„EUROPAS SCHANDE“

„Europas Schande“ Gedicht von Günter Grass zur Griechenland-Krise

von ManousosMpourmas

Europas Schande ist ein politisches Gedicht von Günter Grass aus dem Jahr 2012, das die Griechische Finanzkrise, die damit zusammenhängende Protestbewegung im Land und die Beziehungen der Europäischen Union mit dem Staat Griechenland thematisiert. Es erschien auch in der griechischen Zeitung Kathimerini. Im Text wird Griechenland bedauert, das „als Schuldner nackt an den Pranger gestellt“ und „unter Schrottwert taxiert“ werde. Griechenland sei ein „rechtloses Land, dem der Rechthaber Macht / den Gürtel enger und enger schnallt.“
Das Werk besteht aus zwölf reimlosen Strophen zu je zwei Versen in unregelmäßiger Metrik. Das lyrische Ich, wohl der Autor selbst, spricht Europa direkt an. Das Gedicht beginnt mit den Worten „Dem Chaos nah, weil dem Markt nicht gerecht,/ bist fern Du dem Land, das die Wiege Dir lieh“. Griechenland, ein Land, dem „Dank zu schulden Dir Redensart war“, leide. Das „kaum noch geduldete Land“ sei zur Armut verurteilt. Der Autor benutzt die Metapher des Giftbechers, ein Verweis auf den griechischen Philosophen Sokrates, der durch ein Gerichtsurteil zum Tod durch den Schierlingsbecher verurteilt wurde. Grass beschreibt, wie Europa dem Land Griechenland seinen Giftbecher aufdrängt: „Sauf endlich, sauf! schreien der Kommissare Claqueure,/ doch zornig gibt Sokrates Dir den Becher randvoll zurück“.In der fünften Strophe bezieht sich der Autor auf die deutsche Besetzung Griechenlands im Zweiten Weltkrieg — „Die mit der Waffen Gewalt das inselgesegnete Land heimgesucht,/ trugen zur Uniform Hölderlin im Tornister“ — und spielt dabei auf barbarisches Tun der dabei eigene Zivilisiertheit Reklamierenden an, einst wie jetzt. Außerdem bezieht er sich auf die Haltung zur griechischen Militärdiktatur in der Zeile: „Kaum noch geduldetes Land, dessen Obristen von Dir (Europa) einst als Bündnispartner geduldet wurden.“ Der Dichter droht in der vorletzten Strophe einen „Fluch der Götter“ an und schildert in der letzten Strophe die Folgen der falschen Politik für den Täter Europa so: „Geistlos verkümmern wirst Du ohne das Land, dessen Geist Dich, Europa erdachte“.
Das Gedicht ist im antiken Versmaß Anapäst abgefasst quelle: Wikipedia

von ManousosMpourmas

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