Monatsarchiv: Mai 2017

Die Anstalt – Grundeinkommen

„Gebt den Menschen Sicherheit und sie werden kreativ!“ (Erich Fromm)

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Politik hat ein böses Gesicht! „Systemfehler Kinderarmut!“

„Kinder erleben nichts so scharf und bitter wie Ungerechtigkeit“.

Gefährdetes Kindeswohl

Studie: Bundesregierung mitverantwortlich für wachsende Armut der Jüngsten. Parlamentarische und gesellschaftliche Initiativen dringend notwendig

Von Susan Bonath

Kein Kino, kein Fahrrad, nie eine Urlaubsreise:

In Deutschland wächst die Kinderarmut. Seit Jahren kommen Forscher zu diesem Resultat. Zuletzt warnte im April das Wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung des DGB: Ein Fünftel der Minderjährigen lebt inzwischen auf dem Niveau der Grundsicherung. »Kinderarmut in einem der reichsten Länder der Welt kommt nicht aus dem Nichts, sondern ist direkte Folge politischer Entscheidungen«, resümiert nun Michael Klundt von der Hochschule Magdeburg-Stendal.

Der Sozial- und Geschichtsforscher hat im Auftrag der Rosa-Luxemburg-Stiftung Ursachen des gesellschaftlichen Desasters analysiert. Am Donnerstag stellte er seine Studie unter dem Titel »Ene, mene, muh, und raus bist du? Kinderarmut und Reichtum in Deutschland« gemeinsam mit dem Bundestagsabgeordneten der Partei Die Linke Dietmar Bartsch und Dagmar Enkelmann in Berlin vor. Ziel sei es, Empfehlungen zur Bekämpfung der wachsenden Kinderarmut auf bundes-, landes- und kommunalpolitischer Ebene zu erarbeiten, erklärte er.

Zwar erlitten Kinder in der Bundesrepublik kaum absolutes Elend oder bedrohlichen Hunger, so Klundt. Verglichen mit dem durchschnittlichen Lebensstandard seien die Betroffenen jedoch mit großen Entbehrungen konfrontiert, würden benachteiligt und ausgegrenzt. »Lebensqualität, Bildung, Gesundheit und Zukunftschancen sind durch das Aufwachsen in Armut massiv beeinflusst«, konstatierte der Autor.

Er formulierte es drastisch: Es handele sich um eine »politisch motivierte Kindeswohlgefährdung«, die »das Recht junger Menschen auf Förderung ihrer Entwicklung und Erziehung zu eigenverantwortlichen, sozialen Persönlichkeiten behindert«. Die Bundesregierung beschönige die Situation und sehe tatenlos zu, rügte er. Sie forciere etwa, dass die zunehmende Ungleichheit als »natürliche Folge der digitalen Revolution« hingenommen werden müsse. Die wahre Ursache verschweige sie: sich verschärfende Widersprüche innerhalb des Wirtschaftssystems. Wenn eine kleine Gesellschaftsschicht immer reicher wird, sei es eine logische Folge, dass für Ärmere immer weniger bleibt, so Klundt weiter.

Die Abwärtsspirale für einen wachsenden Teil der Gesellschaft habe die Politik mit der »Agenda 2010« stark befördert, betonte der Studienautor. »Eltern sollen durch zu niedrige Hartz-IV-Sätze und harte Sanktionen dazu gezwungen werden, jede Arbeit anzunehmen, auch wenn sie von diesem Einkommen sich und ihre Familie nicht einmal ernähren können.« Tatsache ist, dass ein Drittel aller Leistungskürzungen Eltern mit Kindern betreffen. Das sind monatlich etwa 45.000 Familien.

Hinzu kommt laut Klundt eine regelrechte politische und mediale Stimmungsmache gegen arme Menschen. Da würden zum Beispiel Rentner gegen die junge Generation ausgespielt und Jugendliche aus reicheren Familien für die neoliberale Ideologie instrumentalisiert. Armen Müttern und Vätern werde hingegen Versagen angelastet. »Das sind inszenierte Generationenkämpfe«, so Klundt. Betroffene Kinder erlebten, wie ihre gesamte Familie abgewertet wird. »Das verunmöglicht ein positives Leben.«

Der Wissenschaftler fordert die Regierenden zu raschen Maßnahmen auf. Sie müssten die Wirtschaft stärker kontrollieren, den Arbeitsmarkt regulieren, Mindestlohn, Rentenniveau und Grundsicherung spürbar anheben. Das Hartz-IV-Sanktionsregime sei schnellstens zu beenden. Zudem müsse die Politik öffentliche Daseinsvorsorge in staatliche Hand zurückholen und ein Recht auf Wohnen, Bildung, Mobilität und Kultur für alle festschreiben und umsetzen. Dafür komme sie nicht darum herum, finanzstarke Unternehmer und Reiche zur Kasse zu bitten sowie Steuerschlupflöcher zu stopfen. »Millionäre und Milliardäre sind angemessen an der Finanzierung des Gemeinwohls zu beteiligen«, fordert er.

Doch auch der politischen Linken verlangt der Sozialforscher mehr ab, als sie bisher leistet. Sie müsse ihre Aufgabe, eine gesellschaftliche Gegenmacht zu organisieren, ernst nehmen, mahnt er. Es gehe darum, »sich parlamentarisch und außerparlamentarisch mit mächtigen Interessengruppen anzulegen«.

quelle https://www.jungewelt.de/artikel/310537.gefährdetes-kindeswohl.html

foto aufgelesen http://www.ekir.de/www/ueber-uns/kinderarmut-dringend-bekaempfen-10266.php

links zum Thema – aktuell

12.05.2017: Systemfehler Kinderarmut (neues-deutschland.de)

Arme Kinder, reiches Land

Kinderarmut und Reichtum in Deutschland – Rosa-Luxemburg-Stiftung

Kinderarmut in Deutschland: Wenn die Not zum Alltag gehört – BR.de

Kinderarmut: So leben Familien mit Hartz IV | 45 Min | NDR Doku …

blogbeiträge https://mantovan9.wordpress.com/?s=kinderarmut

 

Bettina Wegner – Kinder „Darf man niemals quälen, geh`n kaputt dabei!“

YouTube  pielo84

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Jobwunder? Das böse Zauberwort heißt – Ausbeutung!

zur Erinnerung

Jobwunder dank verschärfter Ausbeutung

Billigjobs und Sanktionen ermöglichen sogenanntes Jobwunder

Im April 2017 gab es offiziell 2,569 Millionen Arbeitslose. Das ist die niedrigste Zahl in einem April seit 1991, und das sind 175.000 weniger als im Jahr zuvor, außerdem 93.000 weniger als im März. Offiziell gibt es jetzt noch 5,8 % Arbeitslose. In der Statistik taucht allerdings nicht auf, dass dieses „Jobwunder“ auch und insbesondere einer „Pizzaboten-Ökonomie“ zu verdanken ist.

Der größte Niedriglohnsektor Europas
Deutschland, eines der reichsten Länder der Welt, hat dank den „Reformen“ der Regierung unter Gerhard Schröder, die die Merkel-Regierung nahtlos übernahm, den größten Niedriglohnsektor Europas.

Selbst der Mindestlohn reicht oftmals nicht, um die Existenz zu sichern. Unsichere Arbeitsverhältnisse, miserable Bezahlung, die psychische Belastung, immer abrufbar zu sein, machen den Lohnabhängigen zu schaffen.

Psychische Störungen
Psychische Störungen als Folge von Erfolgsdruck grassieren inzwischen auch unter Schülern – bis in die 1990er Jahre waren sie vor allem in Hochleistungsbranchen bekannt.

Dazu gehörten das klassische Burnout-Syndrom ebenso wie ADHS, affektive Störungen, Angststörungen oder die Volkskrankheit Depression.

Unterwandern des Mindestlohns
Arbeitgeber finden immer neue Möglichkeiten, den Mindestlohn zu unterwandern, sei es, indem sie das Urlaubsgeld streichen, Trinkgelder als Gehalt verrechnen, die Arbeitszeit reduzieren, aber die gleiche Leistung erwarten, echte Arbeit als Praktika verrechnen, Überstunden nicht bezahlen, Mitarbeiter als Scheinselbstständige bezahlen oder Zeitvorgaben so kurz bemessen, dass die reale Arbeitszeit nicht als Arbeitszeit berechnet wird.

An der Universität zum Beispiel ist es ein offenes Geheimnis, dass eine halbe Stelle als wissenschaftlicher Mitarbeiter Vollzeit bedeutet – sonst sind die Betroffenen raus aus dem Geschäft.

Hartz IV Aufstocker
Sehr viele Menschen müssen ihren kargen Lohn mit Hartz-IV-Mitteln aufstocken, weil sie von ihrer Arbeit nicht leben können. Die Betroffenen sind den Schikanen des Hartz-IV-Apparates genau so ausgeliefert wie Erwerbslose: Auch für sie gilt de facto das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschlands nicht. (Dr. Utz Anhalt)

quelle http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/jobwunder-dank-verschaerfter-ausbeutung.php

empfehle Hartz IV – ALG II » Hartz IV News

Fotomontage  nachdenkseiten

hier gehst zum beitrag –> http://www.nachdenkseiten.de/?p=14462

zb in diesem Sinne – arbeitssklaven! so weit das auge schaut! 

–>https://www.youtube.com/watch?v=BFaSH-2dOBA

 

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