Arm in einem reichen Land

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Armut und Arbeitsmarkt Arbeitsmarktreformen sind kein Motor wirtschaftlicher Entwicklung.
Ein Beitrag von Wilfried Kurtzke

Kein anderes relevantes gesellschaftliches Problem ist so aus der öffentlichen Wahrnehmung verdrängt worden, wie die massenhafte Arbeitslosigkeit. Soweit Arbeitsmarktprobleme in den medialen Debatten überhaupt noch vorkommen, geht es dabei um Fachkräftemangel oder den demografischen Wandel. Beides suggeriert, wir hätten eher einen Mangel an Arbeitskräften. Auch wenn die Zahl der registrierten Arbeitslosen in den letzten Jahren erheblich zurückgegangen ist: Es stehen weiterhin fast drei Millionen Menschen auf der Straße. Etwa eine Million Menschen sind dabei länger als ein Jahr ohne Beschäftigung. Viele Arbeitslose werden von der offiziellen Statistik gar nicht erfasst. Bei einer ehrlichen Rechnung läge die Zahl der Arbeitslosen sogar weit über vier Millionen.

Ein Blick in die Geschichte offenbart, wie hier ein Problem wegdefiniert wurde. In der Krise des Jahres 1967 stieg die Zahl der registrierten Arbeitslosen auf 460.000 an. Das wurde damals als Katastrophe und nationaler Notstand gesehen, auf den politisch mit der Bildung einer großen Koalition reagiert wurde. Ab 1974 stieg dann das Heer der Arbeitslosen dramatisch an, seit 1975 herrscht – zum ersten Mal seit 1955 – Massenarbeitslosigkeit mit mehr als einer Million Menschen ohne Arbeit.

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links zum Thema

Armutsindustrie in Deutschland – WDR 3

von 2012 » “Armut ist politisch gewollt” – oder: Es kann nicht sein, was nicht sein darfnachdenkseiten.de

und  Armut und Ausgrenzung

Christoph Butterwegges Buch „Armut in einem reichen Land“

http://www.berlinerliteraturkritik.de/detailseite/artikel/armut-und-ausgrenzung.html

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epilog

Gregor Gysi

 

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Eingeordnet unter AGENDA 2010, AKTUELLES, Deutschland

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