Monatsarchiv: Juli 2012

„Deutschlands verlorene Kinder“

Selbstmord bei Jugendlichen

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TÖDLICHE IGNORANZ
Avancieren Deutschlands verlorene Kinder damit zu stummen Anklägern einer erodierenden Gesellschaft? Ist der Freitod der Kinder die logische Folge des unerbittlichen Konkurrenzkampfes um Besitz, Erfolg und Selbstdarstellung der Erwachsenen?

mehr http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/politischesfeuilleton/1806878/

und http://eltern.t-online.de/suizid-jugendliche-toeten-sich-selbst/id_42241056/index

informationen zum thema

Jugendarmut in Deutschland — IGNORIERT UND AUSGEGRENZT

mehr https://mantovan9.wordpress.com/2012/06/15/jugendarmut-in-deutschland-ignoriert-und-ausgegrenzt/

https://mantovan9.wordpress.com/2011/12/24/strassenkinder-heute-wirds-nichts-geben/

VERLORENE KINDER

gedenkseiten-nach-suizid.jpg

Der Wohnblock liegt im Abend
wie ein böses Tier.
…  wo sie zu Hause sind.

Der Sprechfunk ruft nach ihnen
doch sie bleiben hier.
…  wo sie zu Hause sind.

Sie rücken aneinander
auf der Spielplatzbank.
…  wo sie zu Hause sind.

Der Recorder macht für sie
die Dämmerung lang.
… wo sie zu Hause sind,
… wo sie zu Hause sind.
… wo sie zu Hause sind
… wo sie zu Hause sind

In die warmen Länder
würden sie so gerne fliehn,
die verlornen Kinder
in den Straßen von Berlin.

Der Wohnblock spuckt sie
in den kalten Wind.
… wo sie zu Hause sind.
Ab und zu nur sieht
einer frierend hin.
… wo sie zu Hause sind.
Wo die Fenster locken
mit so gelbem Licht.
…  wo sie zu Hause sind.
doch sie wissen,
diese Zimmer wärmen nicht.
… wo sie zu Hause sind.
… wo sie zu Hause sind.
… wo sie zu Hause sind.

In die warmen Länder
würden sie so gerne fliehn,
die verlornen Kinder
in den Straßen von Berlin.

In die warmen Länder
würden sie so gerne fliehn,
die verlornen Kinder
in den Straßen von Berlin.

… wo sie zu Hause sind.
… wo sie zu Hause sind.
… wo sie zu Hause sind.

In die warmen Länder
würden sie so gerne fliehn,
die verlornen Kinder
in den Straßen von Berlin.

Zu den alten Linden,
die nur in der Ferne blühn
die sie nicht mehr finden
in den Straßen von Berlin.

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FOTO http://www.beileid.de/gedenkseiten-nach-suizid/

EPILOG http://variable60.blog.de/2012/05/19/schattenkinder-13704843/

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ESM/FISKAL: Russisch Roulette

DAS PERFEKTE LEGALE VERBRECHEN

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Auszüge aus dem ESM Vertrag

von Deutsche Renten Information e.V.

mehr http://de.wikipedia.org/wiki/Euro-Rettungsschirm

und http://de.wikipedia.org/wiki/Russisch_Roulette

Fiskalpakt – kommentiert Volker Pispers

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informationen zum thema

BRECHSTANGE FISKALPAKT http://www.jungewelt.de/2012/07-25/023.php

UND http://www.jungewelt.de/2012/07-17/020.php?sstr=esm

http://www.fiskalpakt-stoppen.de/aktuell/eurokrise/fiskalpakt/fiskalpakt/

Das perfekte Verbrechen

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Wir haben keine Schuldenkrise sondern eine Reichtumskrise

attac cottbus

von Rüdiger Heescher

Wir haben keine Schuldenkrise sondern eine Reichtumskrise.

Gäbe es keine Schulden, dann gäbe es auch kein unglaubliches Kapital, was nicht mehr weiss, wo es investieren soll und muss nun lauter Fantasiefinanzprodukte erfinden um virtuell investieren zu können. Das hat Karl Marx schon beschrieben.

Deswegen kollabiert das System und schaukelt sich immer weiter auf in neue Blasen, die zerplatzen.

Und der Bürger soll nun für die geplatzten Blasen, die das Kapital selbst verursacht hat bezahlen.

So einfach lässt sich der ganze Sachverhalt darstellen ohne dabei zu verkürzen oder zu verfälschen.

Diese Darstellung ist in keinster Weise populistisch, sondern ist das Fazit der ganzen Analyse, die Karl Marx schon in 3 Bänden ausgeführt hat und auch nicht von Neoliberalen bestritten wird. Also was wäre dann die logische Konsequenz, wenn wir eine Reichtumskrise haben, wo das Kapital nicht mehr investieren kann?

Den Reichtum teilen.

Wenn die Logik nicht mehr fnktioniert, was des einen Schulden sind sind des anderen Reichtum und es bringt nichts, dass es diesen Reichtum gibt, dann muss der Reichtum einfach geteilt werden, denn er liegt ja nur in wenigen Händen. Es ist also letztlich nur eine logische Schlussfolgerung rein ökonomisch betrachtet.

http://freezonechef.servertalk.in/

Was aber jetzt passiert ist etwas ganz anderes.

Man produziert noch viel mehr Kapital, was dann wiederum nicht investiert werden kann. Man erzeugt also jetzt mit einem Kapitaleinsatz von 700 Mrd Euro im ESM nochmal eine Blase, die viele Bio Euro durch Fantasieprodukte erzeugt und schmeisst es denen in den Rachen, die sowieso schon nicht mehr wissen, wo sie investieren sollen.

Es gibt immer noch Menschen trotz Dauerkrise, die glauben, dass man diese Dimensionen von Reichtum in wenigen Händen bändigen könnte. Abgreifen durch eine Finanztransaktionssteuer z.B. oder dem Kapital etwas anbieten,was neue Wertschöpfung schafft wie die Grünen glauben mit einem green new deal dieses Problem zu retten. Doch sie verkennen dabei eines:

Es ist ein systemisches Problem.

Die Dynamik dieser Entwicklung liegt  also im System selbst und selbst wenn immer wieder neue Wertschöpfungsmärkte geschaffen werden sollten, wie man es im IT Markt 2001 gesehen hat oder selbst wenn man jetzt weltweit nur noch alles mit Solarkollektoren pflastern würde, so würde sich das Kapital darauf stürzen und wiederum eine Blase erzeugen, die dann von einigen wenigen genutzt wird zur Kapitalakkommulation, also in Umgangssprache ausgedrückt:

Dort wo schon ein Haufen liegt, wird ein Misthaufen draus.

Monopole bilden sich dann erst recht, Wettbewerb existiert nicht mehr und auch diese Riesen wissen dann wieder nicht wo sie noch wertschöpfend investieren können. Es wird also alles nur noch schlimmer statt besser.

Daher bleibt nichts anderes übrig als Reichtum zu teilen, schon alleine um mit einer grösseren Geldmenge einen Neustart für Investitionen machen zu können. Nur ist auch völlig klar, dass die wenigen, die diesen Reichtum haben das ganze nicht so sehen.

Freiwillig werden sie nicht teilen.

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TAFEL-KRITIK!

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Tafel-Kritik: Arbeitslose nicht als Begleitmusik für
20-Jahre-Tafel-Jubelfeiern missbrauchen

von Hartz4-Plattform die Hartz IV-Lobby
Für die Hartz4-Plattform stellt sich die Frage: Ist ein Aktionsbündnis aus mehrheitlich Tafel-Anbietern wirklich tafel-kritisch? Beim ersten Treffen des „kritischen Aktions-bündnisses 20 Jahre Tafeln“, Ende Juni in Berlin, kam die Mehrheit der Teilnehmer aus dem Kreis der kirchlichen Anbieter der Tafel-Ausgabe-stellen, von Caritas und Diakonie, sowie von tafelähnlichen Einrichtungen.
Da wundert es wenig, dass später im Protokoll zu lesen ist: „Die Mehrheit der Anwesenden stellte sich hinter die Idee, nicht plakativ gegen die Tafeln zu sein bzw. vorzugehen“ und nur „einige TeilnehmerInnen wünschten sich eine fokussierte Tafelkritik“.
Letztere waren Vertreter von vier Hartz IV-Initiativen, von denen kurz nach dem Treffen zwei Gruppen das Bündnis bereits wieder verlassen haben. Für sie steht in dem Bündnis, das Prof. Dr. Stefan Selke gegründet hat, die Glaubwürdigkeit einer ernsthaften Kritik am System der Tafeln in Frage. Nach Recherchen der Hartz4-Plattform kann das als Rahmen ins Auge gefasste Forschungsprojekt Tafel-Monitor, keine glaubwürdige Grundlage für Tafel-Kritik darstellen.
Man fühle sich nach Einschätzung der Hartz4-Plattform eher als Begleitmusik für die Tafel-Jubelfeiern im nächsten Jahr missbraucht. Immerhin definiert das Hochschulprojekt sein Forschungsziel dahingehend, dass es „dezidiert die Seite der Hilfe-Anbietenden in den Blick nimmt“. Nicht zuletzt ist auch seine enge Vernetzung mit der Gründerin der Berliner Tafel sowie Berliner Tafel Stiftung, Sabine Werth, ein Ausschluss-Kriterium für die Mitarbeit in diesem – nach Ansicht von Brigitte Vallenthin – alles andere als tafelkritischem Bündnis.
Das „kritische Aktionsbündnis 20 Jahre Tafeln“ ist, so beschrieb Prof. Selke seine Entstehung, eine Idee des „Tafelsymposium“ 2012 [1], der jährlichen Veranstaltung des bis zum Sommer 2013 vom Land Baden-Württemberg geförderten Forschungsprojekts „Tafel-Monitor“.
Der „Tafel-Monitor“, ein Forschungsprojekt der Hochschulen Esslingen und Furtwangen, beschränkt sich ausdrücklich nur auf die Interessen der Tafel-Anbieter. Seine Kooperationspartner [2] kommen ausschließlich aus den kirchlichen Verbänden – also von den Betreibern der Tafel-Ausgabestellen. Im Projektbeirat aus Tafel-Praktikern [3] – sitzen Sabine Werth und Vertretern aus Kirchen- und Sozialverbänden sowie Universitäten.
Die Seite der Tafel-„Kunden“ ist in diesem Gremium ebenso wenig vertreten wie die der Tafel-Kritiker. Folglich ist die Zielorientierung auch auf das Fortbestehen des Tafelsystems gerichtet. Sowohl Tafel-Monitor als auch das von Prof. Stefan Selke ins Leben gerufene sogenannte kritische Aktionsbündnis blenden bewusst die Hauptgrundlage jeder Tafel-Kritik aus, nämlich – abgesehen von zahlreichen mittlerweile beteiligten Branchen wie Automobilindustrie, Postdienstleistern, Elektronik- und Einzelhandels-Konzernen -, den wirtschaftlichen sowie profitablen immateriellen
Nutzen für die Lebensmittelindustrie:

  • Kosteneinsparung mittels Biomüll-Entsorgung durch die Tafeln,
  • Steuergeschenke durch Spendenquittungen für das Entsorgte und
  • kostenlose Image-Werbung.

Absurder Weise siedelt der Tafel-Monitor auch die Tafeln bereits „im Netz der Hilfsorganisationen“ und im „Wohlfahrtsmix“ an und präsentiert unter den zahlreichen Tafel-„Optimierungs“-Zielen beispielsweise „für die Träger und Interessenvertretungen von Tafeln die erhöhte Transparenz

  • hinsichtlich des Gebrauchswertes des Angebotes,
  • auch in Hinblick auf die Öffentlichkeitsarbeit der Tafeln,
  • sowie die Basis für eine fundierte Diskussion der Funktion und
  • Position der Tafeln im bundesdeutschen Wohlfahrtsmix“

Und nach der am Anbieter-Nutzen orientierten Marktforschung des „Tafel-Monitor“ formuliert dann auch das Aktionsbündnis als erstes Ziel ein kritisches öffentliches Bewusstsein über den Zusammenhang von Sozialstaatsabbau und Tafeln (…) zu befördern“, eine Zielvorgabe, die pikanter Weise eine erstaunliche Nähe zur Ablenkungsstrategie des Bundesverbandes der Tafeln in seiner Presseerklärung vom 20. Juni offenbart, wo es heißt:
„Sozialpolitik muss endlich handeln!“,
so als handelten die Tafeln als selbstlose Gutmenschen, um dem Sozialstaat unter die Arme zu greifen. Dabei wäre es – wenn der Wohltäter-Drang tatsächlich so groß wäre – für die Player im Tafelsystem ein leichtes aus diesem – dem „Nestle-Prinzip“ ehemaliger Dritt-Welt-Entmündigung – vergleichbaren System auszusteigen und auf Basis der bestehenden Strukturen die Privatisierung in Arbeitslosen-Hand voran zu treiben – das Almosen-Empfänger-System also in tatsächlich selbstlose, praktische Hilfe zur Selbsthilfe umzuwandeln.
Stattdessen, stellt die Hartz4-Plattform fest, bauen nicht nur die Tafeln ihr bestehendes System mit Beschleunigung aus – sie vernetzen sich zunehmend mit anderen Bereichen der Armutsindustrie zu eigener, profitabler Wirtschaftsmacht. So ist beispielsweise Sabine Werths Berliner Tafel Stiftung [4] in Berlin [5] . Goldnetzgründerin, Gisela Pfeifer-Mellar, ist stellvertretende Vorstands-Vorsitzende von Werths Stiftung. Und Goldnetz wiederum soll inzwischen zu den größten Arbeitgebern im Berliner Bezirk Mitte gehören – im Angebot Sozialmärkte und vor allem Fortbildungen auf Rechnung von Bildungsgutscheinen der Bundesagentur für Arbeit.
Das Unternehmen empfiehlt sich auf seiner Website mit den Angeboten: „Entwicklung und Umsetzung von Beschäftigungs- und Qualifizierungs-Projekten im Rahmen der Arbeitsförderungs-, Bildungs- und Sozialpolitik ..Im Wesentlichen sind das die Instrumente und Programme des SGB II und III, beispielsweise .  Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwands-Entschädigung … Arbeitsgelegenheiten mit Entgelt und berufliche Weiterbildung“ – d.h. 1€-Jobs und Mini-Jobs.
Inzwischen hat das Aktionsbündnis zwar den Namen Sabine Werth sowohl von seiner Startseite als auch von der Mitgliederliste gelöscht. Es darf allerdings bezweifelt werden, dass deshalb die „Mutter der Tafeln“ dort keine zentrale Rolle mehr spielen wird. An vollmundigen Erklärungen und dem Selbstbewusstsein, in den unterschiedlichsten Initiativen, in allen Gassen also unterwegs zu sein, mangelt es ihr nicht. Bereits im taz-Interview vom 19.12.2010 hatte sie sogar gemeint, das nötige „Charisma“ zu besitzen, um soziale Proteste in Gang zu bringen. Und am 26.05.2011 erklärte sie auf einer Veranstaltung der Bürgerinitiative bedingungsloses Grundeinkommen Berlin: „ich bin ganz bestimmt Trägerin des Ehrenamts-Gens, ganz sicher“ und: Menschen, denen „das am Arsch vorbeigeht, sind Menschen mit denen ich nichts zu tun haben will“.

MedienGuerilla

Neben der Hartz4-Plattform hat sich inzwischen auch das Soziale Zentrum Höxter, für das Thomas und Margit Marion Mädel am Berliner Treffen teilgenommen haben, von dem „kritischen Aktionsbündnis 20 Jahre Tafeln“ verabschiedet.

[1] armutsnetzwerk.de/index.php

[2] http://www.tafelforum.de/tafel-monitor/kooperationspartner.html

[3] http://www.tafelforum.de/tafel-monitor/projektbeirat.html

[4]http://www.tafelforum.de/tafel-monitor/projektbeirat.html

[5] http://www.goldnetz-berlin.org/index.php?id=unternehmen Hartz4-Plattform die Hartz IV-Lobby Fon 0611-1721221 Mobil 01525-3520721 info@hartz4-plattform.de www.hartz4-plattform.de www.hartz4-beratung.de

VON: HARTZ4-PLATTFORM

quelle http://www.scharf-links.de/88.0.html?&tx_ttnews[tt_news]=26722&tx_ttnews[backPid]=56&cHash=08e6ca4524

foto MedienGuerilla

blogbeiträge

Die Tafeln müssen weg

https://mantovan9.wordpress.com/2012/06/23/das-suppenkuchenland-wohltatigkeit-mit-verfallsdatum/

https://mantovan9.wordpress.com/2012/05/30/wohltatigkeit-mit-verfallsdatum/

https://mantovan9.wordpress.com/2012/04/03/offener-brief-an-die-vorstande-der-gewerkschaften/

https://mantovan9.wordpress.com/2012/03/22/wir-mussen-leider-drausen-bleiben/

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DU bist das Meer und DU bist der Markt

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Metaphersprache: DU bist das Meer und DU bist der markt

VON Ioannis Koch

ich werde nicht muede werden, jenen zuzurufen, die ihren trockenen platz im ozean verteidigen, um den ozean zu verhindern:

„Das meer wird dir, gegen ende, auch diesen platz nehmen, denn das Meer wird so lange recht haben, so lange man ihm nicht sein wasser entzieht. das aber werde ich keinem raten, denn dann haette er ein noch groesseres bedraengnis.

das meer braucht dich nicht, du aber brauchst das meer.

willst du regeln fuer das meer, fuer den markt, weil das meer dich ertrinken laesst und der markt dich erschlaegt? dann fang an, aber DU bist das Meer und DU bist der markt; und versuche nicht zu tricksen, weil Du glaubst klueger als der markt zu sein, und du meinst, das meer mit dem heisluftfoehn von deinem trockenplatz fernzuhalten.

quelle Ioannis Koch

foto http://www.tc-allround.de/Fotografien/Mann-im-Meer.jpg.html

mehr zum thema

Markt http://de.wikipedia.org/wiki/Markt

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Das “geeinte Europa” hat nur die Banken geeint

Euro Europa ist gescheitert

von Dieter Carstensen

Nur noch Blinde oder Gläubige können übersehen, dass der Euro in Europa gescheitert ist. Es ist doch nur eine Frage der Zeit, wann der Bundestag mal wieder zu einer „Bankenrettungssondersitzung“ wie im Fall Spanien zusammen kommen muss.

Jeder Mensch, der Zusammenhänge erkennen kann, müsste eigentlich merken, dass der Euro und diese Form einer EU vollkommen gescheitert sind.

In Spanien gehen täglich hunderttausende verarmter und entrechteter BürgerInnen auf die Strasse, aus Verzweiflung und Wut über ihre einzig durch skrupellose Banken verursachte Situation.

LACIANA - TE LLEVO EN MI A.D.N.

In Italien brodelt es, Portugal ist am Ende, Zypern auch nicht mehr zahlungsfähig. Ungarn und Rumänien sind zwar EU Mitglieder, aber ihre „Demokratien“ dermassen fragwürdig wg. der Missachtung von elementaren Menschenrechten, dass selbst die EU-Komission schon beide Staaten deswegen abgemahnt hat.

Das „geeinte Europa“ hat nur die Banken geeint, in ihrer skrupellosen Gier nach mehr Geld. Die Bevölkerung blieb auf der Strecke.

Wenn 800.000 Haushalte in Deutschland ohne Strom leben müssen, weil sie ihn einfach nicht mehr bezahlen können und er ihnen abgestellt wurde, wenn Frauen in Portugal sich prostituieren müssen, um ihre Familien durchzubringen und wenn in Italien die Selbststötungsraten in die Höhe schnellen, wie nie zuvor, was ist das denn für ein Europa?

All diese Fakten kann jeder leicht „ergooglen“, ich verzichte daher auf ausführliche Quellenangaben. Wer z.B. die Fernsehnachrichten aufmerksam verfolgt, hat bestimmt mit bekommen, dass selbst konservative Wirtschaftswissenschaftler und Politiker mittlerweile eine „Zweitwährung“, nämlich die alte DM für Deutschland fordern.

Eine der vielen Quellen siehe hier:

http://www.rp-online.de/politik/eu/koppelin-regt-d-mark-als-zweitwaehrung-an-1.2914100

Wenn schon eine konservative Zeitung wie die „Rheinische Post“ aus Düsseldorf solche Meldungen wie am 18.7.12. bringt, dann ist es ernst.

Zitat: „Der FDP-Politiker Jürgen Koppelin schlägt in der Eurokrise eine Zweitwährung unter anderem für Deutschland vor. Nach seiner Auffassung sollte es in vielen Eurostaaten vielleicht zwei Währungen geben.“

Euro Europa ist gescheitert, wer daran noch glaubt, kann auch an den Papst, den heiligen Geist oder die Deutsche Bank glauben.

von Dieter Carstensen

Editorische Anmerkung des Verfassers: Dieser Beitrag darf gerne von anderen Blogs und Internetzeitungen übernommen werden, unter Angabe der Quelle und, bei Veröffentlichung, kurze E-mail über das Kontaktformular der Homepage:

quelle http://www.dieter-carstensen-waldbroel-nrw.homepage.t-online.de/

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informationen zum thema

aktuell BERICHT ÜBER PROTESTE IN SPANIEN

von http://user/antikriegTV

Europa – Spirale nach unten http://www.nachdenkseiten.de/?p=13929#h01

BLOGBEITRAG https://mantovan9.wordpress.com/2012/05/28/europas-schande/

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Eingeordnet unter AKTUELLES, Finanzkrise, Internationales

„Die Würde des Volkes zeigt sich auf der Straße.“

bleiben wir nur mal bei 600 Tausend < ||||||||||| > und ich traeumte einmal von 70 Tausend in Berlin … ein ueberaus deutliches zeichen fuer erlittenen realitaetsverlust in der einschaetzung deutscher verhaeltnisse. daran habe ich wieder lange abzuarbeiten …
Ich moechte den folgenden Appell in meine Chonik schreiben, denn ich habe wieder eine winzige Hoffnung entstehen lassen …
die Stationen tragen ihre vielfaeltigen Wirkungen vor sicher her; ueber ungezaehlte Laender, Zeiten und Opfer.
In Hellas wurden die Praemissen noch im Interesse veralteter ueberkommener Interessen entschieden, doch in Spanien zeigt sich ein erster achtungsvoller Widerstand.
Nicht zuletzt gegen unvorstellbare deutsche geschaeftliche Vorteilsnahmen, die durch jahrzehntelange beguenstigte Entwicklungen ungeheure materielle Sicherungen verbuchten.
Nicht ohne den entsprechenden Schein bei Waehlern, denn Regierungen haben diesen Verlauf als ihren Erfolg verkauft. Das, was deutscher mehrheitlicher Waehlerwille, bis zum Tage, fuer Stillhalten aus ‚guten Gruenden‘ haelt, ist in Wahrheit auch der erhebliche Zugewinn aus postumen Hegemonialbestreben wirtschaftlicher Vormacht zuzuschreiben. Was in diesem Satz so geschaeumt daherkommt laesst sich fuer den Laubblaeser in dem Halbsatz zusammen fassen, dass, beispielsweise, TV-Gebuehr, Urlaub und Benzinpreis im Schleudergang zu haben sein muss.
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Eingeordnet unter AKTUELLES, Schwerpunkt