„22 Zwangsräumungen an jedem Werktag in Berlin“

Paschke-Urteil in Staaken polizeilich durchgesetzt

„Mit mei­ner Zwangs­räu­mung heute ist die Sip­pen­haft in Deutsch­land of­fi­zi­ell wie­der ein­ge­führt“, sagte Rai­ner P., heute um 10:05 nach sei­ner Zwangs­räu­mung aus der Woh­nung im Lo­schwit­zer Weg  27, 13593 Ber­lin-​Staa­ken.  Die Kün­di­gung war von der Yp­si­lon-​Lie­gen­schafts-​Ver­wal­tungs GmbH mit dem Ver­hal­ten des Soh­nes der Fa­mi­lie be­grün­det wor­den, der nicht im Miet­ver­trag steht.  Wäh­rend sich das Amts­ge­richt Span­dau noch gegen eine sip­pen­haft­li­che Räu­mung aus­ge­spro­chen hatte, war dies ge­ra­de die zen­tra­le Be­grün­dung im Ur­teil der Rich­te­rin Re­gi­ne Pasch­ke vom Land­ge­richt Ber­lin. Be­reits um 8 Uhr mor­gens hatte der Ge­richts­voll­zie­her an Rai­ners Tür ge­klin­gelt und ihm in freund­schaft­li­chem Ton vor­ge­schla­gen, die Räu­mung vor­zei­tig zu voll­zie­hen.  Rai­ner lehn­te ab und ver­wies auf den Räu­mungs­ter­min.  Ab 9 Uhr sam­mel­ten sich vor der Woh­nung von Rai­ner Nach­ba­rIn­nen, die Mie­ter-​Ini Staa­ken und das Bünd­nis Zwangs­räu­mung ver­hin­dern!, ins­ge­samt etwa 50 Per­so­nen.  Die Po­li­zei sprach ihr auf­fäl­li­ge Per­so­nen be­reits an den Bus­hal­te­stel­len an, nicht zur Woh­nung zu gehen. Vor dem Haus for­der­te sie die Ver­sam­mel­ten auf, sich bis zur nächs­ten Stra­ßen­kreu­zung zu­rück­zu­zie­hen.  Die Ver­sam­mel­ten pro­tes­tier­ten un­be­ein­druckt vor dem Haus und skan­dier­ten Lo­sun­gen wie: „Zwangs­räu­mung bei Yp­si­lon — Ob­dach­lo­sen­pro­duk­ti­on“, dabei wur­den sie von einer Sam­ba­band be­glei­tet. Nach der Räu­mung zog die Ver­samm­lung vor das ört­li­che Büro der Yp­si­lon, und for­der­ten Zwangs­räu­mun­gen ein­zu­stel­len.

„Ei­gen­tü­mer, wie die Yp­si­lon, schi­cken Men­schen für ihren Pro­fit in die Ob­dach­lo­sig­keit.  Unser zi­vil­ge­sell­schaft­li­ches En­ga­ge­ment da­ge­gen, wurde wie immer mit der Po­li­zei be­ant­wor­tet“, kom­men­tier­te Sarah Wal­ter vom Bünd­nis Zwangs­räu­mun­gen ver­hin­dern! „Zwangs­räu­mun­gen sind mitt­ler­wei­le auch am Stadt­rand an­ge­kom­men, aber auch in Staa­ken nicht mehr ge­räusch­los durch­zu­set­zen“, sagte Tom (der selbst von der Yp­si­lon ge­räumt wor­den war) von der Mie­ter-​In­itia­ti­ve Staa­ken. „Unser Wi­der­stand da­ge­gen wird wei­ter­ge­hen.“

Mie­ter-​In­itia­ti­ve Staa­ken: mie­teri­ni­staa­ken (ät) gmx.​de

Bünd­nis Zwangs­räu­mung ver­hin­dern!

Face­book: https://www.facebook.com/zwangsraeumungverhindern?fref=ts

Twit­ter: https://twitter.com/WirKommenAlle

quelle http://zwangsraeumungverhindern.blogsport.de/2013/10/25/paschke-urteil-in-staaken-polizeilich-durchgesetzt/

Informationen zum Thema

„ZWANGSRÄUMUNG – In drei Minuten obdachlos“

„Steigende Mieten und Luxussanierungen vertreiben arme Menschen aus ihren Vierteln. Wer nicht freiwillig geht, dem droht Zwangsräumung. Viele landen auf der Straße.
Am Ende geht alles ganz schnell. Der Gerichtsvollzieher nimmt Rainer P. die Schlüssel ab, ein Schlosser tauscht das Türschloss aus, das war’s. Innerhalb von nur drei Minuten ist der Hartz-IV-Empfänger aus Berlin-Staaken obdachlos. Über elf Jahre hatte er in seiner Wohnung gelebt.

3 Kommentare

Eingeordnet unter AKTUELLES, Deutschland

3 Antworten zu “„22 Zwangsräumungen an jedem Werktag in Berlin“

  1. Das ist echt unfassbar

  2. Die SHEAF Gesetze sowie das Grundgesetz verbieten eindringlich die Umsetzung Gesetze oder Handlungen aus der Zeit des Großdeutschen Reiches. Wichtig dabei sind Namen der Akteure von POLIZEI, Staatsanwaltschaft, Richter, Gerichtsvollzieher usw. um gegen sie vor zu gehen. Das Unrecht muss angeklagt werden. Jeder dieser Vorgänge haben Namen, die sich dem Unrecht zum Handlanger dienend und korrupt schuldig gemacht haben.
    Schreibt sie öffentlich auf. Sie brechen absichtlich Gesetze und verstecken sich hinter ihren Grundgesetz widrigen Dienstherren. Später werden sie wieder sagen: Wir haben nur unsere Pflicht getan. Lassen wir es nicht zu, wehren wir uns.

  3. Hat dies auf Schramme Journal rebloggt und kommentierte:
    Die SHEAF Gesetze sowie das Grundgesetz verbieten eindringlich die Umsetzung Gesetze oder Handlungen aus der Zeit des Großdeutschen Reiches. Wichtig dabei sind Namen der Akteure von POLIZEI, Staatsanwaltschaft, Richter, Gerichtsvollzieher usw. um gegen sie vor zu gehen. Das Unrecht muss angeklagt werden. Jeder dieser Vorgänge haben Namen, die sich dem Unrecht zum Handlanger dienend und korrupt schuldig gemacht haben.
    Schreibt sie öffentlich auf. Sie brechen absichtlich Gesetze und verstecken sich hinter ihren Grundgesetz widrigen Dienstherren. Später werden sie wieder sagen: Wir haben nur unsere Pflicht getan. Lassen wir es nicht zu, wehren wir uns.

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