„Kinderarmut gibt es nicht“ ?

vorweg ein Artikel der einiges erklärt, aber nicht entschuldigt,

Journalismusforschung:“Ganz auf Linie mit den Eliten“

Uwe Krüger, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Universität Leipzig, gibt Antworten auf die Fragen. In einer beeindruckenden Studie hat Krüger die Netzwerkverbindungen deutscher Spitzenjournalisten analysiert. Seine Studie, die gewaltig am pluralistisch-demokratietheoretischen Medienverständnis rüttelt, ist nun unter dem Titel „Meinungsmacht“ als Buch erschienen. Ein Buch, das zu einem Standardwerk in der Journalistenausbildung und in den Redaktionen werden sollte

mehr http://www.heise.de/tp/artikel/38/38515/1.html

 

lobby-medien haben mit dauerbeschallung und hartz-iv bashing ganze arbeit geleistet!

hier ein kleines Paradebeispiel ihrer herangezogenen Leserschaft–

vorhang auf !!

Armut ist in Deutschland Kopfsache 

Als Mutter eines 13-Jährigen sehe ich – durch die sehr gemischte Freundesclique unseres Sohnes und deren Eltern – klare Unterschiede zwischen Mittelschicht-Familien und „in Armut“ lebenden Familien, die Leistungen nach SGB empfangen:
Die Kinder in „Hartz IV“ haben (und das ist kein Vorurteil, sondern individuell erfahrene Tatsache) wirklich ALLE mit spätestens 10 Jahren ein eigenes, glibberbuntes Smartphone gehabt. In den Familien gibt es JEDE Spielkonsole, nicht nur eine, sondern Playstation II, III und die Anschaffung der IV ist sicher (gestern von einem Freund meines Sohnes, ganz stolz erzählt, dessen Familie vom Jugendamt betreut wird). Natürlich auch die „Wii“, die 360 und seit Anfang der Ferien einen noch größeren Fernseher. Gekleidet sind die Kinder in Kleidung mit großen Markenlogos.
Mittelschichtkinder haben ein Basishandy, 2nd-Hand-Klamotten und sehr viele Bücher, vielleicht einen Kindle, damit mehr Platz ist. Weil die Eltern sparen, um mit den Kindern was zu unternehmen.“

und

Der Armutsbegriff ist relativ! Unicef versündigt sich an den wirklich Armen – Stimmungsmache pur!     

Wenn M. Schumacher, S. Vettel hier Steuern zahlten, gäbe es mehr Arme, weil das Gesamteinkommen steigt! Wenn alle auf Sozialhilfeniveau lebten, gäbe es gar keine Armen, weil alle gleich viel/wenig hätten. Gleiches hätte für die DDR gegolten. Das allein zeigt die Perversität der Definition. Wer kümmert sich um die sog. Mittelschicht? Viele mussten früher sparen; es gab kaum Transferleistungen, Eltern/Kinder haben sich angestrengt, das gilt auch heute für viele „normale“ Familien, die sich nicht alles leisten können! Andererseits haben wir immer mehr, die dank der großzügigen Transferleistungen keine Notwendigkeit sehen, sich selbst anzustrengen und die vielfältigen Chancen anzunehmen, Menschen, die wegen unseres einmaligen Sozialsystems nach Deutschland einwandern, sich hier in den Sozialsystemen einrichten. Sie dann als „arm“ zu bezeichnen, ist absurd. Wer arbeitet, hat oft auch nicht viel mehr! Und für Scheidung, bewusst Alleinerziehende trägt nicht der Staat Verantwortung!“

mehr absurdes Theater unter diesem Artikel

http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/unicef-bericht-mehr-als-eine-million-kinder-in-deutschland-in-armut-12632682.html

und

http://www.spiegel.de/schulspiegel/unicef-40-prozent-der-kinder-von-alleinerziehenden-lebt-in-armut-a-929877.html

eine kleine bemerkung am rande an die harten und unerbittlichen kritiker

MORGEN SCHON KANNST DU DER NÄCHSTE SEIN DEN DER KAPITALISMUS ENTSORGT! 

mehr https://mantovan9.wordpress.com/2013/08/22/wenn-unrecht-zu-recht-wird-wird-widerstand-zur-pflicht/

aktuell

Armes reiches Land http://www.jungewelt.de/2013/10-26/061.php

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es ist müßig all diese abstrusen Anschuldigungen zu sezieren.

ERICH KÄSTNER konnte es besser

„Wir hab’n es nur wie die Erwachsenen gemacht.“

Es ist schon wahr: nichts wirkt so rasch wie Gift!

Der Mensch, und sei er noch so minderjährig, ist, was die Laster dieser Welt betrifft, früh bei der Hand und unerhört gelehrig.

Im Februar, ich weiß nicht am wievielten, geschah’s auf irgendeines Jungen Drängen, daß Kinder, die im Hinterhofe spielten, beschlossen, Naumanns Fritzchen aufzuhängen.

Sie kannten aus der Zeitung die Geschichten, in denen Mord vorkommt und Polizei. Und sie beschlossen, Naumann hinzurichten, weil er, so sagten sie, ein Räuber sei.

Sie steckten seinen Kopf in eine Schlinge. Karl war der Pastor, lamentierte viel, und sagte ihm, wenn er zu schrei’n anfinge, verdürbe er den anderen das Spiel.

Fritz Naumann äußerte, ihm sei nicht bange. Die andern waren ernst und führten ihn. Man warf den Strick über die Teppichstange. Und dann begann man, Fritzchen hochzuziehn

Er sträubte sich. Es war zu spät. Er schwebte. Dann klemmten sie den Strick am Haken ein. Fritz zuckte, weil er noch ein bißchen lebte. Ein kleines Mädchen zwickte ihn am Bein.

Er zappelte ganz stumm, und etwas später verkehrte sich das Kinderspiel in Mord. Als das die sieben kleinen Übeltäter erkannten, liefen sie erschrocken fort.

Noch wußte niemand von dem armen Kinde. Der Hof lag still. Der Himmel war blutrot. Der kleine Naumann schaukelte im Winde. Er merkte nichts davon. Denn er war tot.

Frau Witwe Zwickler, die vorüberschlurfte, lief auf die Straße und erhob Geschrei, obwohl sie doch dort gar nicht schreien durfte. Und gegen sechs erschien die Polizei.

Die Mutter fiel in Ohnmacht vor dem Knaben. Und beide wurden rasch ins Haus gebracht. Karl, den man festnahm, sagte kalt: „Wir hab’n es nur wie die Erwachsenen gemacht.“ (ERICH KÄSTNER)

 

Epilog – kinder sinds die euch bekämpfen

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Jugendarmut in Deutschland – IGNORIERT UND AUSGEGRENZT

http://www.youtube.com/watch?v=V78Yxa1WeyY

2 Kommentare

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2 Antworten zu “„Kinderarmut gibt es nicht“ ?

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