GRUNDEINKOMMEN

Ein Film Essay von daniel häni & Enno Schmidt.

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Fünf Gründe für ein bedingungsloses Grundeinkommen für alle

Nicht nur der Neoliberalismus, im Prinzip alle klassische Volkswirtschaft begreift Ökonomie als Verwaltung des Mangels. Dem setzt Attac einen prinzipiellen Widerspruch entgegen, eine völlig konträre Position: Es ist genug für alle da! Jeder Mensch hat, nur einfach so, weil es ihn gibt, ein Recht auf Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und am gesellschaftlichen Reichtum. Das muss sich niemand verdienen, nicht durch Arbeit, nicht durch Wohlverhalten, durch gar nichts. Das ist Menschenrecht. Dem steht nicht entgegen, dass die Menschheit mit begrenzten Gütern haushalten muss. Aber das heißt für uns solidarisches Teilen und nicht Konkurrenz um das möglichst größte Stück für mich.

Teilhabe ist in den modernen Gesellschaften nur möglich, wenn man über ein Einkommen verfügt. Bisher war das in den industrialisierten Ländern weitestgehend an eine Erwerbsarbeit gebunden. Aus den skizzierten menschenrechtlichen und auch aus ökonomisch-pragmatischen Erwägungen ergibt sich der Vorschlag zukünftig jedem Menschen unabhängig von Erwerbsarbeit ein Grundeinkommen zu gewähren. Dafür gibt es (mindestens) fünf gute Gründe:

1. Wir können es: Der gesellschaftliche Reichtum ist vorhanden

Wir leben in einer Gesellschaft, die über einen nie gekannten Reichtum verfügt. Ich rede hier nicht von Geld. Geld ist, wenn’s ernst wird, ja nichts als bunt bedrucktes Papier oder Zahlen in einer Bilanz. Das kann man nicht essen oder zu irgendetwas Konkretem gebrauchen. Ich rede vom materiellen Produkt, vom unmittelbaren stofflichen Reichtum. Weltweit gibt es genügend Nahrung, Ressourcen zum Wohnungsbau, Gegenstände des täglichen und des langfristigen Bedarfs um allen Menschen ein gutes Leben zu ermöglichen. Es gibt auf der Ebene des vorhandenen Produkts keinen Mangel und damit keinen ökonomischen Grund für Elend und Hunger. Eine ausreichende Versorgung aller ist eine Frage der Verteilung und des politischen Willens.

2. Wir können es dauerhaft: Die Reproduktion des Reichtums ist mit wenig Arbeit möglich

Wir leben erstmals historisch in einer Gesellschaft, die mehr produzieren kann, als alle für ein gutes Leben brauchen. In früheren Zeiten führten Produktivitätsfortschritte lediglich dazu, dass mehr Menschen satt werden konnten oder dass für eine zunehmende Zahl das Elend abnahm. Heute kann der immense gesellschaftliche Reichtum offenbar mit weniger unmittelbarer menschlicher Arbeit hergestellt werden, als uns zur Verfügung steht. Ich will hier dem Gedanken nicht nachgehen, dass sich dies gerechterweise darin niederschlagen sollte, dass alle weniger arbeiten müssten und nicht darin, dass einige mehr und andere gar nicht mehr arbeiten, obwohl auch das ein wichtiger Aspekt dieser Sache ist.

Hier geht es mir darum, dass wir offenbar über die Technologie, das Wissen, die Erfahrung verfügen, die es uns ermöglichen, den gesellschaftlichen Reichtum zu reproduzieren, ohne die Einzelnen dauernd und kompromisslos zur Arbeit zu zwingen. Ich bin überzeugt, dass so gut wie alle Menschen Lust haben, tätig zu sein, sich mit Natur und Umwelt auseinander zu setzen, kreativ und produktiv etwas zu machen. Aber selbst wenn einige das erst mal verweigern würden, könnte diese Gesellschaft das verkraften ohne zu verarmen. Bei vielen geht es ohnehin weniger darum, gar nicht zu arbeiten als darum, die konkreten Arbeiten abzulehnen, die gefährlich, schädlich, uninteressant sind. Wäre erst mal niemand gezwungen, jede Arbeit um jeden Preis anzunehmen, weil jedeR über ein Einkommen verfügte, würde sich der Charakter der Arbeit ändern. Die Angebote würden interessanter, berücksichtigten mehr eigene Bedürfnisse oder müssten zumindest besser bezahlt werden. Langeweile und Neugier würden mit der Zeit das Ihre tun.

3. Wir können es bezahlen: Ein Grundeinkommen ist finanzierbar

Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Modelle eines Grundeinkommens. Es gibt Überlegungen, einen bestimmten Betrag an jede Person auszuzahlen, es gibt die Idee, das vorab mit der Steuer zu verrechnen, es gibt die Vorstellung, das Vorhandensein von Arbeitseinkommen zu prüfen und dann auf eine Mindesthöhe aufzustocken. Es gibt unterschiedliche Vorstellungen über die notwendige Höhe eines Mindesteinkommens. All das ist offen und muss diskutiert werden. Aber gemeinsam ist all diesen Überlegungen, dass sie vielfältig durchgerechnet wurden und dass feststeht, dass sie bezahlbar sind. Bisherige Sozialversicherungsbeiträge, die Beträge sozialer Umverteilung, die Abschaffung heutiger bürokratischer Kontroll- und Verwaltungsapparate und eine gerechtere Heranziehung hoher Einkommen und Vermögen reichen allemal zur Finanzierung.

4. Wir müssen es: Die Vollbeschäftigung kommt nicht wieder

Bisher sind in der BRD und in vielen anderen Ländern soziale Ansprüche und Leistungen an Erwerbsarbeit gekoppelt. Das kann nur dann zu einer umfassenden Versorgung und Vorsorge führen, wenn weitestgehend jedeR eine solche Arbeit hat. Dieser Zustand der Vollbeschäftigung war aber offensichtlich historische Ausnahme. Es spricht nichts dafür, dass er wieder herstellbar wäre. Die Zunahme der Produktivität lässt sogar eher erwarten, dass wir uns noch weiter davon entfernen als schon jetzt. Aber selbst wo diese Einschätzung der Produktivitätsentwicklung nicht geteilt oder nicht gewünscht wird, behauptet kaum jemand ernsthaft, dass auf absehbare Zukunft Vollbeschäftigung wieder möglich sein werde. Es wird uns nichts anderes übrig bleiben, als Einkommen und Erwerbsarbeit zunehmend zu entkoppeln. Soziale Teilhabe oder Ausgrenzung hängen in Zukunft wesentlich davon ab, dass ganz real jedeR über ein Einkommen verfügt, auch wenn sie oder er keine Erwerbsarbeit hat. Eine Arbeitsstelle mag ein Recht sein, ein Einkommen ist eine Notwendigkeit.

5. Wir müssen es wollen: Der alte Sozialstaat war ohnehin keine emanzipatorische Einrichtung

Ich finde diese Perspektive auf  ein Ende der Vollbeschäftigung, auf eine Trennung von Arbeit und Einkommen höchst erfreulich. Es ist gut, dass es all die Produktivitätsforschritte gibt, die es uns ermöglichen, immer weniger Zeit mit Erwerbsarbeit zu verbringen. Es gibt so viele Tätigkeiten, die der Erwerbsarbeit vorzuziehen sind! Rationalisierung ist etwas Gutes, wenn sie zu mehr Zeit führt, über die wir selbst bestimmen können. Es fallen mir noch eine ganze Reihe von Arbeiten ein, die schwer, schädlich, schmutzig, stumpfsinnig sind und die doch bitte von Maschinen erledigt werden sollten.

Und es geht nicht nur um den Inhalt der konkreten Arbeit, es geht auch um den herkömmlichen Sozialstaat als gesellschaftliches Regulationsmodell: Ich will nicht zurück zu einem Staat, der über Arbeit reguliert, sortiert, Rangordnungen des Ansehens festlegt. Ich will nicht zurück zu einem (Fabrik)Arbeitssystem, das anpasst und zurichtet, damit die Beteiligten sich problemlos beherrschen lassen. Ich will nicht zurück zu einem Sozialstaat, der Anspruch auf soziale Teilhabe an die Unterwerfung unter diese Arbeitsreglementierung bindet, der Frauen, Kranke, Unangepasste ausgrenzt oder an einen männlichen Hauptverdiener und „Ernährer“ bindet.

Nicht zufällig haben im Zuge des Aufbruchs Mitte der 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts (nicht nur aber) vor allem Jugendliche massenweise freiwillig die Prekarität aufgesucht um dieser Reglementierung zu entkommen. Die alte emanzipatorische Sozialstaatskritik ist immer noch richtig, auch wenn sie im Zuge der neoliberalen Offensive zum Teil verschüttet wurde. Um nicht missverstanden zu werden: Was es an sozialen Errungenschaften und Reglungen gibt, muss verteidigt werden. Niemals dürfen wir unvollkommenes Vorhandenes aufgeben ehe wir etwas besseres Neues wirklich haben. Aber kämpfen sollten wir für ein solches Neues, nicht für das verlorene Alte.

Und da wäre ein Grundeinkommen ein wichtiger erster Schritt. Es würde uns durch die Prekarität aller heutigen Lebensverhältnisse hindurch den Blick auf eine emanzipatorische Gesellschaft öffnen, in der Menschen nicht mehr vernutzt würden, sondern in Kenntnis ihrer eigenen Bedürfnisse und unter Nutzung ihrer eigenen Fähigkeiten ihre Lebenswelt selbstbewusst gestalten. Zu dieser Gestaltung würde dann selbstverständlich auch die Reproduktion es gesellschaftlichen Reichtums gehören.

Werner Rätz  (im Feb. 2005)

 

brandaktuell 🙂 Flux FM – Mein Grundeinkommen – M. Molli

quelle Mein Grundeinkommen.de-Gründer Michael Bohmeyer …

 

lesenswerte und sehenswerte links.

bedingungslosen Grundeinkommen – Katja Kipping

Netzwerk Grundeinkommen » Freiheit – Gleichheit …

grundeinkommen: KULTURIMPULS, LEBENSGEFÜHL …

Grundeinkommen im Bundestag

Bedingungsloses Grundeinkommen – Wikipedia

Ralph Boes: Grundrechte Brandbrief – Aktion zum aktiven …

Fotomontage Grundeinkommen Petition erfolgreich – KarmaKonsum

 

Zusammenfassung 🙂

was ist grundeinkommen?
ein einkommen, das jedem zusteht,
bedingungslos,
weil er bürger ist.
ob jung oder alt,
reich oder arm,
mit erwerb oder ohne,
ob für die familie da,
ehrenamtlich tätig,
verheiratet oder nicht.
es ist kein almosen,
kein neues hartz IV, sondern
beendet bevormundung und ausgrenzung.
grundeinkommen ist vertrauen,
das wir einander schenken.
freiraum  entsteht.
wie hoch soll es sein?
so hoch,
dass es jedem bürger ein leben in würde
und teilnahme an gesellschaft und kultur ermöglicht.
wer soll das bezahlen?
wir alle.
wir haben techniken erfunden,
welche die produktivität steigern,
und schneller steigern könnten,
wir haben sozialbürokratie ausprobiert,
deren kosten wir uns schenken können,
wir haben subventionen vergeben,
auf die wir verzichten werden,
wenn jeder ein grundeinkommen hat.
wir schlagen vor,
die arbeit von der steuer zu befreien,
nur noch den verbrauch aller
güter und dienstleistungen zu besteuern
und so das grundeinkommen
jedem zu garantieren.
wenn arbeit nicht mehr besteuert wird,
öffnet sich eine tür
für neue unternehmerische und individuelle initiativen.
gemeinsame wertschöpfung wächst.
grundeinkommen ist möglich,
wenn wir es wollen.
und wer geht dann noch arbeiten?
jeder, der will,
der einen sinn in seiner arbeit sieht.
jedem steht es frei,
beliebig viel hinzu zu verdienen.
grundeinkommen heißt neu denken:
einkommen entsteht nicht durch arbeit,
einkommen ermöglicht arbeit.
grundeinkommen zwingt nicht noch belohnt es,
sondern hält uns den rücken frei,
zu fragen: was kann ich und was will ich,
wie kann ich meine fähigkeiten
am besten einbringen?
unsere gemeinschaft wird getragen
durch menschen,
die zur schule gehen, einkaufen,
brände löschen, vor uns lebten,
autos und häuser bauen,
unterschriften sammeln,
der oma einen kuchen backen…

grundeinkommen macht 82 mio.
bundesbürger zu selbständigen
unternehmern ihres lebens und
zu mitgestaltern an unserer gemeinschaft.

was würdest du tun,wenn für dein einkommen gesorgt wäre?

quelle  http://www.du-kannst-grundeinkommen-waehlen.de/

 

ES IST GENUG FÜR ALLE DA

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29 Antworten zu “GRUNDEINKOMMEN

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  6. mantovan9

    hat mensch ein grundeinkommen, macht er/sie die gehalts-verhandlungen auf augenhöhe 🙂

    mehr zum thema

    AKTUELL – Bedingungsloses Grundeinkommen –

    Stärkung der Arbeitnehmerrechte


    Stärkung der Wirtschaftskraft


    Stärkung von Familien, Kindern, Azubis, Studenten, Rentnern

    = Bedingungsloses Grundeinkommen
    MEHR http://www.fuer-grundeinkommen.de/grundeinkommen.htm

    UND http://www.buergerinitiative-grundeinkommen.de/brandbrief/

  7. Ich bin nicht eingeschnappt – ich war bloß meinerseits sarkastisch, nur benutze ich generell keine lachbacken und grinsegesichter.

    Die ansicht, daß man besser eine schlecht bezahlte arbeit annehmen sollte als nicht zu arbeiten vertrete ich überhaupt nicht. Ich fürchte, daß das grundeinkommen schneller kommt, als mir lieb ist. Und daß sich dabei dieser Straubhaar (http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Straubhaar) mit seinen 625 € grundeinkommen als einzige sozialleistung durchsetzen wird.

    Von dem geld soll man dann noch 200 € für eine krankenversicherung bezahlen, den rest darf man verjuxen, sofern nach abzug der miete dann noch etwas übrig ist. Dann muß man wirklich um jeden preis arbeit suchen, tolle weltverbesserung!

  8. mantovan9

    @mühlstein –
    wer nicht lesen kann ist arm dran

    „Aha, der kleinste besserwisser soll zum BGE gezwungen werden – das ist ja wie auf dem jobcenter mit dem zwang! Aber lieber der allerkleinste besserwisser als der größte gar-nichts-wisser.“

    zu meinem beitrag
    „ich weissage – die deutschen werden die letzten sein, weil selbst der kleinste besserwisser zum bge gezwungen werden will oder muß ;)“

    ein bischen sarkasmus darf sein und den smilie bitte beachten –
    übersetzt heißt das ganze – die deutschen werden das grundeinkommen als letztes land bekommen und man muß es ihnen wahrscheinlich aufdrängen 😦 weil sie dermaßen systemrelevant kriechen und nach arbeit brüllen und zwar zu jedem preis :((((((((((((((((((, dass die politiker garnichts dagegen sagen brauchen, ihre willigen bürger fressen ihnen diesbezüglich jedes argument förmlich aus den händen. DENN ARBEIT MACHT FREI ! BESSER EINE SCHLECHT BEZAHLTE ARBEIT ALS GAR KEINE ARBEIT USW 😦

    den rest beantworte ich nicht mehr, denn wer schnell eingeschnappt ist; kommt von dem ast leider meist nicht mehr runter- also spare deinen atem, hier ist der schnitt –

    ICH HABE FERTIG!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  9. Aha, der kleinste besserwisser soll zum BGE gezwungen werden – das ist ja wie auf dem jobcenter mit dem zwang! Aber lieber der allerkleinste besserwisser als der größte gar-nichts-wisser.

    Geldmangel ist ein symptom der armut, jedoch nicht die ursache und ich halte von symptombehandlung nichts. Wenn man dafür ist, daß für die armen leute ein paar kröten rausgerückt werden sollen, hat man sich schon damit abgefunden, daß es arme leute gibt, denen geholfen werden muß, ohne auch nur gefragt zu haben, warum das so ist.

    Das BGE wird leider meist überhaupt nicht diskutiert, sondern man hat gefälligst begeistert zu sein! Und wer dagegen etwas hat, ist doof. Wobei ich zugeben muß, daß die viele gegner des BGE nicht unbedingt mit argumenten gesegnet sind. Die sind meist auf der moralischen schiene unterwegs, daß man den leuten doch nicht einfach geld geben könne, das sie nicht verdient hätten. Das sehe ich nicht so.

    Auch hier wird nicht über das BGE diskutiert. Anstatt zu prüfen, ob die argumente, die gegen ein BGE sprechen plausibel und einleuchtend sind oder vielleicht auch gar nicht stimmen, wird gleich kritisiert, daß ich keine tolle alternative serviere. In meinen ausführungen fehlen definitiv keine alternativen, darum ging es in meinem beitrag nicht. Ich wollte einige dinge zu bedenken geben, weshalb das BGE vielleicht doch keine besonders schlaue idee ist.

    Ich würde jedem mißtrauen, der behauptet ein »patentrezept« für die probleme der menschheit zu haben.

  10. mantovan9

    „Damit habe ich zwar bei weitem nicht alles, was das BGE betrifft gesagt“
    DAS STIMMT – es fehlen alternativen zum bge in ihren ausführungen 😦 wenn mensch alles runter schreibt sollte er-sie wenigstens EIN argument der erklärung einer alternative haben !

    europaweit wird das bge diskutiert !
    ich weissage – die deutschen werden die letzten sein, weil selbst der kleinste besserwisser zum bge gezwungen werden will oder muß 😉

    diese gegner schreckt keine kinder- und altersarmut 😦 die hauptsache man hat sein pulver verschossen –
    es gibt menschen die einfach nicht in der lage sind für ihre wichtigen lebensbedürfnisse selbst aufzukommen, so ist ein grundeinkommen für kinder und alte ein sozialer einstieg um mißstände sofort auszuräumen.
    das bge ist nicht ganz ausgereift, jedoch ist es ein übergang um die schlimmsten sozialen defizite zu beseitigen.
    mein vorschlag zur testphase grundeinkommen – ein bge für kinder und alte! und zwar möglichst gestern als heute 🙂

  11. So verständlich es mir ist, daß vielen das BGE als »rettung in der not« erscheint, weil h4 eine zumutung für die h4empfänger und die arbeitende bevölkerung gleichermaßen ist, bin ich dagegen.

    Dazu möchte ich folgendes zu bedenken geben:

    Das grundeinkommen ändert nichts daran, daß die mehrheit der bevölkerung für den profit der minderheit arbeiten muß.

    Das grundeinkommen ändert nichts daran, daß man von allem, was man braucht durch das geld ausgeschlossen ist.

    Das grundeinkommen ändert nichts daran, daß höhere produktivität nicht zum wohlstand der arbeiterklasse, sondern zu deren verarmung beiträgt.

    Das grundeinkommen ändert nichts daran, daß die besitzlose klasse gezwungen ist, gegen geld für die produktionsmittelbesitzer zu arbeiten.

    Das grundeinkommen ändert nichts daran, daß es in diesem staat so eingerichtet ist, daß von arm zu reich umverteilt wird.

    Das grundeinkommen steht im widerspruch zu unserem wirtschaftssystem, weil es keinen sinn ergibt, die menschen erst im arbeitsprozeß auszubeuten, um sie hinterher zu beschenken – die wirtschaftsfreundlichere variante des Götz Werner steht nicht im widerspruch zum kapitalismus, ist aber alles andere als eine »soziale wohltat«.

    Damit habe ich zwar bei weitem nicht alles, was das BGE betrifft gesagt, aber erst einmal genug.

  12. Kati

    Wenn Menschen gerecht für Ihre Arbeit bezahlt werden,dann stellt sich die Frage gar nicht nach einem Grundeinkommen.Viele Mütter würden zu Hause bleiben ,wenn Väter Ihre Familien ernähren könnten .Heute musst du arbeiten und bekommst noch Harz 4 obendrauf zudem wird selbst das Kindergeld ,das den KIndern ja zustehen sollte angerechnet.Da fängt es doch an .Es bleibt nichts mehr übrig um alles bezahlen zu können .Verdienen die Menschen genug ,steigt auch die Kaufkraft.Und junge Menschen die keine Schule abgeschlossen haben,keine Ausbildung gemacht haben dürften keinen Pfennig bekommen .Es fehlt der Druck,die Ordnung .Und dieTugenden wie Ehrlichkeit,Fleiß ,Anstand .Warum? weil es nicht mehr vermittelt wird .Das Bildungssystem ist schlecht,in den Kitas machen die Kinder was Sie!!wollen .Zucht und Ordnung fehlt in diesem Staat.Es ist Sodom und Gohmorra.
    Die kleinen schuften sich krumm um die reichen noch fetter zu machen .Aber jeder, kann nur ein paar Schuhe und einen Anzug tragen .

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  17. Die Umsetzbarkeit des BGE sehe ich gewährleistet. Die Finanzzierbarkeit ist geprüft und bestätigt von mehreren Quellen und durch dutzende Wisscehnachsftler (VWL wie BWL).

    Die Durchführbarkeit des BGE hängt meiner Meinung nach an mehreren Faktoren. Der Zins müsste abgeschafft werden, der Geldfluss müsste durch eine Steuer auf große Rücklagen in Gang gehalten werden, Das wichtigste ist aber, dass der Personenkult aufhört. Die Masse sollte die Technologie unserer Zeit zu nutzen lernen, damit man eine Basisdemokratie einfürhen kann ohne repräsentarische Politik und Pyramiden Hierarchien.

    Die Gegner des BGL geben sich oftmals als Befürworter aus. Es sind zum Teil diejenigen die heute schon BGL durch Zinsen haben. Auch die Versicherungen schleichen sich ein, weil z.B. Lebensversicherungen unnötig werden würden. Generell alle Menschen die Arbeiten verrichten die für das jetzige System relevant sind, aber in einem BGE System irrelevant würden, setzen sich stark dagegen ein – in dem sie es falsch befürworten.

    Wichtig ist, dass alle Fragen erklärt werden. Das man die Notwendigkeit für eine bessere Gesellschaftsform den Menschen nahe bringt und vor allem, dass ein neuer Ruck durch unsere Reihen geht:

    Die alten Wurzeln der Monopoly-Demokratur verfaulen:

    • Statusdenken ist kontraproduktiv und schadet der Gemeinschaft.
    • Wachstum ist nicht wirtschaftlich sondern wissenschaftlich und geistig notwendig – da ist es auch nicht begrenzt!
    • Mutter/Vater ist genauso ein Beruf wie Gärntner oder Arzt.
    • Menschen die in Berufen arbeiten die für die Gemeinschaftw wichtig sind, sollten angemessen dafür bezahlt werden.
    • Lebenserhaltende Märkte gehören streng reguliert: Wasser, Essen, Wohnungen, etc. damit die Produzenten / Besitzer davon leben können, aber ihre Macht niemals missbrauchen.

    Genauso wie wir die Welt in das gieriege Loch unserer Zeit verwandelt haben, können wir unsere Energie auch für eine bessere Welt verwenden und Menschenwürde zu einem gelebten Wert machen.

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  24. de EvE

    @thomas reinecker

    naja, so ganz ohne arbeit, wäre ja dann doch weder gerecht noch der sache an sich zuträglich, vielleicht sollte man eher darüber nachdenken wie der einzelne etwas dazu beitragen kann, ohne verrenkung an der gesammtgemeinschaft teilzunehmen hinsichtlich fähigkeiten und wünschen…denn es wäre ja fies, wenn die einen echt draufklopfen und die anderen nur nutzniessen…ich für meinen teil wäre mangels ausbildung aber gerne bereit für jemanden der mehr leisten kann z.b. den haushalt zu machen oder mich sonstwie um deren leibliches wohl zu kümmern, oder evtl dessen oma zu pflegen…sowas halt…dient dann auch dem gemeinwohl…

    wer viel zum bruttosozialprodukt beiträgt kann immer von denen unterstützt werden die dazu nicht so sehr in der lage sind…

    think about it…

  25. de EvE

    Grundeinkommen?
    JA,BITTE, ALLE FÜR ALLE!!!

    wo kann ich anfangen zuzupacken???

  26. thomas reinecker

    Das beste waere das keiner mehr arbeiten gehen wuerde und zeit mit der Famielie zu verbringen! Arbeit ist nur stress,depression und loest nur streit in der familie aus! Wir arbeiten nur fuer die banken und den abzockern die unsere regierung steuern und werden mit einem hungerlohn abgespeist!Das ist keine arbeit das ist nur verarsche sonst nichts! Und das macht uns krank,psychisch und auch koerperlich ,deswegen saufen ja 90 prozent und nehmen drogen weil sie alle schon so krank sind! jeder mensch sollte gleich viel haben dann brauchte auch keiner was arbeiten nur soviel wie er will!

  27. Roland

    Die Idee vom Grundeinkommen finde ich gut, da wir uns damit auch den Faktor Sicherheit verbessern. Drastisch gesagt: wer Essen hat, wird meine Familie wahrscheinlich nicht bestehlen.
    Was ich unpassend finde, ist dieses romantisieren vom Nichtstun. Es gibt Menschen die können nicht arbeiten und brauchen Unterstützung, aber die, die aus reiner Faulheit unser Soziales Netz nutzen, sollten meiner Meinung nach kein Geld mehr bekommen.
    Unser Land wird heute schon ordentlich von der EU und „Sozialprofis“ geschröpft; sollte es ein Grundeinkommen geben, würde sich meiner Meinung nach das Preisgefüge deutlich anheben und es würde eine Spirale losgetreten, die auch von Bessermenschen nicht mehr gestoppt werden könnte.

  28. mantovan9

    hallo bernhard,
    freue mich über dein positives feedback. dann lass es uns angehen und mache einen vorschlag.
    lg rita

  29. Bernhard Kröger

    Hallo, FreundeInnen, ich bin von den Infos beeindrucht und an Kontakt interessiert.

    MfG
    BK

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