Tagesarchiv: 2012/10/18

Wir fordern die ganze Wahrheit über den Suizid von Marius

„Vor dem Berliner Reichstag hat sich am 13.10.12, dem GlobalNoise-Tag, ein Mann das Leben genommen. In den Medien wurde übereifrig betont, dass der Freitod keine politische Handlung war“

Suizid vor dem Reichstag am 13. Oktober 2012

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von Er KaEm

Was in anderen Ländern über offene Repression und Zensur erreicht wird, nämlich das totschweigen gewisser Missstände, wird in diesem Land durch eine äußerst perfide und gemeine weil extrem subtile und für „Laien“ kaum bemerkbare Art von Gehirnwäsche erzielt, die dafür sorgt, das Missstände sich so zu sagen „von allein“ totschweigen und selbst die betroffenen oft nicht bereit sind diese öffentlich anzuzeigen…

es ist diese seltsame Mischung aus Psychologisierung und Individualisierung die seit den 90ern massivst betrieben wird:

„Jeder ist für sein Glück, für seinen Erfolg, für sein Wohlergehen selbst verantwortlich – und wenn´s nicht klappt, dann ist nicht etwa das system dran schuld sondern der Betroffene selbst.

Er hat einfach nur nicht richtig gewünscht oder gearbeitet oder seine Persönlichkeit gecoacht oder optimiert…

also ab mit ihm zum Coach, zum BurnOut Berater oder zum Psychologen. Und die ganz großen „Looser“, die absoluten verlierer am besten in die Klapse und mit Psychopharmaka ruhiggestellt.“

Und diese mauer des selbsverordneten Schweigens gilt es, zu durchbrechen…

textquelle Er KaEm

mehr zum thema

fotomontage http://www.atase.de/blog/ehrfurcht-vor-dem-leben/berlin-suizid-vor-dem-reichstagsgebaude-am-globalnoisetag/#update

http://www.schweizmagazin.ch/news/ausland/11671-Deutscher-zndet-sich-vor-Reichstag—tot.html

lobby-medienbeiträge zum thema

Mann stirbt nach Selbstanzündung vor dem Reichstag

hier lesen http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta%2Fpage&atype=ksArtikel&aid=1350111662865

Selbstmord, weil er obdachlos wurde?

„Was in ihm vorging, steht in einem Abschiedsbrief. Über den Inhalt schweigt die Polizei, sagt nur: „Es sind persönliche Gründe.“ Einer davon könnten seine üblen Studienbedingungen sein. Martin G. hatte sein Abi in der Erwachsenenbildung nachgeholt, wollte Lehrer werden. Er fand  keine Wohnung. Die gibt es in der westdeutschen Uni-Stadt, in der er studierte, kaum zum erschwinglichen Preis. Eine örtliche Zeitung berichtete, dass er und über 20 weitere Studenten in eine Notunterkunft mussten.“

weiterlesen http://www.berliner-kurier.de/polizei-prozesse/todesdrama-vorm-reichstag-selbstmord–weil-

UND http://www.berliner-kurier.de/polizei-prozesse/vor-den-augen-hunderter-besucher-er-zuendete-sich-vor-dem-reichstag-an,7169126,20589342.html

http://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/vor-den-augen-hunderter-menschen-mann-zuendet-sich-vor-dem-reichstagsgebaeude-an/7251312.html

informativer link zum thema wohnungsnot  http://www.zeit.de/studium/uni-leben/2011-02/studenten-wohnungsnot-2

EPILOG:

VON BERTOLT BRECHT

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