Monatsarchiv: Oktober 2013

Update: „Die Kleinen hängt man, die Großen lässt man laufen“

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Vorwort von ERICH KÄSTNER

Zweitausend Jahre sind es fast, seit du die Welt verlassen hast, du Opferlamm des Lebens! Du gabst den Armen ihren Gott. Du littest durch der Reichen Spott. Du tatest es vergebens!

Du sahst Gewalt und Polizei. Du wolltest alle Menschen frei und Frieden auf der Erde. Du wusstest, wie das Elend tut und wolltest allen Menschen gut, damit es schöner werde!

Du warst ein Revolutionär und machtest dir das Leben schwer mit Schiebern und Gelehrten. Du hast die Freiheit stets beschützt und doch den Menschen nichts genützt. Du kamst an die Verkehrten!

Du kämpftest tapfer gegen sie und gegen Staat und Industrie und die gesamte Meute. Bis man an dir, weil nichts verfing, Justizmord, kurzerhand, beging. Es war genau wie heute.

Die Menschen wurden nicht gescheit. Am wenigsten die Christenheit, trotz allem Händefalten. Du hattest sie vergeblich lieb. Du starbst umsonst. Und alles blieb beim alten. (ERICH KÄSTNER)

Kunst http://de.wikipedia.org/wiki/Wagenklasse

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rate – wer kommt ins Gefängnis ?

eine 87 jährige obdachlose „schwarzfahrerin“ mit geringer rente und Nebentätigkeit als Putzfrau 😦 oder ein Steuerbetrüger ?

richtig!!! die obdachlose „schwarzfahrerin“ 😦

 

vorhang auf!

Ohne Fahrkarte in Wuppertal: Haftbefehl gegen schwarzfahrende „Oma Gertrud“

…“Den Staat würde die Frau pro Hafttag 115 Euro kosten. Hinzu komme noch die medizinische Überprüfung ihrer Haftfähigkeit. Dabei könnte die rüstige Dame als Strafe doch besser Parks oder Kirchen säubern.“..“sagte ein Sprecher des nordrhein-westfälischen Justizministeriums.“ (Anmerkung: Zwangsarbeit für schwarzfahrens?)

quelle http://www.spiegel.de/panorama/justiz/wuppertal-haftbefehl-gegen-schwarzfahrende-oma-gertrud-a-920700.html

aufgelesen – Der deutsche Beamte …

… arbeitet zuverlässig und korrekt und leckt seinem Dienstherren die Füße. Menschlich arbeitet er nicht. In grenzenloser Ergebenheit, tut er, was von ihm verlangt wird oder von dem er glaubt, daß es von ihm erwartet wird. Das ist heute so und war schon in ganz anderen Gesellschaftsordnungen so. Es war auch die Basis jeglicher deutscher Diktatur bis hin zur heutigen. Machen wir uns da nichts vor. Von wegen Sozialstaat. Dieses Verhalten ist ein Punkt, wo Historiker mit der Aufarbeitung der Geschichte mal hinlangen sollten.

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…Die Frau weiß wenigstens noch Prioritäten zu setzen. Und ahmt mit diesem Verhalten eigentlich nur den Durchschnittssteuerflüchtling nach. Der will sich doch auch nur eine zusätzliche Villa irgendwo gönnen, anstatt den „Fahrpreis“ zu entrichten. Hat Hoeneß sein Verhalten geändert? Wurde hier ein Haftbefehl ausgestellt?

Abgesehen davon, vielleicht kann die Frau ihr Verhalten nicht so einfach ändern? Bekommt ja auch nicht so einfach mehr Rente, damit das ginge. Ist vielleicht mit 87 auch wirklich nicht mehr so rundum-flexibel, wie das der Kapitalist so gerne hätte. Was wollt ihr eigentlich, die Frau geht in dem Alter noch putzen? Für ihren Lebensunterhalt? Wie verkommen ist so ein System? Und dann soll die Entrichtung des Fahrpreises von Bedeutung sein?..

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Der eigentliche Skandal ist ja wohl, dass eine 87-Jährige putzen gehen muss, weil ihre Rente nicht reicht. Dass sie da nicht zu Fuß hinlaufen will, finde ich verständlich. Anstatt die Altersarmut dieser Dame zu beenden, wird sie kriminalisiert und in den Knast gesteckt – unfassbar! Die Krokodilstränen von Richtern und Polizisten machen das auch nicht besser. Und das ihr die Erfüllung der Wünsche ihrer Enkel wichtiger sind als ein überteuerter Fahrpreis, ist aus ihrer Perspektive selbstverständlich nachvollziehbar – und aus meiner auch. In diesem reichen Land herrschen mittlerweile Ansichten und Zustände, die einfach nur noch zutiefst beschämend sind …

aufgelesen http://forum.spiegel.de/f22/ohne-fahrkarte-wuppertal-haftbefehl-gegen-schwarzfahrende-oma-gertrud-99914.html

blogbeiträge https://mantovan9.wordpress.com/2013/06/20/die-kleinen-hangt-man-die-grosen-lasst-man-laufen/

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„22 Zwangsräumungen an jedem Werktag in Berlin“

Paschke-Urteil in Staaken polizeilich durchgesetzt

„Mit mei­ner Zwangs­räu­mung heute ist die Sip­pen­haft in Deutsch­land of­fi­zi­ell wie­der ein­ge­führt“, sagte Rai­ner P., heute um 10:05 nach sei­ner Zwangs­räu­mung aus der Woh­nung im Lo­schwit­zer Weg  27, 13593 Ber­lin-​Staa­ken.  Die Kün­di­gung war von der Yp­si­lon-​Lie­gen­schafts-​Ver­wal­tungs GmbH mit dem Ver­hal­ten des Soh­nes der Fa­mi­lie be­grün­det wor­den, der nicht im Miet­ver­trag steht.  Wäh­rend sich das Amts­ge­richt Span­dau noch gegen eine sip­pen­haft­li­che Räu­mung aus­ge­spro­chen hatte, war dies ge­ra­de die zen­tra­le Be­grün­dung im Ur­teil der Rich­te­rin Re­gi­ne Pasch­ke vom Land­ge­richt Ber­lin. Be­reits um 8 Uhr mor­gens hatte der Ge­richts­voll­zie­her an Rai­ners Tür ge­klin­gelt und ihm in freund­schaft­li­chem Ton vor­ge­schla­gen, die Räu­mung vor­zei­tig zu voll­zie­hen.  Rai­ner lehn­te ab und ver­wies auf den Räu­mungs­ter­min.  Ab 9 Uhr sam­mel­ten sich vor der Woh­nung von Rai­ner Nach­ba­rIn­nen, die Mie­ter-​Ini Staa­ken und das Bünd­nis Zwangs­räu­mung ver­hin­dern!, ins­ge­samt etwa 50 Per­so­nen.  Die Po­li­zei sprach ihr auf­fäl­li­ge Per­so­nen be­reits an den Bus­hal­te­stel­len an, nicht zur Woh­nung zu gehen. Vor dem Haus for­der­te sie die Ver­sam­mel­ten auf, sich bis zur nächs­ten Stra­ßen­kreu­zung zu­rück­zu­zie­hen.  Die Ver­sam­mel­ten pro­tes­tier­ten un­be­ein­druckt vor dem Haus und skan­dier­ten Lo­sun­gen wie: „Zwangs­räu­mung bei Yp­si­lon — Ob­dach­lo­sen­pro­duk­ti­on“, dabei wur­den sie von einer Sam­ba­band be­glei­tet. Nach der Räu­mung zog die Ver­samm­lung vor das ört­li­che Büro der Yp­si­lon, und for­der­ten Zwangs­räu­mun­gen ein­zu­stel­len.

„Ei­gen­tü­mer, wie die Yp­si­lon, schi­cken Men­schen für ihren Pro­fit in die Ob­dach­lo­sig­keit.  Unser zi­vil­ge­sell­schaft­li­ches En­ga­ge­ment da­ge­gen, wurde wie immer mit der Po­li­zei be­ant­wor­tet“, kom­men­tier­te Sarah Wal­ter vom Bünd­nis Zwangs­räu­mun­gen ver­hin­dern! „Zwangs­räu­mun­gen sind mitt­ler­wei­le auch am Stadt­rand an­ge­kom­men, aber auch in Staa­ken nicht mehr ge­räusch­los durch­zu­set­zen“, sagte Tom (der selbst von der Yp­si­lon ge­räumt wor­den war) von der Mie­ter-​In­itia­ti­ve Staa­ken. „Unser Wi­der­stand da­ge­gen wird wei­ter­ge­hen.“

Mie­ter-​In­itia­ti­ve Staa­ken: mie­teri­ni­staa­ken (ät) gmx.​de

Bünd­nis Zwangs­räu­mung ver­hin­dern!

Face­book: https://www.facebook.com/zwangsraeumungverhindern?fref=ts

Twit­ter: https://twitter.com/WirKommenAlle

quelle http://zwangsraeumungverhindern.blogsport.de/2013/10/25/paschke-urteil-in-staaken-polizeilich-durchgesetzt/

Informationen zum Thema

„ZWANGSRÄUMUNG – In drei Minuten obdachlos“

„Steigende Mieten und Luxussanierungen vertreiben arme Menschen aus ihren Vierteln. Wer nicht freiwillig geht, dem droht Zwangsräumung. Viele landen auf der Straße.
Am Ende geht alles ganz schnell. Der Gerichtsvollzieher nimmt Rainer P. die Schlüssel ab, ein Schlosser tauscht das Türschloss aus, das war’s. Innerhalb von nur drei Minuten ist der Hartz-IV-Empfänger aus Berlin-Staaken obdachlos. Über elf Jahre hatte er in seiner Wohnung gelebt.

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MADRID: OBDACHLOSE SCHLAFEN IM AUTOBAHNTUNNEL

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Kurzmeldung: „via Juan Miranda Moraga – wenn man in madrid lebt, seine wohnung verloren hat und auf der straße schlafen muss, wird es jetzt richtig teuer: die frau bürgermeisterin will von jedem straßenschläfer jetzt 750 € kassieren.“

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blogbeiträge zum Thema

https://mantovan9.wordpress.com/2013/02/20/spanien-initiativen-gegen-zwangsraumung/

https://mantovan9.wordpress.com/2012/11/04/neulich-in-spanien-wir-sind-friedensnobelpreis/

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Kindersklaven

Ein Resultat von künstlich erzwungener Armut.
Michael molli

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2013/10/27 · 18:19

Hartz-IV News: Massive Verschärfungen geplant und mehr

1. Bundesregierung plant weitreichende Änderungen bei Hartz IV 

Dies betrifft teilweise auch BezieherInnen des SGB XII (Grundsicherung), wenn sie z.B. in einer Haushaltsgemeinschaft mit SGB-II-BezieherInnen leben. Gravierend ist aus meiner, Thomas Kallay’s Sicht, daß unter anderem auch geplant wird, die rechtliche Gegenwehr der LeistungsbezieherInnen praktisch auf Null zu reduzieren… Weiterlesen:

http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/regierung-plant-massive-hartz-iv-verschaerfungen-90015859.php und auch hier:

http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/massive-verschaerfungen-bei-hartz-iv-geplant-90015855.php

und http://altonabloggt.wordpress.com/2013/10/26/verscharfungen-der-hartz-iv-gesetze-geplant/

Fotomontage http://ueberwachungsbuerger.wordpress.com/


2. Jobcenter wollte zur Psychotherapie zwingen

Das Jobcenter Schleswig-Flensburg versuchte einen Empfänger von Leistungen nach dem SGB II (Hartz IV) per Eingliederungsbescheid unter Sanktionsdrohung dazu zu zwingen, sich psychiatrisch behandeln zu lassen. Dass dies Grundrechte verletzt, meint auch das Sozialgericht Schleswig. Gestern traf hier vorab per Fax die Entscheidung im Eilverfahren gegen den Eingliederungsbescheid ein. (Beschluss SG Schleswig S 16 AS 158-13 ER).. Weiterlesen:

http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/hartz-iv-behoerde-wollte-psychotherapie-erzwingen-90015858.php


3. Die Pille kostenlos..

Empfängnisverhütung zur Geburtenkontrolle für Arme? Diesen fahlen Beigeschmack könnte ein Modellprojekt haben, das ab November in Mecklenburg-Vorpommern startet. Auf der anderen Seite ist es sicher gut, wenn die Kosten für Verhütungsmittel nicht mehr vom kargen Hartz IV Regelsatz beglichen werden müssen… Weiterlesen:

http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/bei-hartz-iv-die-pille-kostenlos-90015854.php


4. Hartz-4-Leistungen dürfen nicht ohne Anhörung des Leistungsbeziehers gekürzt werden
Hartz IV-Behörden dürfen Leistungsberechtigte nicht die Arbeitslosengeld-II-Zahlungen kürzen, bevor eine Anhörung stattfand. Das urteilte das Bundessozialgericht mit dem Aktenzeichen B 14 AS 38/12 R… Weiterlesen:

http://www.gegen-hartz.de/urteile/keine-hartz-iv-kuerzung-ohne-anhoerung-18996.html


5. Urteil: Schüler aus Familien in Hartz IV-Bezug haben Anspruch auf Kostenübernahme für Nachhilfeunterricht
Schüler aus Familien, die Hartz IV beziehen, haben Anspruch auf die Kostenübernahme für Nachhilfeunterricht. Das entschied das Sozialgericht (SG) Braunschweig (Aktenzeichen: S 17 AS 4125/12). Im konkreten Fall hatte ein Schüler geklagt, da sich das Jobcenter weigerte, über die Dauer von einem Jahr hinaus, Englischnachhilfestunden zu bezahlen, die der Junge dringend benötigt… Weiterlesen:

http://www.gegen-hartz.de/urteile/hartz-iv-kind-hat-anspruch-auf-nachhilfe-18995.html


6. Auch die Diakonie bemängelt gegenüber dem Bundesverfassungsgericht nun offiziell die aktuelle Hartz4-Regelleistungsbemessung
Neben der Caritas und dem Paritätischen Wohlfahrtsverband kritisiert nun auch ein Gutachten der Diakonie die Bemessung der Hartz IV Regelsätze. Eingehend haben sich die Autoren zu dem Kinderregelbedarf hier und zum Bedarf von Erwachsenen hier geäußert. Somit sagen nun aktuell und offiziell zwei kirchliche Verbände, nämlich Caritas und Diakonie, sowie der Paritätische Wohlfahrtsverband, daß die Bundesregierung entgegen dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes BVerfG 1 BvL 1/09 vom 09. Februar 2010 (sog. „Kallay-Verfahren“) die SGB-II-Regelleistungen für Erwachsene und Kinder eben nicht korrekt und transparent sowie nachvollziehbar neu bemessen hat… Weiterlesen:

http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/diakonie-bemaengelt-hartz-iv-regelsatz-bemessung-90015856.php


7. Interne Weisung eines Berliner Jobcenters diskriminiert Erwerbslose
In einem Berliner Jobcenter werden Erwerbslose in bestimmte Kategorien eingeteilt, aus der sich die Priorität ihrer Betreuung ergibt, wie aus einem Dokument hervorgeht, dass der Piratenfraktion vorliegt. Demnach ist in einer internen Weisung des Jobcenters Lichtenberg von „Querulanten“ und „Dauerkunden“ die Rede. Bereits im Juni diesen Jahres ergab eine Untersuchung des Bundesrechnungshofes, dass Langzeitarbeitslose schlechter betreut werden als Erwerbslose mit guten Chancen auf einen schnellen Wiedereinstieg ins Berufsleben… Weiterlesen:

http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/interne-weisungen-diskriminieren-hartz-iv-bezieher-90015852.php


8. Urteil: Stillende Mütter haben keinen Anspruch auf Mehrbedarf
Stillende Mütter haben keinen Anspruch auf einen Hartz IV-Mehrbedarf aufgrund einer aufwendigeren Ernährung. Das entschied der 6. Senat des Hessischen Landessozialgerichts. Während Schwangeren der Mehrbedarf gewährt wird, müssen Stillende die kalorienreichere Kost vom Regelsatz bestreiten. Denn durch das Stillen entstünden Ersparnisse beim Kauf von Milchnahrung für das Baby, so dass kein Mehrbedarf gerechtfertigt sei, urteilte das Gericht (Aktenzechen: L 6 AS 337/12)… Weiterlesen:

http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/kein-hartz-iv-mehrbedarf-in-der-stillzeit-90015851.php


Weitere Nachrichten, Urteile und Ratgeber: http://www.gegen-hartz.de/

Gegen Hartz bei Twitter: http://twitter.com/hartz4

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Informationen zum Thema

Hängematte Hartz IV?

Arbeiten für 50 Cent Lohn gegen Arbeit, das gilt mehr oder weniger seit Abschaffung der Sklaverei. Hartz-IV-Empfänger scheinen davon ausgenommen. Sie gehen arbeiten der Arbeit wegen. Ein Fall aus dem Nordosten.
Der erste Arbeitsmarkt ist so weit weg wie ehemals weiße Strände auf vergilbten Postkarten. An Ferien, generell an Erbauung ist nicht zu denken. …
Und das, obwohl Peter Krause an vier von fünf Wochentagen arbeiten geht.
„Morgens steht er auf, macht sich fertig und wird mit ein paar anderen aus dem Dorf abgeholt“, erklärt Ehefrau Doris. Gut 20 Kilometer fahren sie in einem Transporter der Arbeiterwohlfahrt, ehe sie an ihrem Arbeitsort ankommen. Dort kümmern sie sich um Grünflächen, reinigen Waldwege, sehen nach dem Rechten. Sechseinhalb Stunden am Tag, bei jedem Wetter, nach besten Kräften. Alles ganz normal werden viele denken, mache ich jeden Tag. Stimmt soweit auch, aber für 3,25 Euro? Die hat Peter Krause am Ende des Tages in der Tasche.

Sein Stundenlohn liegt bei gerademal 50 Cent.

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Dauerkämpfer – Alltag mit Hartz-IV

Knapp 300.000 Erwachsene in Bayern leben von Hartz IV, der Grundsicherung für Arbeitssuchende. Das bedeutet in der Praxis bittere Armut. Viele der Betroffenen kämpfen unter harten Bedingungen um ein würdiges, selbstbestimmtes Leben. Als die beiden BR-Reporter Ute G. in Würzburg besuchen, hat sie noch 1,20 Euro für die letzten fünf Tage des Monats im Geldbeutel. Und es dauert nicht lang, bis sie im Interview in Tränen ausbricht. „Wenn Du bedenkst, da hast Du Dein ganzes Leben geschafft, und jetzt ist es so …“

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blogbeiträge aktuell

https://mantovan9.wordpress.com/2013/10/26/kinderarmut-gibt-es-nicht/

https://mantovan9.wordpress.com/2013/10/22/update-hartz-freie-zone/

und am ende wartet altersarmut – hausgemacht durch lohndumping und Sozialabbau https://www.youtube.com/watch?v=cAxLeq6qiwY#t=104

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Epilog

„Bezugnehmend auf das Papier zur „Rechtsvereinfachung im SGB II“ und den dortigen Vorschlägen zu Veränderungen im Rahmen der Hartz IV-Gesetze, denke ich, ist es an der Zeit, per Mail seine persönliche Empörung mitzuteilen.“ inge hannemann

mehr https://www.facebook.com/events/

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weil es wieder gesagt werden muß !https://mantovan9.wordpress.com/2013/08/11/weise-rose-wir-bitten-sie-dieses-blatt-mit-moglichst-vielen-durchschlagen-abzuschreiben-und-weiterzuverteilen/

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„Kinderarmut gibt es nicht“ ?

vorweg ein Artikel der einiges erklärt, aber nicht entschuldigt,

Journalismusforschung:“Ganz auf Linie mit den Eliten“

Uwe Krüger, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Universität Leipzig, gibt Antworten auf die Fragen. In einer beeindruckenden Studie hat Krüger die Netzwerkverbindungen deutscher Spitzenjournalisten analysiert. Seine Studie, die gewaltig am pluralistisch-demokratietheoretischen Medienverständnis rüttelt, ist nun unter dem Titel „Meinungsmacht“ als Buch erschienen. Ein Buch, das zu einem Standardwerk in der Journalistenausbildung und in den Redaktionen werden sollte

mehr http://www.heise.de/tp/artikel/38/38515/1.html

 

lobby-medien haben mit dauerbeschallung und hartz-iv bashing ganze arbeit geleistet!

hier ein kleines Paradebeispiel ihrer herangezogenen Leserschaft–

vorhang auf !!

Armut ist in Deutschland Kopfsache 

Als Mutter eines 13-Jährigen sehe ich – durch die sehr gemischte Freundesclique unseres Sohnes und deren Eltern – klare Unterschiede zwischen Mittelschicht-Familien und „in Armut“ lebenden Familien, die Leistungen nach SGB empfangen:
Die Kinder in „Hartz IV“ haben (und das ist kein Vorurteil, sondern individuell erfahrene Tatsache) wirklich ALLE mit spätestens 10 Jahren ein eigenes, glibberbuntes Smartphone gehabt. In den Familien gibt es JEDE Spielkonsole, nicht nur eine, sondern Playstation II, III und die Anschaffung der IV ist sicher (gestern von einem Freund meines Sohnes, ganz stolz erzählt, dessen Familie vom Jugendamt betreut wird). Natürlich auch die „Wii“, die 360 und seit Anfang der Ferien einen noch größeren Fernseher. Gekleidet sind die Kinder in Kleidung mit großen Markenlogos.
Mittelschichtkinder haben ein Basishandy, 2nd-Hand-Klamotten und sehr viele Bücher, vielleicht einen Kindle, damit mehr Platz ist. Weil die Eltern sparen, um mit den Kindern was zu unternehmen.“

und

Der Armutsbegriff ist relativ! Unicef versündigt sich an den wirklich Armen – Stimmungsmache pur!     

Wenn M. Schumacher, S. Vettel hier Steuern zahlten, gäbe es mehr Arme, weil das Gesamteinkommen steigt! Wenn alle auf Sozialhilfeniveau lebten, gäbe es gar keine Armen, weil alle gleich viel/wenig hätten. Gleiches hätte für die DDR gegolten. Das allein zeigt die Perversität der Definition. Wer kümmert sich um die sog. Mittelschicht? Viele mussten früher sparen; es gab kaum Transferleistungen, Eltern/Kinder haben sich angestrengt, das gilt auch heute für viele „normale“ Familien, die sich nicht alles leisten können! Andererseits haben wir immer mehr, die dank der großzügigen Transferleistungen keine Notwendigkeit sehen, sich selbst anzustrengen und die vielfältigen Chancen anzunehmen, Menschen, die wegen unseres einmaligen Sozialsystems nach Deutschland einwandern, sich hier in den Sozialsystemen einrichten. Sie dann als „arm“ zu bezeichnen, ist absurd. Wer arbeitet, hat oft auch nicht viel mehr! Und für Scheidung, bewusst Alleinerziehende trägt nicht der Staat Verantwortung!“

mehr absurdes Theater unter diesem Artikel

http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/unicef-bericht-mehr-als-eine-million-kinder-in-deutschland-in-armut-12632682.html

und

http://www.spiegel.de/schulspiegel/unicef-40-prozent-der-kinder-von-alleinerziehenden-lebt-in-armut-a-929877.html

eine kleine bemerkung am rande an die harten und unerbittlichen kritiker

MORGEN SCHON KANNST DU DER NÄCHSTE SEIN DEN DER KAPITALISMUS ENTSORGT! 

mehr https://mantovan9.wordpress.com/2013/08/22/wenn-unrecht-zu-recht-wird-wird-widerstand-zur-pflicht/

aktuell

Armes reiches Land http://www.jungewelt.de/2013/10-26/061.php

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es ist müßig all diese abstrusen Anschuldigungen zu sezieren.

ERICH KÄSTNER konnte es besser

„Wir hab’n es nur wie die Erwachsenen gemacht.“

Es ist schon wahr: nichts wirkt so rasch wie Gift!

Der Mensch, und sei er noch so minderjährig, ist, was die Laster dieser Welt betrifft, früh bei der Hand und unerhört gelehrig.

Im Februar, ich weiß nicht am wievielten, geschah’s auf irgendeines Jungen Drängen, daß Kinder, die im Hinterhofe spielten, beschlossen, Naumanns Fritzchen aufzuhängen.

Sie kannten aus der Zeitung die Geschichten, in denen Mord vorkommt und Polizei. Und sie beschlossen, Naumann hinzurichten, weil er, so sagten sie, ein Räuber sei.

Sie steckten seinen Kopf in eine Schlinge. Karl war der Pastor, lamentierte viel, und sagte ihm, wenn er zu schrei’n anfinge, verdürbe er den anderen das Spiel.

Fritz Naumann äußerte, ihm sei nicht bange. Die andern waren ernst und führten ihn. Man warf den Strick über die Teppichstange. Und dann begann man, Fritzchen hochzuziehn

Er sträubte sich. Es war zu spät. Er schwebte. Dann klemmten sie den Strick am Haken ein. Fritz zuckte, weil er noch ein bißchen lebte. Ein kleines Mädchen zwickte ihn am Bein.

Er zappelte ganz stumm, und etwas später verkehrte sich das Kinderspiel in Mord. Als das die sieben kleinen Übeltäter erkannten, liefen sie erschrocken fort.

Noch wußte niemand von dem armen Kinde. Der Hof lag still. Der Himmel war blutrot. Der kleine Naumann schaukelte im Winde. Er merkte nichts davon. Denn er war tot.

Frau Witwe Zwickler, die vorüberschlurfte, lief auf die Straße und erhob Geschrei, obwohl sie doch dort gar nicht schreien durfte. Und gegen sechs erschien die Polizei.

Die Mutter fiel in Ohnmacht vor dem Knaben. Und beide wurden rasch ins Haus gebracht. Karl, den man festnahm, sagte kalt: „Wir hab’n es nur wie die Erwachsenen gemacht.“ (ERICH KÄSTNER)

 

Epilog – kinder sinds die euch bekämpfen

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Jugendarmut in Deutschland – IGNORIERT UND AUSGEGRENZT

http://www.youtube.com/watch?v=V78Yxa1WeyY

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Update! „Hartz-freie Zone“

Hartz-freie Zone
RR.Die Stadt Münster geht neue Wege in der Wohnungspolitik. – Eine Glosse

Wie aus Kreisen der Verwaltungsspitze verlautet, plant der Rat der Stadt die Einführung einer Hartz-freien Zone für den gesamten innerstädtischen Bereich. Sie soll sich vom Zentrum aus bis an die Stadtränder erstrecken und auch gut integrierte Stadtteile wie Gievenbeck, Mecklenbeck, Hiltrup und Gremmendorf umfassen. Es könne nicht länger hingenommen werden, wird Sozialdezernent Thomas Paal zitiert, dass Studierende, die täglich zur Uni fahren, zum Teil enorme Wegstrecken zurücklegen müssten, während Hartz IV-Empfänger die Zeit überwiegend zu Hause verbringen.

weiterlesen http://www.freitag.de/autoren/ribanna-rubens/hartz-freie-zone

blogbeiträge https://mantovan9.wordpress.com/2012/02/28/berlin-100-000-von-zwangsumzug-bedroht/

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