„Asyl für Obdachlose“ ?

Kurt Tucholsky – Asyl für Obdachlose!

Und stehst du einmal am Ende
und hast keine Bleibe, kein Brot
dann falte zufrieden die Hände,
man sorgt für deine Not.
Es gibt für solche Zwecke
ein Asyl  da findet der Mob
ein eisernes Bett, eine Decke
und einen alten blechernen Topp.

Hast du dein ganzes Leben
geschuftet wie ein Vieh;
und gehts dir im Alter daneben,
entläßt dich die Industrie :
dann heißt es noch lang nicht: Verrecke!
Der Staat gibt dir sachlich und grob
ein eisernes Bett, eine Decke
und einen alten, blechernen Topp.

Manche auf diesem Planeten
leben bei Sekt und Kapaun.
Ja, solln sie vielleicht dem Proleten
einen Palast aufbaun ?
Andre verrecken im Drecke.
Du hasts noch gut  na, und ob!
Du hast im Asyl eine Ecke,
ein eisernes Bett, eine Decke
und einen alten blechernen Topp!

Wohltaten, Mensch, sind nichts als Dampf.
Hol dir dein Recht im Klassenkampf !

Kurt_Tucholsky

Foto http://upload.wikimedia.org/

Informationen zum Thema

Obdachlos – Leben auf der Straße

quelle http://www.daserste.de/unterhaltung/talk/beckmann/sendung/05122013-obdachlos-leben-auf-der-strasse-100.html

http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/die_reportage/videos/schicksalobdachlos107.html

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wichtige Informationen

Wohnungsloser Mann in Rostock erfroren –  BAG Wohnungslosenhilfe fordert verstärkte Anstrengungen zur Kältehilfe

Die BAG Wohnungslosenhilfe bekräftigt deswegen ihre Appelle und Forderungen an die Kommunen:

– Streetwork und andere Formen aufsuchender Arbeit auf- oder ausbauen, um vom Kältetod bedrohte Wohnungslose auf der Straße aufsuchen zu können

– Notrufnummern einrichten bzw. die 110 propagieren, damit Bürger gefährdete Menschen melden können

– Keine menschenunwürdigen Asyle, sondern Ermöglichung eines Mindestmaßes an Privatsphäre und Selbstbestimmung

– Schutz und Sicherheit vor Diebstahl und Gewalt in den Unterkünften gewährleisten

– Für wohnungslose Frauen muss es die Möglichkeit einer separaten und sicheren Unterbringung geben

– Dezentrale Unterbringungsmöglichkeiten für kleinere Gruppen von Wohnungslosen (auch mit Hunden)

– Großzügige Öffnungszeiten der Unterkünfte, d. h. auch tagsüber und nachts

– Keine Befristung des Aufenthaltes auf wenige Tage pro Monat

– Öffnung von U-Bahnstationen, Bahnhöfen und anderen geeigneten öffentlichen Gebäuden

– Ausreichend viele niedrigschwellige Tagesaufenthalte

– Notfalls zusätzliche Anmietung von geeigneten Räumlichkeiten, bspw. leerstehende Gewerbeimmobilien, die beheizbar sind und über sanitäre Einrichtungen verfügen

An die Bürgerinnen und Bürger appelliert die BAG Wohnungslosenhilfe eindringlich:

„Seien Sie aufmerksam! Wenn Sie wohnungslose Menschen sehen, die hilflos oder in einer Notsituation sind, setzen Sie die Polizei in Kenntnis, wählen Sie den Notruf 110! Alarmieren Sie bei akuter gesundheitlicher Gefährdung den Rettungsdienst 112!“

quelle http://www.bagw.de/de/presse/index~86.html

Wohnungslosenhilfe fordert Nationale Strategie gegen Wohnungsnot und Armut http://www.bagw.de/

strassenmagazin  http://www.hinzundkunzt.de/

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Epilog –

Obdachlose führen einen unmenschlichen Überlebenskampf und die Kräfte werden schnell aufgezehrt. Dies hat viele Gründe – unregelmäßige Nahrung, kaum medizinische Hilfe und immer die Angst, zb vor aggressiven Mitmenschen, Ordnungshütern und und und.

Deshalb müssen wir mit Ihnen Ihr Recht auf ein würdevolles Leben einklagen. Und das nicht nur an Weihnachten sondern jeden Tag – jede Stunde – jede Minute!

DAS RECHT AUF LEBEN
Dieses Recht auf Leben, Nahrung und Unterkunft, auf medizinische Versorgung, Bildung usw. ist ein dem Menschen angeborenes Recht, das unter keinen Umständen eingeschränkt werden darf, nicht einmal im Hinblick darauf, ob der Betreffende für die Gesellschaft „von Nutzen ist“. (Erich Fromm)

Das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland enthält in Art. 2 Abs. 2 Satz 1 1. Alt. das Grundrecht des Rechts auf LebenRecht_auf_Leben

Dieses Foto soll daran erinnern wie weit die Entsolidarisierung in unserem Land, einem der reichsten dieses Planeten, voran schreitet. Es ist beschämend, das Menschen auf der Straße leben müssen.BITTE TEILEN!
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blogbeiträge zum Thema

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