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Update! Bürokratie: „Ein gigantischer Mechanismus, der von Zwergen bedient wird“

„Da „Elli“ den Kältetod starb, wollte man Städten Schlafcontainer für die Obdachlosenhilfe zur Verfügung stellen, sie lehnten ab??“

Ähnliches Foto

Kostenloses Angebot für Grevenbroich

Stadt lehnt Schlafcontainer für Obdachlose ab

Der Initiative „Grevenbroich packt an“ sind vier kostenlose Schlafcontainer angeboten worden. Darin sollten Obdachlose – vorzugsweise mit Hund – eine nächtliche Bleibe während der Wintermonate finden. Die Stadt lehnt ab. Von Wiljo Piel

ganzen beitrag lesen

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/grevenbroich/stadt-lehnt-schlafcontainer-fuer-obdachlose-ab-aid-1.7281837

Foto „Wir sind alle Elli“: Obdachlose erzählen von ihrem Weg auf die Straße

Überschrift -> Honoré de Balzac

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nachgeschoben – laut bibel ist jesus als obdachloser geboren -> in echtzeit gibts immer noch obdachlose und zwar unter der regie der „christen“?

oh du empathielose „christliche“ Weihnachtszeit..

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Bürokratie -> „Ein gigantischer Mechanismus, der von Zwergen bedient wird“

deutsche bürokratie -> „helden“ vor dem herrn -> 85jährigen demenzkranken mann ausspionieren und mit geldstrafe torpedieren?? das schaffen sie noch 😦

Bild könnte enthalten: eine oder mehrere Personen und Textbeitrag zum Thema

Ordnungsamt Düsseldorf– 85-Jähriger soll Strafe zahlen, weil er sich ausruhte

In einem Schreiben hat das Ordnungsamt Düsseldorf einen 85-Jährigen dazu aufgefordert, eine Geldstrafe zu zahlen. Dem Senior wird vorgeworfen, sich an einer Haltestelle ausgeruht zu haben. Das sei nicht der „Zweckbestimmung entsprechend“.

http://www.paz-online.de/Nachrichten/Panorama/85-Jaehriger-soll-Strafe-zahlen-weil-er-sich-ausruhte

und

kopfgeld? -> „78-Jährige braucht zu lange, um Ticket zu finden und bekommt 60-Euro-Strafe aufgebrummt“

http://www.focus.de/regional/muenchen/aufruhr-in-muenchen-78-jaehrige-braucht-zu-lange-um-ticket-zu-finden-und-bekommt-60-euro-strafe-aufgebrummt_id_7885289.html

 

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Überschrift -> Honoré de Balzac

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Behördenpost für einen Toten

dies ist keine satire – vorhang auf!

Bremer Behörde schickt Post an einen Toten – WeserReport …

YouTube Dresdner Sozialwacht

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epilog – Bürokratie,  „dort steht der Verstand erst stramm und zweitens still“..

Cartoon: Der Nächste bitte! (medium) by Kostas Koufogiorgos tagged bürokratie,beamte,bürokratie,beamte,beamter,beamtentum,amt,ämter,monotonie,routine,gleichgültigkeit,apathie,teilnahmslos,engstirnig,sinnlosigkeit,wahnsinn,willkür,abstempeln,stempel,schubladendenken,einstufen,statistik,zahlen,praxis,theorie

von erich kästner

Kennst Du das Land, wo die Kanonen blühn?
Du kennst es nicht? Du wirst es kennenlernen!
Dort stehn die Prokuristen stolz und kühn
in den Büros, als wären es Kasernen.

Dort wachsen unterm Schlips Gefreitenknöpfe.
Und unsichtbare Helme trägt man dort.
Gesichter hat man dort, doch keine Köpfe.
Und wer zu Bett geht, pflanzt sich auch schon fort!

Wenn dort ein Vorgesetzter etwas will
– und es ist sein Beruf etwas zu wollen –
steht der Verstand erst stramm und zweitens still.
Die Augen rechts! Und mit dem Rückgrat rollen!

Die Kinder kommen dort mit kleinen Sporen
und mit gezognem Scheitel auf die Welt.
Dort wird man nicht als Zivilist geboren.
Dort wird befördert, wer die Schnauze hält.

Kennst Du das Land? Es könnte glücklich sein.
Es könnte glücklich sein und glücklich machen?
Dort gibt es Äcker, Kohle, Stahl und Stein
und Fleiß und Kraft und andre schöne Sachen.

Selbst Geist und Güte gibt’s dort dann und wann!
Und wahres Heldentum. Doch nicht bei vielen.
Dort steckt ein Kind in jedem zweiten Mann.
Das will mit Bleisoldaten spielen.

Dort reift die Freiheit nicht. Dort bleibt sie grün.
Was man auch baut – es werden stets Kasernen.
Kennst Du das Land, wo die Kanonen blühn?
Du kennst es nicht? Du wirst es kennenlernen!

cartoon Kostas Koufogiorgos

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Hartz IV: Statt einem, vier Bildungspaket-Anträge

Cartoon: Bürokratielatschen (medium) by RABE tagged bundesregierung,debatte,bundestag,bildungsminister,arbeitsminister,von,der,leyen,cdu,kanzlerin,merkel,opposition,koalition,schwarzgelb,spd,grüne,linke,fdp,csu,bildungspaket,bildungswesen,schulen,schüler,kinder,sozialhilfe,hartz,iv,sozialhilfeempfänger,jobsuche,jobcenter,arbeitsagentur,mindestlohn,euro,krise,bildungschip,museumsbesuch,theaterbesuch,schulspeisung,willkür,bürokratie,büro,beamter,schreibtisch,schreibtischtäter,ärmelschoner,behörde,amt,ämter,verbeamtung,beamtendeutsch,bürokratieabbau,bürokratiehürde,bundesregierung,debatte,bundestag,bildungsminister,arbeitsminister,leyen,cdu,kanzlerin,merkel

Aufgrund des sog. Hartz IV Bildungspakets erfolgte ein Zerpflücken der Zuständigkeiten für die Leistungen des SGB II, die nun bei einer Vielzahl unterschiedlicher Stellen beantragt werden müssen.

Das am 1. April 2011 rückwirkend zum 1.Januar 2011 in Kraft getretene Bildungspaket (Leistungen für Bildung und Teilhabe) beschert Hartz IV-Empfängern nicht nur bislang vom Gesetzgeber aus Kostengründen vorenthaltene Leistungen für ihre Kinder, sondern auch eine Vielzahl von verschiedenen Anträgen, die alle an verschiedenen Stellen gestellt und bearbeitet werden müssen.

Zuständig für die Leistungen für Bildung und Teilhabe ist der kommunale Träger der Jobcenter, der diese Zuständigkeit vielfach weiter verteilt hat. So kommt es nun dazu, dass Hartz IV-Empfänger Leistungen für Klassenfahrten, Schulausflüge, für Freizeit und Nachhilfe, Fahrkosten zur Schule und den Mehraufwand für die schulische Mittagsversorgung nicht beim Jobcenter, sondern bei einer Vielzahl an verschiedenen Stellen innerhalb der kommunalen Verwaltung stellen müssen.

Für den Mehraufwand der schulischen Mittagsversorgung und Fahrkosten zur Schule kann z.B. der Fachdienst Schulverwaltung zuständig sein, für Nachhilfe der Fachdienst Familie und Jugend (damit sich die Leistungen nicht überschneiden) und für Klassenfahrten, Schulausflüge und Freizeiten eine weitere dafür eingerichtete Verwaltungsstelle.

Alle Hartz IV-Leistungen aus einer Hand, wie es am Jahresanfang noch aus der Bundesregierung tönte? Darüber können Antragsteller nur noch verzweifelt den Kopf schütteln. Neben dem ALG II-Antrag beim Jobcenter sind nun die Leistungen für Bildung und Teilhabe bei vielen verschiedenen kommunalen Fachdiensten zu stellen, Antragsteller trifft so die ganze Härte der bundesdeutschen Bürokratie. Bei einer derartigen Unübersichtlichkeit der Zuständigkeiten und der damit verbundenen Antragsflut muss man sich nicht wundern, wenn Antragsteller davor kapitulieren und erst gar keine Anträge auf Leistungen für Bildung und Teilhabe für ihre Kinder stellen.

Man stelle sich auch das Chaos vor, das nun aufgrund von Widersprüchen wegen Ablehnung oder nur anteiliger Leistungsgewährung der Leistungen für Bildung und Teilhabe folgt. Hartz IV-Empfänger werden bald eine qualifizierte Bürokraft benötigen, um das alles bewältigen zu können.

Vielleicht wird ja so der Arbeitsmarkt etwas belebt? Natürlich werden die meisten Hartz IV-Empfänger damit heillos überfordert sein, was keinesfalls an niedrigem Bildungsniveau, sondern dem hier vom Gesetzgeber und den Leistungsträgern praktizierten bürokratischen Wahnsinn liegt, bei dem selbst hochspezialisierte Anwälte oft machtlos sind und der Methode hat. Denn Leistungsberechtigte, die sich von dieser Bürokratie überfordert sehen, stellen keine Anträge, was Geld spart – so einfach ist das.

Das Chaos wird noch dadurch verstärkt, dass selbst bei erfolgreichen Anträgen die Leistungen vielfach nicht gewährt werden können, weil diese nicht an den Hartz IV-Empfänger ausgezahlt werden dürfen, sondern nur an den Leistungsanbieter, also z.B. den Essensversorger, den Sport- oder Nachhilfeverein oder die Schule. Kaum einer davon ist jedoch bereit, sich dem dazu erforderlichen enormen bürokratischen Aufwand zu unterziehen. Vielfach haben Schulen gar keine eigenen Konten, um Zahlungen für Klassenfahrten und Schulausflüge entgegen zu nehmen, weshalb Kinder daran nicht teilnehmen können – oder deren Eltern bezahlen die Kosten stattdessen wieder aus ihrem kargen Regelsatz. Und alles nur, weil Frau Merkel, Herr Westerwelle und Frau v.d. Leyen der Meinung sind, dass Hartz IV-Empfänger diese Gelder nicht in die Hand bekommen dürfen, weil sie die sonst „versaufen“. Um sicherzustellen, dass die Leistungen für Bildung und Teilhabe dazu verwendet werden, wofür sie gedacht sind, hätte die rechtliche Koppelung der Leistungsgewährung an eine einfache Nachweispflicht genügt.

Hartz IV-Empfänger, bzw. deren Kindern, stehen die Leistungen für Bildung und Teilhabe zwar nun endlich rechtlich zu, sie bekommen sie aber trotzdem nicht – wegen unüberwindbarer bürokratischer Hürden. Letztlich scheitert so die Umsetzung des Bildungspakets an dessen Regeln.

quelle http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/hartz-iv-statt-einem-vier-bildungspaket-antraege-20922.php

mehr zum thema

https://mantovan9.wordpress.com/2011/05/05/bildungspaket-streit-um-nachzahlung/

https://mantovan9.wordpress.com/2011/04/28/vorsicht-bildungspaket-jobcenter-droht-mit-leistungseinstellung/

https://mantovan9.wordpress.com/2011/04/28/reisleine-ziehen-ministerin-von-der-leyen/

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