9787026/1qpg3hp/index.html

aktuell http://antilobby.wordpress.com/2012/05/30/schande-politiker-lassen-200-000-menschen-bewusst-ohne-strom/

blogbeiträge

Energiearmut: Stromabschaltungen verbieten!

https://mantovan9.wordpress.com/2012/05/03/energiearmut-stromabschaltungen-verbieten/

“ENERGIEARMUT” – STROM ABGESTELLT

https://mantovan9.wordpress.com/2012/04/21/energiearmut-strom-abgestellt/

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VOLKER PISPERS – POPULISMUS

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„EUROPAS SCHANDE“

„Europas Schande“ Gedicht von Günter Grass zur Griechenland-Krise

von ManousosMpourmas

Europas Schande ist ein politisches Gedicht von Günter Grass aus dem Jahr 2012, das die Griechische Finanzkrise, die damit zusammenhängende Protestbewegung im Land und die Beziehungen der Europäischen Union mit dem Staat Griechenland thematisiert. Es erschien auch in der griechischen Zeitung Kathimerini. Im Text wird Griechenland bedauert, das „als Schuldner nackt an den Pranger gestellt“ und „unter Schrottwert taxiert“ werde. Griechenland sei ein „rechtloses Land, dem der Rechthaber Macht / den Gürtel enger und enger schnallt.“
Das Werk besteht aus zwölf reimlosen Strophen zu je zwei Versen in unregelmäßiger Metrik. Das lyrische Ich, wohl der Autor selbst, spricht Europa direkt an. Das Gedicht beginnt mit den Worten „Dem Chaos nah, weil dem Markt nicht gerecht,/ bist fern Du dem Land, das die Wiege Dir lieh“. Griechenland, ein Land, dem „Dank zu schulden Dir Redensart war“, leide. Das „kaum noch geduldete Land“ sei zur Armut verurteilt. Der Autor benutzt die Metapher des Giftbechers, ein Verweis auf den griechischen Philosophen Sokrates, der durch ein Gerichtsurteil zum Tod durch den Schierlingsbecher verurteilt wurde. Grass beschreibt, wie Europa dem Land Griechenland seinen Giftbecher aufdrängt: „Sauf endlich, sauf! schreien der Kommissare Claqueure,/ doch zornig gibt Sokrates Dir den Becher randvoll zurück“.In der fünften Strophe bezieht sich der Autor auf die deutsche Besetzung Griechenlands im Zweiten Weltkrieg — „Die mit der Waffen Gewalt das inselgesegnete Land heimgesucht,/ trugen zur Uniform Hölderlin im Tornister“ — und spielt dabei auf barbarisches Tun der dabei eigene Zivilisiertheit Reklamierenden an, einst wie jetzt. Außerdem bezieht er sich auf die Haltung zur griechischen Militärdiktatur in der Zeile: „Kaum noch geduldetes Land, dessen Obristen von Dir (Europa) einst als Bündnispartner geduldet wurden.“ Der Dichter droht in der vorletzten Strophe einen „Fluch der Götter“ an und schildert in der letzten Strophe die Folgen der falschen Politik für den Täter Europa so: „Geistlos verkümmern wirst Du ohne das Land, dessen Geist Dich, Europa erdachte“.
Das Gedicht ist im antiken Versmaß Anapäst abgefasst quelle: Wikipedia

von ManousosMpourmas

informativer link

Tag der Abrechnung rückt unaufhaltsam näher

http://www.querschuesse.de/tag-der-abrechnung-ruckt-unaufhaltsam-naher/

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MEHR ZUM THEMA

Die Polizei schützt die Banken, nicht das Volk – Staatssozialismus für die Reichen

quelle http://www.wdr.de/tv/monitor/sendungen/2012/0524/euro.php5

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Griechenlandkrise – Öl, Bodenschätze und Rüstung

Seit langem wird über große Öl- und Gasvorkommen in Griechenland spekuliert – Rüstungsausgaben in Griechenland

MEHR Antikrieg TV http://www.antikrieg.tv

http://www.facebook.com/antikriegtv

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Deutschland verspielt die Zukunft der Kinder

Deutschland verspielt die Zukunft der Kinder

von Heidelinde Penndorf

… und somit die Zukunft des eigenen Landes/Das BGE als Grundrecht wäre eine Lösung gekoppelt mit Chancengerechtigkeit in der Bildung

Ich wohne im Bundesland Sachsen-Anhalt  Am Samstag, den 17.12.2011 stand in der Mitteldeutschen Zeitung, dass die Situation der Kinder in Sachsen-Anhalt schlechter ist, als in den meisten anderen Bundesländer. Zu diesem Ergebnis kommt der „UNICEF-Bericht zur Lage der Kinder in Deutschland 2011/2012″. Nur in Bremen ist die Lage der Kinder schwieriger! 

Schon in meiner Tätigkeit als Mitglied des Landtages von Sachsen-Anhalt habe ich 2008 in meiner Fraktion und später auch im Plenum dafür geworben, in Sachsen-Anhalts Kitas und Schulen ein gesundes und kostengünstiges Mittagess vom Land zu gewährleisten. Am Anfang wurde ich von einigen Arbeitskreismitgliedern belächelt, dann stand das Projekt mit im Wahlprogramm 2011 der  Landtagswahl. Doch im Landtag (Sozialausschuss u. Plenum) wurde es auf Grund der Bildungscard abgelehnt.

In dem Bericht  der UNICEF werden Gesundheit und Sicherheit Bildung und Ausbildung, das materielle Wohlbefinden, Verhalten und Risiken, Beziehungen zu Familie und Gleichaltrigen und das subjektive Wohlbefinden der Kinder untersucht. Die UNICEF-Studie kommt zu dem Ergebnis, dass es deutliche Unterschiede innerhalb Deutschlands gibt, die teilweise noch größer sind als wie zwischen den einzelnen OECD Staaten. Zur Studie wurden folgende Daten ausgewertet:

  • der Mikrozensus 2008,

  • die Einkommens- und Verbraucherstichprobe 2008,

  • das Programme for International Assessment 2006 (PISA),

  • der LBS-Kinderbarometer 2009,

  • Indikatoren und Karten zur Raum- und Stadtentwicklung (INKAR)

Bundesweit haben 2008 die Ergebnisse des 3. Armuts- und Reichtumsberichts der Bundesregierung und auch die Studien z. B. des Robert-Koch-Institutes zum Ernährungszustand von Kindern und Deutschland zu heftigen Diskussionen in der Öffentlichkeit geführt. Geändert hat sich aber wenig, und ändern wird sich auch kaum etwas durch diese UNICEF-Studie, davon bin ich überzeugt! Es ist ein kurzer Aufschrei- mehr nicht!

Kinderarmut in Deutschland - Globus Infografik

Dabei sind Kinder die Zukunft eines jeden Landes und müssten das Beste vom Besten bekommen –Chancengerechtigkeit in der Bildung und in allen Lebenslagen!

Es häufen sich Feststellungen in Schulen und Kindertagesstätten, dass Kinder ohne warme Mahlzeit bleiben. Eine häufige Ursache sind finanzielle Schwierigkeiten der Familien. Das ist für LehrerInnen, ErzieherInnen und SozialarbeiterInnen nicht mehr zu übersehen. Denn immer mehr Kinder in der Bundesrepublik kommen ohne Frühstücksbrot in die Schule oder in die Kita und können dort auch kein warmes Mittagessen bezahlen. Wen Hunger quält, der kann nicht unbeschwert lernen und spielen. Und wer nicht mit am gemeinsamen Mittagstisch mit den KlassenkameradInnen oder den SpielgefährtInnen Platz nehmen darf, der oder die gehört auch nicht richtig dazu. Das Saarland, Rheinland-Pfalz, Niedersachen und Nordrhein-Westfalen haben 2007/ 2008 mit Bundesratsinitiativen Druck auf die Bundesregierung ausgeübt, die Regelsätze für Kinder zu verändern, bezüglich der spezifischen mit Schule und Kita zusammenhängenden Bedarfe und deren Struktur. Auch viele Kommunen in den Bundesländern haben Initiativen ergriffen, um Kindern eine kostenfreie oder kostengünstige Teilnahme am Schulessen zu ermöglichen.

Und dann sprach das Bundesverfassungsgericht am 09.02.10 zu einer Regelsatzklage ein Urteil: Der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts hat entschieden, dass die Vorschriften des SGB II, die die Regelleistung für Erwachsene und Kinder betreffen, nicht den verfassungsrechtlichen Anspruch auf Gewährleistung eines menschenwürdigen Existenzminimums aus Art. 1 Abs. 1 GG in Verbindung mit Art. 20 Abs. 1 GG erfüllen. Bestimmte Ausgabepositionen, zum Beispiel die Abteilung 10 (Bildungswesen), blieben völlig unberücksichtigt, ohne dass dies von der damaligen Bundesregierung begründet worden wäre.

Frau von der Leyen glaubt, den Auftrag des Bundesverfassungsgerichts durch die Bildungscard erfüllt zu haben, doch sie irrt sich gewaltig. Denn die Bildungscard erfüllt nicht die zentrale Forderung der Karlsruher Richter nach einer Korrektur der Berechnungsgrundlage der Regelsätze. Und sie ändert auch nichts daran, dass die Kinderregelsätze insgesamt viel zu niedrig berechnet worden sind.

Frau Ursula von der Leyen hat die Chance verpasst, ein neues soziales Denken zu entwickeln. Die Regelsätze für Kinder wurden nicht auf den Prüfstand gestellt. Dabei sind die bisherigen Regelsätze völlig unzureichend, und zwar in allen Lebensbereichen, von gesunder Ernährung über ausreichende Kleidung bis hin zu kultureller Teilhabe. Doch diese Fragen hat die Ministerin mit ihrer Bildungscard nicht gelöst.

Die Regelsätze für Kinder sind insgesamt zu niedrig:

0-6 Jahre 79,55 € /Monat, das sind 2.65 € /Tag

6-13 Jahre 92,87 €/Monat, das sind 3.10 € /Tag

Ab 14 Jahre 106,91 €/Monat, das sind 3.54 € /Tag

Damit müssen alle Mahlzeiten und auch das Trinken eines ganzen Tages abgedeckt werden. Wirklich wenig Geld um den Nahrungsbedarf eines heranwachsenden Kindes abzudecken.

Das die Bildungscard insgesamt versagt hat, auch in Bezug auf das kostengünstige Mittagessen für „bedürftige“ Kinder, wird daran deutlich, weil die Bildungscard wenig beantragt wird. Nur etwa jede vierte Familie, die Anspruch auf Unterstützung hätte, beantragte bisher das Bildungspaket der Bundesregierung. Deshalb haben sich am 05.06.2011 die Politiker in Berlin schon zum zweiten Mal getroffen, um darüber zu sprechen, was man unternehmen muss, damit das Bildungspaket auch wirklich bei betroffenen Familien ankommt. Zum einem sind die Anträge viel zu kompliziert und zum anderen empfinden es viele betroffene Eltern als peinlich, weil sie sich und ihre Kinder dann als Familien in prekären Lebenslagen outen müssen. Auch das Abrechnen ist nicht einfach: Wenn z.B. ein Kind in einen Sportverein gehen will, dann muss es zum Beispiel sagen: Lieber Verein, meine Eltern beziehen Hartz IV – stell´ bitte eine Rechnung. Die wird dann von der zuständigen Stelle in der jeweiligen Stadt bezahlt. Und wenn man für sein Kind Nachhilfeunterricht über die Bildungscard beantragt, dann wird nur Nachhilfe gewährt, wenn die Kinder versetzungsgefährdet sind- sonst nicht!

Auch wenn Eltern für ihre Kinder das kostengünstige Mittagessen über die Bildungscard beantragen wollen, müssen sie sich outen. Das alles führt dazu, dass viele Familien keinen Antrag für das Bildungspaket stellen. Wissenschaftler sollen jetzt herausfinden, welche Familien das sind. Außerdem sollen Schulen, Kindergärten und Vereine besser über das Bildungspaket informiert werden. Zusätzliche Kosten also! Fakt ist auch, wenn Eltern z.B. das kostengünstige Mittagessen für einen Euro aus dem Bildungspaket beantragen und Land und Kommune haben sich selbst schon gekümmert (z.B. Sozialpass), dann wird diese Subvention von Land u. Kommune für die betroffenen Kinder als Einkommen angerechnet und konterkariert gesetzlich somit die Hilfen von Land und Kommunen.

Kompliziert für Eltern und Kommunen, der Verwaltungsaufwand ist enorm!

Keine Frage es gibt es zu den Einzelheiten derartiger Unterstützungsmaßnahmen noch viele Sachverhalte, die zu klären wären und die wahrscheinlich auch so manche Kontroverse auslösen können. Das fängt schon beim Kreis der einzubeziehenden Kinder und Jugendlichen an.

  • Sollen nur EmpfängerInnen von Transferleistungen bedacht werden oder müssen nicht auch die vielen NiedriglohnempfängerInnen, deren Arbeitseinkommen häufig nur knapp über den Grenzen für staatliche Unterstützung liegt, und die ebenfalls größte Schwierigkeiten haben, ihren Kindern alle für die Schule notwendigen Dinge und das Schulessen zu finanzieren, einbezogen werden.
  • Wenn ja, wo setzen wir die Einkommensgrenzen an?

  • Oder wollen wir für alle Kinder der Bundesrepublik eine Lösung finden?

  • Sollen die Kosten für das Mittagessen vollständig übernommen werden oder ist ein Zuschuss, der den Familien ein gewisses Maß an Würde und Eigenverantwortung lässt, besser?

Sie sehen, liebe Leserinnen und Leser, das Ganze ist ziemlich kompliziert. Doch Kinder sind die Zukunft eines jeden Landes- ohne Kinder hat kein Land eine Zukunft. Deshalb sollte wirklich alles getan werden, damit unsere Kinder unbeschwert, gesund und in Würde aufwachsen können. Dabei ist die Mittagessenversorgung für die Kinder, wo es die Eltern aus irgendeinem Grund (meist finanziell) nicht packen, nur eine der vielen Baustellen, die die Politik anpacken muss!

Eine weitere Baustelle :

In Deutschland sind laut IKK etwa 37 Millionen Erwachsene und rund zwei Millionen Kinder und Jugendliche übergewichtig oder sogar fettleibig. Ein Viertel der Erwachsenen leidet an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, und es gibt rund vier Millionen Diabetiker und Diabetikerinnen. Die Zunahme so genannter Zivilisationskrankheiten führt zu hohen Kosten im Gesundheitswesen. Allein Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursachen in Deutschland nach Angaben der Bundesregierung Behandlungskosten von 35 Milliarden Euro jährlich. 25 Milliarden Euro werden für die Behandlung von Krankheiten des Muskel- und Skelettsystems gebraucht. 30 Prozent aller Gesundheitskosten gehen auf ernährungsbedingte Krankheiten zurück. Sie betragen jährlich mehr als 70 Milliarden Euro.

Aus diesen Gründen rückt eine gesunde Lebensweise, Esskultur und auch die Ernährungs- und Verbraucherbildung in Kitas und Schulen immer mehr in den Fordergrund. Zumal wir auch in der täglichen Werbung z.B. des Fernsehens mit ziemlichen irrrelevanten Werbespots zum Thema Ernährung für Kinder zu rechnen haben. Da wachsen Fruchtsaftflaschen an Bäumen, statt Obst, da sind Gummibärchen so gesund, weil sie nicht tropfen und viele Vitamine enthalten und bestimmte Sorten Schokolade erhalten viele gesunde Zerialien.

Außerdem gibt es immer mehr Menschen in unserem Land die eine defizitäre Bildung im Bereich gesunder Ernährung, das Kennen gesunder Lebensmitteln, gesundes Kochen und Haushaltsführung haben. Das Fehlen dieser Alltagskompetenzen zieht sich eigentlich durch alle Schichten der Bevölkerung. Jedoch können wirtschaftlich besser gestellte Familien dieses Defizit besser abfangen und kompensieren. Eine starke Ausprägung eines gestörten Essverhaltens und fehlende Grundkompetenzen bei Kindern und Jugendlichen aus Familien mit niedrigem Sozialstatus und Migrationshintergrund wird in vielen Analysen herausgestellt.

Die Gesundheitsziele der einzelnen Bundesländer, diverse bundesweite Projekte und die Unterstützung der Schulen bei der Umsetzung der Qualitätsstandards der Schulverpflegung, sind zwar Schritte in die richtige Richtung, reichen aber bei weitem nicht aus. Wir brauchen eine gezielte Ernährungsberatung von Anfang an. Kinder und Eltern müssen von Anfang an spielerisch einbezogen werden. Gesundheitsförderung muss als ganzheitliche Aufgabe und Prävention verstanden werden.

Die Kinder und auch die Eltern müssen wieder lernen ihren eigenen Körper positiv wahrzunehmen. Kinder und Eltern können in verschiedenen geförderten Projekten gesunde Ernährung lernen, ohne es selbst zu bemerken, nämlich spielerisch. Dadurch sind sie dann durchgängig mit Freude bei der Sache. Beiläufige Lernprozesse wirken am nachhaltigsten und können Verhaltensweisen grundlegend ändern. Das ist besonders wichtig mit Blick auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Kinder und auch Eltern müssen gerade in Sachen gesunder Ernährung heutzutage neu lernen, weil eben in dieser Frage häusliche oder zivilisatorisch bedingte Defizite vorliegen. Hier bietet sich ein pädagogisch verantwortungsvoller Medieneinsatz an, um Themen der Gesundheitsförderung spielerisch und kindgerecht umzusetzen:

  • Was macht mich krank?

  • Was erhält mich körperlich und geistig fit?

  • Rohkosterlebnisse

  • Wie schmeckt ein Apfel?

  • Trinkerlebnisse

  • Kräutersammeln und gesund verwerten

Solche verschiedenen Projekte, unter Einbeziehung der Eltern, Kitas und Schulen, können zu einer neuen und gesunden Sichtweise führen. Nur wenn sich der Kreis gesunde Ernährung, Bewegung, Eltern Kinder, Kitas und Schule schließt, werden Synergieeffekte erzeugt die langlebig sind und zukunftsweisend Prävention für ein gesundes langes Leben einschließen. Charme hätte es natürlich, nicht nur projektbezogen in den einzelnen Bundesländern finanziell zu fördern, sondern die Förderung bundesweit für alle Schulen und Kitas auszuweiten, um so eine bundesweite Prävention in Sachen Gesunder Ernährung, kostenloses oder kostengünstiges Mittagessen und Bewegung von Anfang an zu erreichen.

Und zum Schluss noch ein Kommentar Neues Deutschland, 7. Juli 2011

Jammern auf hohem Niveau, könnte man meinen, wenn man den UN-Bericht zur sozialen Lage in Deutschland überfliegt. Schließlich ist die reiche Bundesrepublik nur eines von 192 UN-Mitgliedern. Und wenn man an Armut und Diskriminierung denkt, fallen einem zuerst Staaten wie Afghanistan, Burkina Faso oder Ruanda ein. Aber Deutschland? Die Armut hier hat andere Gesichter. Dennoch gibt es sie. Armut hierzulande ist nicht Unterernährung, sondern Fehlernährung. Ungesundes Junk Food statt Bio-Lebensmittel. Armut hierzulande ist nicht unbedingt Analphabetismus. Armut hier heißt Hauptschule oder Schulabbruch. Und Diskriminierung macht sich hier nicht in Form von Vertreibung oder Bürgerkrieg bemerkbar. In Deutschland erfolgen Benachteiligung und soziale Ausgrenzung von Minderheiten viel subtiler. Jeder türkischstämmige Deutsche in der zweiten oder gar dritten Generation kann ein Lied davon singen. Mal ist es eine Hauptschulempfehlung, die trotz guter Noten ausgesprochen wird. Mal ist es eine Polizeikontrolle, in die man gerät, weil man irgendwie anders aussieht. Sicher kann man die Zustände in Deutschland nicht mit denen in Burkina Faso vergleichen. Es ist eine andere Art von Armut, deren Auswirkungen hier jeden Tag Millionen Kinder zu spüren bekommen. Aber Armut muss in all ihren Formen bekämpft werden. Hier und in Burkina Faso.“

Dem habe ich nichts mehr hinzuzufügen, liebe Leserinnen und Leser.

Heidelinde Penndorf

Quellen:

http://www.unicef.de/fileadmin/content_media/mediathek/I_0020_Lage_der_Kinder_in_Deutschland_2011-12.pdf

http://www.landtag.sachsen-anhalt.de/intra/landtag3/ltpapier/drs/5/d1258pan_5.pdf

http://www.dielinke-fraktion-lsa.de/fileadmin/Fotos/Konzept2011/2011_chancen_kurz.pdf

http://www.dielinke-fraktion-lsa.de/fileadmin/Fotos/Konzept2011/0910-BildungChancen-Broschuere-Endf.pdf (Seite 12)

QUELLE http://ndsdresden.wordpress.com/2012/05/17/deutschland-verspielt-die-zukunft-der-kinder/

BILD http://www.abendblatt.de/politik/deutschland/article1551667/Armut-in-Deutschland.html

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blogbeiträge zum thema

KINDER KLAGEN AN

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https://mantovan9.wordpress.com/2011/07/11/kinderarmut-kinder-haben-hierzulande-keine-lobby/

https://mantovan9.wordpress.com/2011/07/06/un-kritik-an-deutschland-trifft-ins-schwarze/

https://mantovan9.wordpress.com/2011/05/20/regierung-enthullt-wahres-ausmas-der-kinderarmut/

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Feldversuch Jobcenter?

Milgram-Experiment

Feldversuch Jobcenter?

von Norbert Wiersbin 

Schon unmittelbar nach dem (vorläufigen) Ende der faschistischen Diktatur in Deutschland stellte sich die Wissenschaft die Frage, was den einzelnen Menschen dazu bewegen könnte, dem staatlichen Verbrechen willfährig zu dienen.

Um eine vergleichbare Frage kommt tagesaktuell der kritische Beobachter des Hartz-Systems nicht herum.

Der amerikanische Psychologe Stanley Milgram entwarf 1961 eine aufsehenerregende  Versuchsanordnung, um die Phänomene Autorität und Gehorsam auf ihre sozialpsychologische Wechselwirkung zu untersuchen.

Im Mittelpunkt der Untersuchung stand die Frage, inwieweit der Einzelne Anweisungen einer Autorität folgt, selbst dann, wenn sie gegen sein Gewissen, gegen Ethik und Moral oder anerkanntes Recht verstoßen.

Die Ergebnisse sind erschreckend, wie sich in weiteren Versuchen zeigte völlig unabhängig vom Geschlecht, gesellschaftlicher Stellung  oder kulturellem Hintergrund der Probanden.

Anders gesagt: Alle Menschen ticken in dieser Frage gleich, wir müssen mit Schrecken eine universelle Unzulänglichkeit der Gattung Mensch konstatieren.

„Die rechtlichen und philosophischen Aspekte von Gehorsam sind von enormer Bedeutung. Starre Autorität stand gegen die stärksten moralischen Grundsätze der Teilnehmer, andere Menschen nicht zu verletzen, und obwohl den Testpersonen die Schmerzensschreie der Opfer in den Ohren klingelten, gewann in der Mehrzahl der Fälle die Autorität. Die extreme Bereitschaft von erwachsenen Menschen, einer Autorität fast beliebig weit zu folgen, ist das Hauptergebnis der Studie, und eine Tatsache, die dringendster Erklärung bedarf.“

(Stanley Milgram: The Perils of Obedience, Harper´s Magazine, 1974, zitiert nach: http://de.wikipedia.org/wiki/Milgram-Experiment)

Das Experiment erfuhr heftige Kritik aus der  Wissenschaftsgemeinde, nicht etwa wegen des Untersuchungsgegenstands oder der Ergebnisse.

Milgram wurde vielmehr vorgehalten, „ein „traumatisierendes“ Experiment vorgenommen zu haben, das „potenziell schädlich“ für die Versuchspersonen sei.“ (ebenda)

Später wurde aus Langzeitstudien „von Nervenzusammenbrüchen und posttraumatischen Belastungsstörungen (berichtet) und einzelne Teilnehmer hatten noch vierzig Jahre später, als sie nochmals untersucht wurden, gesagt, sie seien diesen Schock, dieses Trauma nie mehr losgeworden, also ein Trauma, Täter gewesen zu sein.“ (ebenda)

So stellt sich tagesaktuell die Frage nach den sozialpsychologischen Ausgangspunkten und nach den Langzeitwirkungen der Umsetzung von Hartz IV für die Mitarbeiter in den Jobcentern sowie für die Leistungsberechtigten, die fälschlicherweise gerne als „Kunden“ bezeichnet werden.

Während die Betroffenen in ihren elementaren Grund- und Menschenrechten verletzt werden, bringen der gesetzliche Rahmen, die politische Intention und eine von der allgemeinen Ethik abweichende Kultur die Mitarbeiter der Jobcenter in bedrohliche  seelisch- emotionale Konflikte.

http://bewusstseinswandel.de/

Ich verweise nochmals auf Milgram’s Kritiker:

Ein traumatisierendes Experiment, das potenziell schädlich für die Versuchspersonen ist.

Ein sachkundiger Kollege formulierte es neulich in einem Gespräch so:

„Das alles ist Mobbing in Reinkultur. Der tägliche Zwang , geltende Grund- und Menschenrechte zu verletzen, die extreme Leistungskontrolle, die schlechte Ausbildung für die Aufgabe, die ständige Überforderung, das alles macht krank und verletzt die Fürsorgepflichten jeden Arbeitgebers“.

Dies alles zu verhindern sind originäre Aufgaben von Betriebs- und Personalräten.

Die hier beschriebenen Aspekte bieten genügend Ansatzpunkte, um im Sinne der Mitbestimmung  die dringend notwendigen Korrekturen des Systems zu initiieren.

Es ist sogar die Pflicht der Mitarbeitervertretungen, für die Gesundheit ihrer Kolleginnen und Kollegen einzuschreiten und derartig  schändliche Gefährdungen zu unterbinden.

Es wird höchste Zeit!

von  Norbert Wiersbin

quellehttp://www.meinherzschlägtlinks.de/index.phpoption=com_content&view=article&id=3466:feldversuch-jobcenter&catid=1:aktuelle-nachrichten&Itemid=50

bild 1 http://de.wikipedia.org/wiki/Milgram-Experiment

bild 2 http://bewusstseinswandel.de/bw1/images/freundfeind.jpg

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mehr zum thema

Das Milgram- Experiment babelsberger filmgymnasium

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Das Monster in uns – Milgram-Experiment

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Die Sanktionspraxis im SGB II und das Milgram -Experiment

mehr http://zb-s-magazin.cwsurf.de/wordpress/?p=40799

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