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Politik hat ein böses Gesicht! „Systemfehler Kinderarmut!“

„Kinder erleben nichts so scharf und bitter wie Ungerechtigkeit“.

Gefährdetes Kindeswohl

Studie: Bundesregierung mitverantwortlich für wachsende Armut der Jüngsten. Parlamentarische und gesellschaftliche Initiativen dringend notwendig

Von Susan Bonath

Kein Kino, kein Fahrrad, nie eine Urlaubsreise:

In Deutschland wächst die Kinderarmut. Seit Jahren kommen Forscher zu diesem Resultat. Zuletzt warnte im April das Wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung des DGB: Ein Fünftel der Minderjährigen lebt inzwischen auf dem Niveau der Grundsicherung. »Kinderarmut in einem der reichsten Länder der Welt kommt nicht aus dem Nichts, sondern ist direkte Folge politischer Entscheidungen«, resümiert nun Michael Klundt von der Hochschule Magdeburg-Stendal.

Der Sozial- und Geschichtsforscher hat im Auftrag der Rosa-Luxemburg-Stiftung Ursachen des gesellschaftlichen Desasters analysiert. Am Donnerstag stellte er seine Studie unter dem Titel »Ene, mene, muh, und raus bist du? Kinderarmut und Reichtum in Deutschland« gemeinsam mit dem Bundestagsabgeordneten der Partei Die Linke Dietmar Bartsch und Dagmar Enkelmann in Berlin vor. Ziel sei es, Empfehlungen zur Bekämpfung der wachsenden Kinderarmut auf bundes-, landes- und kommunalpolitischer Ebene zu erarbeiten, erklärte er.

Zwar erlitten Kinder in der Bundesrepublik kaum absolutes Elend oder bedrohlichen Hunger, so Klundt. Verglichen mit dem durchschnittlichen Lebensstandard seien die Betroffenen jedoch mit großen Entbehrungen konfrontiert, würden benachteiligt und ausgegrenzt. »Lebensqualität, Bildung, Gesundheit und Zukunftschancen sind durch das Aufwachsen in Armut massiv beeinflusst«, konstatierte der Autor.

Er formulierte es drastisch: Es handele sich um eine »politisch motivierte Kindeswohlgefährdung«, die »das Recht junger Menschen auf Förderung ihrer Entwicklung und Erziehung zu eigenverantwortlichen, sozialen Persönlichkeiten behindert«. Die Bundesregierung beschönige die Situation und sehe tatenlos zu, rügte er. Sie forciere etwa, dass die zunehmende Ungleichheit als »natürliche Folge der digitalen Revolution« hingenommen werden müsse. Die wahre Ursache verschweige sie: sich verschärfende Widersprüche innerhalb des Wirtschaftssystems. Wenn eine kleine Gesellschaftsschicht immer reicher wird, sei es eine logische Folge, dass für Ärmere immer weniger bleibt, so Klundt weiter.

Die Abwärtsspirale für einen wachsenden Teil der Gesellschaft habe die Politik mit der »Agenda 2010« stark befördert, betonte der Studienautor. »Eltern sollen durch zu niedrige Hartz-IV-Sätze und harte Sanktionen dazu gezwungen werden, jede Arbeit anzunehmen, auch wenn sie von diesem Einkommen sich und ihre Familie nicht einmal ernähren können.« Tatsache ist, dass ein Drittel aller Leistungskürzungen Eltern mit Kindern betreffen. Das sind monatlich etwa 45.000 Familien.

Hinzu kommt laut Klundt eine regelrechte politische und mediale Stimmungsmache gegen arme Menschen. Da würden zum Beispiel Rentner gegen die junge Generation ausgespielt und Jugendliche aus reicheren Familien für die neoliberale Ideologie instrumentalisiert. Armen Müttern und Vätern werde hingegen Versagen angelastet. »Das sind inszenierte Generationenkämpfe«, so Klundt. Betroffene Kinder erlebten, wie ihre gesamte Familie abgewertet wird. »Das verunmöglicht ein positives Leben.«

Der Wissenschaftler fordert die Regierenden zu raschen Maßnahmen auf. Sie müssten die Wirtschaft stärker kontrollieren, den Arbeitsmarkt regulieren, Mindestlohn, Rentenniveau und Grundsicherung spürbar anheben. Das Hartz-IV-Sanktionsregime sei schnellstens zu beenden. Zudem müsse die Politik öffentliche Daseinsvorsorge in staatliche Hand zurückholen und ein Recht auf Wohnen, Bildung, Mobilität und Kultur für alle festschreiben und umsetzen. Dafür komme sie nicht darum herum, finanzstarke Unternehmer und Reiche zur Kasse zu bitten sowie Steuerschlupflöcher zu stopfen. »Millionäre und Milliardäre sind angemessen an der Finanzierung des Gemeinwohls zu beteiligen«, fordert er.

Doch auch der politischen Linken verlangt der Sozialforscher mehr ab, als sie bisher leistet. Sie müsse ihre Aufgabe, eine gesellschaftliche Gegenmacht zu organisieren, ernst nehmen, mahnt er. Es gehe darum, »sich parlamentarisch und außerparlamentarisch mit mächtigen Interessengruppen anzulegen«.

quelle https://www.jungewelt.de/artikel/310537.gefährdetes-kindeswohl.html

foto aufgelesen http://www.ekir.de/www/ueber-uns/kinderarmut-dringend-bekaempfen-10266.php

links zum Thema – aktuell

12.05.2017: Systemfehler Kinderarmut (neues-deutschland.de)

Arme Kinder, reiches Land

Kinderarmut und Reichtum in Deutschland – Rosa-Luxemburg-Stiftung

Kinderarmut in Deutschland: Wenn die Not zum Alltag gehört – BR.de

Kinderarmut: So leben Familien mit Hartz IV | 45 Min | NDR Doku …

blogbeiträge https://mantovan9.wordpress.com/?s=kinderarmut

 

Bettina Wegner – Kinder „Darf man niemals quälen, geh`n kaputt dabei!“

YouTube  pielo84

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Kinder klagen an! Wir leiden unter EUREN Hartz IV-Sanktionen!

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Tausende Kinder leiden unter Hartz IV- Sanktionen

Britta Litkke-Skiera: „Die Armut der Kinder ist verknüpft mit der Armut der Eltern, und die Armut der Eltern ist verknüpft mit der Armut ihrer (jugendlichen) Kinder.“

Bereits die normalen Leistungssätze reichten für Kinder von Hartz-IV-Empfängern nicht aus. Doch die sowieso schon problematische Situation verschärft sich noch zusehends durch die Sanktionen. Diese träfen nämlich alle Mitglieder einer Bedarfsgemeinschaft, so Littke-Skiera.

Hartz-IV-Sanktionen traumatisieren Kinder

Littke-Skiera fordert deshalb, die Sanktionen der Jobcenter anzuprangern, um Kinderamrut zu bekämpfen: „ Wer Kinderarmut bekämpfen will, kommt also nicht darum herum, sich über Sanktionen der Jobcenter Gedanken zu machen, diese auf´s Schärfste zu verurteilen und in der Öffentlichkeit zu skandalisieren.“

Sie erklärt, warum die Sanktionen ein Skandal sind: „ Denn es ist ein Skandal, wenn z.B. Jugendliche, die in in einer Umbruch- und Orientierungsphase sind, für die Abgrenzung und Ablösung von Eltern und Elternfiguren zu einem notwendigen Entwicklungsprozess gehört, gnadenlos totalsanktioniert werden, weil sie nicht so spuren wie es manch Angestellte/r in den Jobcentern gerne hätte.“

ganzen beitrag lesen

http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/tausende-kinder-leiden-unter-hartz-iv-sanktionen.php

 

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Die aktuelle deutsche Kinderarmut ist alarmierend

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kinder klagen an https://www.youtube.com/watch?v=LMzUXChba5Y

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Wann wacht diese Regierung endlich auf?

Selbst die „Bertelsmann-Stiftung“, welche maßgeblich an dem Elend in Deutschland beteiligt war / ist, kann es nicht länger leugnen!

Kinder- und Familienarmut hat in Deutschland (nicht nur) einer Studie zufolge alarmierende Ausmaße angenommen. Die staatliche Unterstützung geht oft am Bedarf vorbei. Zu diesem Ergebnis kommen zwei weitere Erhebungen im Auftrag der „Bertelsmann-Stiftung“, die heute veröffentlicht wurden.

Jedes fünfte Kind unter 15 Jahren ist demnach armutsgefährdet, wächst also unterhalb der Armutsgrenze auf. Das sind 2,1 Millionen Jungen und Mädchen, die in Familien leben, die weniger als 60 Prozent des durchschnittlichen Netto-Einkommens zur Verfügung haben. Bei einer vierköpfigen Familie liegt die Schwelle bei 1848 Euro im Monat.

Knapp die Hälfte dieser 2,1 Millionen Kinder lebt in Haushalten, die Hartz IV beziehen. Bei der anderen Hälfte – das sind 1,15 Millionen arme Kinder – ist das allerdings nicht der Fall: Sie leben ohne diese Unterstützung, obwohl sie teilweise Anspruch darauf hätten. Und: Nur gerade mal knapp über der Armutsschwelle – und zwar mit Hilfe von SGB-II-Leistungen – wachsen weitere rund 480 000 Kinder in Deutschland auf.

Zusammengefasst bedeutet das laut Studie, dass hierzulande drei Viertel aller Kinder in finanziell gesicherten, aber ein Viertel in finanziell unsicheren Verhältnissen groß werden. Die Auswertung der Daten des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung zeigt eine deutliche Benachteiligungen von Kindern einkommensarmer Familien im Vergleich zu Haushalten mit gesicherten finanziellen Verhältnissen.

Konkret zeigt sich: Rund 20 Prozent der Kinder, die Grundsicherung beziehen, leben in beengten Verhältnissen. 76 Prozent, deren Eltern auf Hartz IV angewiesen sind, können sich keinen Urlaub von mindestens einer Woche leisten. In vielen Fällen lässt das schmale Budget nicht zu, dass Freunde nach Hause eingeladen werden.

Rund 14 Prozent wachsen zudem in Haushalten ohne Internet auf, 38 Prozent in Familien ohne Auto. Und bei 10 Prozent der Kinder besitzen nicht einmal alle Familienmitglieder ausreichende Winterkleidung. Zugleich stellt die repräsentative Erhebung heraus, dass elementare Güter – eine warme Mahlzeit am Tag oder pünktliche Mietzahlungen – in Familien mit Hartz-IV-Bezug meist gewährleistet sind.

Eine zweite Untersuchung, für die Armutsforscher Familien befragt haben, bilanziert: Einkommensschwache Eltern wünschen sich für ihre Kinder vor allem gute Bildung und stellen eigene Bedürfnisse zurück. Sie empfinden es frustrierend, häufig Nein sagen zu müssen aufgrund ihrer schlechten Finanzlage. Eltern klagen zudem über zu viele behördliche Anlaufstellen, bürokratische Hürden und wechselnde Ansprechpartner.

Der Bertelsmann-Stiftung zufolge legt die Befragung offen, dass das staatliche Unterstützungssystem Armut nur unzureichend auffange. Jörg Dräger, Vorstand der Stiftung, sagte, der Bedarf der Kinder, ihr Wohlbefinden und ihre Teilhabechancen müssten in den Mittelpunkt rücken, die staatliche Grundsicherung solle erhöht werden.

Der DGB nannte die Studie ein Armutszeugnis für die Politik, „besonders für diejenigen in der Regierung, die glauben, eine positive Arbeitsmarktentwicklung löse die Armutsproblematik“. Aber viele neue Niedriglohn-Jobs seien eben nicht armutsfest.
(Quelle: dpa)

https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/themen/aktuelle-meldungen/2015/mai/bedarfslagen-von-familien-in-prekaeren-lebensverhaeltnissen/

quelle FHP: Freie Hartz IV Presse

links zum Thema

http://diefreiheitsliebe.de/gesellschaft/kein-warmes-essen-keine-schuhe-kinderarmut-in-Deutschland/

brandaktuell – mit kindern kasse machen

http://www.ardmediathek.de/tv/Monitor/Mit-Kindern-Kasse-machen-Wie-Heimkinder/Das-Erste/Video?documentId=28028224&bcastId=438224

blogbeiträge https://mantovan9.wordpress.com/?s=kinderarmut+in+deutschland

 

Epilog – ausgegrenzt und stigmatisiert

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Hartz IV News: Armut macht sich bei Kindern früh bemerkbar – und mehr

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1. Wie Kommunen durch zu niedrige Mietobergrenzen bei Hartz IV sparen
Wer Hartz IV, Sozialhilfe oder Grundsicherung im Alter bezieht, lebt am Rande des Existenzminimums. Jeder Cent weniger bringt die Betroffenen in finanzielle Notlagen. Die gezielten Einsparmaßnahmen einiger Kommunen bei den Unterkunftskosten haben somit verheerende Auswirkungen auf die Betroffenen… Weiter:

http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/mit-mietobergrenzen-bei-hartz-iv-sparen-90016484.php


2. Hartz IV: Jobcenter lässt sechsköpfige Familie in maroder Wohnung leben
Eine sechsköpfige Familie aus Essen muss seit zwei Jahren in einer 83-qm-Wohnung mit groben Mängeln wie einer defekten Heizung und Schimmel im Bad leben. Weder der Vermieter, der abgetaucht ist, noch das Jobcenter helfen der Familie… Weiter:

http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/schimmel-und-defekte-heizung-in-hartz-iv-wohnung-90016483.php


3. Weiterbilungsmaßnahme Jobcenter: Lamas ausführen

In der aktuellen Folge der Reportagereihe „Team Wallraff“ von RTL wurde am Mittwoch Abend auf die desaströsen Zustände in deutschen Jobcentern aufmerksam gemacht. Demnach sind die Jobcenter-Mitarbeiter stark überlastet. Sie müssten deutlich mehr Hartz IV-Bezieher betreuen, als offiziell vorgesehen sei, heißt es in der Reportage. Günther Wallraff selbst nahm an einer Maßnahme des Jobcenters für Erwerbslose in Süddeutschland teil, bei der Lamas gemeinsam Urlaubern spazieren geführt wurden… Weiter:

http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/hartz-iv-weiterbildung-lama-fuehren-90016481.php


4. Nahles verweigert behinderten Menschen vollen Hartz IV-Regelsatz

Seit der Neugestaltung der Regelbedarfsstufen im Jahr 2011 erhalten Menschen mit Behinderung, die von Angehörigen betreut werden, nur noch 80 Prozent der Grundsicherung von 399 Euro im Monat. Trotz mehrerer gegenteilig lautender Urteile des Bundessozialgerichts (BSG) hat die Bundesarbeits- und Sozialministerin Andrea Nahles (SPD) an dieser Regelung festgehalten… Weiter:

http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/80-euro-weniger-hartz-iv-fuer-behinderte-90016479.php


5. Berliner Jobcenter könnten mehr Geld in Weiterbildung von Hartz IV-Beziehern investieren
Die Berliner Jobcenter geben ihre Mittel für die Weiterbildung, Qualifizierung und geförderte Stellen für Hartz IV-Bezieher nicht aus. Das ergeht aus Berechnungen des unabhängigen Bremer Arbeitsmarktforschers Paul M. Schröder. Demnach investiert das Jobcenter Pankow sogar knapp zehn Prozent seiner Gelder.. Weiter:

http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/jobcenter-sparen-bei-weiterbildungen-90016478.php


6. Studie: Hartz IV-Armut macht sich bei Kindern früh bemerkbar

Kinder, deren Familie auf Hartz IV angewiesen sind, haben häufig bereits vor Schulbeginn große Defizite in der Sprache und beim Zählen. Zudem sind arme Kinder öfter von Übergewicht betroffen und haben weniger soziale Kontakte. Zu diesem erschreckenden Ergebnis kommt die Bertelsmann Stiftung in einer aktuellen Studie. Demnach hinken die Kleinen bereits im Vorschulalter zum Teil deutlich in ihrer Entwicklung im Vergleich zu Kindern aus Familien mit gesicherten finanziellen Verhältnissen hinterher.. Weiter:

http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/armut-durch-hartz-iv-trifft-bereits-kleine-kinder-90016477.php


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Informationen zum Thema – arme Eltern – arme Kinder

Kein warmes Essen – Keine Schuhe – Kinderarmut in Deutschland

von

Armut ist kein Problem der “3 Welt”, Armut ist ein Problem, das der Kapitalismus weltweit mit sich bringt. Auch in Deutschland gibt es Menschen, die an Hunger leiden, sich keine warmen Schuhe für den Winter kaufen können oder denen das Geld fehlt um die Stromrechnung zu bezahlen. Ein Leben ohne Strom, gesunde Nahrung und warme Kleidung, können viele Menschen in Deutschland sich nicht vorstellen, doch es ist ein alltägliches Problem, besonders für Kinder.

1,2 Millionen Kindern in Deutschland fehlt es an den wichtigsten Dingen, die zum Leben notwendig sind, die meisten dieser Kinder leben in Familien in denen die Eltern kein Einkommen haben und von Hartz 4 abhängig sind. Das geht aus einer Studie des UN-Kinderhilfswerkes UNICEF hervor, die am gestrigen Dienstag veröffentlicht wurde.

Eine Million Kinder leben in Familien, die weniger als die Hälfte des mittleren Einkommens zur Verfügung haben und deshalb als arm gelten, wenn man den Begriff der Armutsforschung zu Grunde legt. Deutschland schneidet damit deutlich schlechter ab, als andere Industrieländer, die Entwicklung hat sich in den letzten Jahren deutlich verschlechtert.  Vielen Kinder in Deutschland fehlt es an geregelten Freizeitaktivitäten (6,7 Prozent). Jedes 20. Kind in Deutschland lebt in einer Familie, die es sich nicht leisten kann dem Kind einmal am Tag eine warme Mahlzeit zu bezahlen. 3,7 Prozent der Kinder in Deutschland besitzen höchstens ein einziges Paar Schuhe.

Umfassende Studie Die Studie basiert auf repräsentativen Daten der EU aus 125000 Haushalten in 29 Industrieländern. Erfasst wurden 14 grundlegende Dinge und Angebote, wenn Kindern mehr als zwei davon fehlen, wird dies als Hinweis auf eine “besondere Mangelsituation” gewertet. In Deutschland betrifft das laut UNICEF 8,8 Prozent und damit nahezu jedes elfte Kind, die Zahl ist erschreckend und zeigt wie weit sich Armut und Ausgrenzung unter Kindern in Deutschland breit gemacht hat. Deutschland liegt im Vergleich auf Rank 15 von 29 Staaten, wie nicht anders zu erwarten, hinter den skandinavischen Ländern, aber auch hinter Zypern und Spanien. Schlecht schneiden vor allem die USA und Rumänien ab!

30 Millionen Kinder wachsen in den 35OECD-Staaten in Armut auf. “Es ist enttäuschend, daß Deutschland es nicht schafft, die materiellen Lebensbedingungen für Kinder entscheidend zu verbessern” erklärte Christian Schneider, Geschäftsführer von UNICEF Deutschland. Sie kritisierte die ungerechte Verteilung des Reichtums in Deutschland und die damit einhergehende Ausgrenzung von Kindern und Jugendlichen aus ärmeren Elternhäusern.

Der Bundesvorsitzende der Arbeiterwohlfahrt (AWO), Wolfgang Stadler, nannte das Ergebnis der Studie am Dienstag »skandalös«. »Durch die strikte Sparpolitik der Bundesregierung wird sich die Zahl der armen Kinder in Zukunft wahrscheinlich noch erhöhen«, fürchtet Stadler.

Als Lösung schlägt Unicef vor:

Nationale Agenda gegen Kinderarmut: In Deutschland fehlt ein umfassender Aktionsplan, um Kinderarmut zu senken. Die Bundesregierung sollte gemeinsam mit den Ländern genaue Ziele mit Zeitangaben festlegen, um Armut und Ausgrenzung Schritt für Schritt abzubauen. Dabei muss die gezielte Unterstützung für besonders benachteiligte Kinder oberste Priorität erhalten.

von

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Zwei Kinder, zwei Welten – Armut und Reichtum in Deutschland

Zwei Kinder, zwei Familien, sie leben in Erfurt, nur fünf Kilometer voneinander entfernt und doch in zwei ganz verschiedenen Welten. Die einen können sich Wünsche erfüllen, der Alltag der anderen wird vom Sparen beherrscht. Gerade vor Weihnachten zeigt, was Kinder armer Familien von denen wohlhabender Familien unterscheidet.

YouTube Der Wahrheitsgehalt

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Arm und Reich – Wie geteilt ist Deutschland DOKU

Ökonomen nennen es nüchtern Niedriglohn. Die Gewerkschaften brandmarken es als Ausbeutung, was rund sieben Millionen Menschen Tag für Tag in Deutschland erleben. Inzwischen machen Menschen mit Berufsausbildung und Akademiker drei Viertel der Niedriglöhner aus. Viele verdienen dabei so wenig, dass sie auf Zuschüsse vom Staat angewiesen sind. Die Dokumentation beschreibt ihre Situation auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland und Frankreich. Da wird der Wachmann eines Security-Unternehmens mit 4,20 Euro Stundenlohn unter das Existenzminimum gedrückt und zu dauerhaften Überstunden gezwungen, um nicht hungern müssen. Für seinen Arbeitgeber ist das offenbar kein Problem, obwohl er gegen das deutsche Arbeitszeitgesetz verstößt. Andernorts wird ein Zeitarbeiter dazu benutzt, fest angestellte Arbeitskräfte unter Druck zu setzen, denn er verdient rund 30 Prozent weniger. Sanitätern werden die Löhne gesenkt, weil der Arbeitgeber eine gefällige Gewerkschaft für Tarifverhandlungen fand. Und ein Textildiscounter unterschlägt seinen Beschäftigten den Tariflohn. Ähnliche Vorkommnisse gibt es auch in Frankreich. Dort ist ein Landarbeiter vergeblich auf der Suche nach einem Vollzeitjob. Ihm bleiben nur Teilzeitarbeit und Gelegenheitsjobs bezahlt über sogenannte „chèques emploi service universel“, über Arbeitsservice-Schecks. Damit kann er der Armut aber kaum entfliehen. In Paris glaubt eine junge Frau, als Haushaltshilfe feste Arbeit zu finden. Doch ihre Arbeitgeberin verweigert den Mindestlohn und zwingt sie zur Schwarzarbeit. Die Folge: kein nachweisbarer Job, keine Wohnung — ein Teufelskreis. Die Dokumentation zeigt die Arbeits- und Lebenswelt von Menschen, die unter schwersten Bedingungen auf niedrigstem Lohnniveau schuften. Und sie blickt auf die Folgen dieser dramatischen Veränderung der Arbeitswelt.

YouTube dena inkel

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links zum Thema – kinderarmut

Die beschämend hohe Kinderarmut in Deutschland ist ein gesellschaftlicher Skandal. Sie wirkt sich in vielen Bereichen des Alltags aus, dementsprechend brauchen wir ein Nationales Programm zur Bekämpfung der Kinderarmut, das interdisziplinär an verschiedensten Stellen ansetzt. Soziale Sicherheit und Bildungsgerechtigkeit für Kinder sollten in einer der reichsten Industrienationen der Welt eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein.

Deutsches Kinderhilfswerk: Kinderarmut in Deutschland gesellschaftlicher Skandal

Arme Kinder – Arme Eltern

Studie: Wirksame Ansätze gegen Kinderarmut in Deutschland

Linkspartei fordert mehr Einsatz gegen Kinderarmut

links – aktuell

Peter Hartz: HartzIV-Erfinder plant Megacity für chinesische Senioren

DGB: Beschäftigungschancen für Langzeitarbeitslose in Düsseldorf bleiben schlecht

Formierte Gegenaufklärung

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Epilog – kinder klagen an

wer wegschaut – macht mit !

Armut ist nicht relativ?! –
Armut wird als das was es ist wahrgenommen –
Armut stigmatisiert !
Armut schließt aus !
Armut macht krank –
Armut macht traurig –
Armut macht wütend !!!

ich kann dieses relative?! umschreiben von armut nicht akzeptieren, denn es verschleiert und verhöhnt den verheerenden zustand der betroffenen..

blogbeiträge https://mantovan9.wordpress.com/?s=kinderarmut

 

hartz iv muss weg !!!

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Arme Kinder in einem reichen Land

Rund 3 Millionen Kinder- und Jugendliche in Deutschland sind direkt oder indirekt von Armut betroffen. Es mangelt ihnen an Geld, an adäquater Winterbekleidung und die Wohnverhältnisse in denen sie aufwachsen, sind häufig beengt. Soziale oder kirchliche Einrichtungen wie zum Beispiel die Arche sind oftmals die einzige Anlaufstelle, die den Kindern jene Unterstützung bieten, die sie in ihrem unmittelbaren Umfeld entbehren.

quelle https://www.planet-wissen.de/sendungen/2014/12/Kinderarmut.jsp

Informationen zum Thema

Bundesregierung: Armuts- und Reichtumsbericht 2013
http://www.bmas.de

Kinderarmut in Deutschland im Überblick
http://www.boeckler.de

Patenschaften gegen Kinderarmut
http://aktivpaten.de

Gegen Kinderarmut
http://www.gegen-kinderarmut.de

Datenreport 2014
http://www.bibb.de

Straßenkinder in Berlin
http://www.strassenkinder-ev.de

Kinder- und Jugendhaus Bolle
http://www.strassenkinder-ev.de

Du bist sowas von Raus! Echte Geschichten aus der Arche
ISBN 978-3-522-30354-5

mehr http://kinderprojekt-arche.eu/aktuelles/news/buchver%C3%B6ffentlichung-du-bist-sowas-von-raus-echte-geschichten-aus-der-Arche

und Unsere armen Kinder: Wie Deutschland seine Zukunft verspielt

https://books.google.de/booksid=muDDrn7z_DcC&printsec=frontcover&dq=Unsere+armen+Kinder:+Wie+Deutschland+seine+Zukunft+verspielt&hl=de&sa=X&ei=HY22VNSHI8S4OPvTgMgE&ved=0CCAQ6AEwAA#v=onepage&q=Unsere%20armen%20Kinder%3A%20Wie%20Deutschland%20seine20Zukunft20verspielt&f=false

YouTube Michael Molli

 

Epilog

blogbeiträge zum Thema

https://mantovan9.wordpress.com/2013/05/19/vergewaltigung-der-menschenwurde-per-se-kinder-in-den-jobcentern/

 

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Morgen, Kinder wird´s nichts geben!

Morgen, Kinder wird´s nichts geben! 

von Erich Kästner

Morgen, Kinder, wird’s nichts geben!
Nur wer hat, kriegt noch geschenkt.
Mutter schenkte euch das Leben.
Das genügt, wenn man’s bedenkt.
Einmal kommt auch Eure Zeit.
Morgen ist’s noch nicht so weit.

Doch ihr dürft nicht traurig werden,
Reiche haben Armut gern.
Gänsebraten macht Beschwerden,
Puppen sind nicht mehr modern.
Morgen kommt der Weihnachtsmann.
Allerdings nur nebenan.

Lauft ein bisschen durch die Straßen!
Dort gibt’s Weihnachtsfest genug.
Christentum, vom Turm geblasen,
macht die kleinsten Kinder klug.
Kopf gut schütteln vor Gebrauch!
Ohne Christbaum geht es auch.

Tannengrün mit Osrambirnen –
lernt drauf pfeifen! Werdet stolz!
Reißt die Bretter von den Stirnen,
denn im Ofen fehlt’s an Holz!
Stille Nacht und heilge Nacht –
Weint, wenn’s geht, nicht! Sondern lacht!

Morgen, Kinder, wird’s nichts geben!
Wer nichts kriegt, der kriegt Geduld!
Morgen, Kinder, lernt fürs Leben!
Gott ist nicht allein dran schuld.
Gottes Güte reicht so weit . . .
Ach, du liebe Weihnachtszeit!

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aktuell Weihnachten fällt für viele Hartz IV Kinder aus
Viele Eltern geraten vor der Weihnachtszeit in regelrechten Stress. Was kann den Kindern geschenkt werden, wenn sie schon alles haben? Ein Luxusproblem, von dem viele andere Eltern in Deutschland nur träumen können.
http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/weihnachten-faellt-fuer-viele-hartz-iv-kinder-aus-90016379.php
und
450 Milliarden für Armut per Gesetz
Fast jedes sechste Kind wächst mit Hartz-IV auf / Linkenpolitikerin Zimmermann: Besonders zu Weihnachten sind ärmliche Verhältnisse zu spüren / Unternehmerlobby zufrieden
http://www.neues-deutschland.de/artikel/956311.450-milliarden-fuer-armut-per-gesetz.html

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Epilog – kinder klagen an
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Ein Land erkennt man an dem Umgang mit seinen Schwächsten.

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Hartz IV News: Schlechte Noten fürs Jobcenter – und mehr

Ein frohes Osterfest im Namen der gesamten Gegen-Hartz.de Redaktion

1. Die Bundesagentur für Arbeit plant massive Einschränkungen für Selbstständige
Die Bundesagentur für Arbeit (BA) will aufstockende Hartz IV Leistungen für Selbstständige stark einschränken. Nur noch für eine Übergangsfrist sollen Selbstständige ihren Unterhalt mit Hartz IV aufbessern. Danach fallen alle Sozialleistungen weg. Den meisten Betroffenen wird dann die Aufgabe der Selbstständigkeit und damit die Erwerbslosigkeit drohen…. Weiterlesen:

http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/fast-kein-hartz-iv-bei-selbststaendigkeit-90016057.php

Cartoon Gegen Hartz IV

2. Tacheles macht interne Dienstanweisungen von Jobcenter, Sozialamt und Forderungseinzug der Stadtkasse öffentlich
Im Zuge der Kampagne für mehr Behördentransparenz unter dem Motto „Nur wer seine Rechte kennt, kann sie wirksam durchsetzen!“ veröffentlicht der Erwerbslosen- und Sozialhilfeverein Tacheles interne Dienstanweisungen des Wuppertaler Jobcenters, des Sozialamtes und dem Forderungseinzug der Stadtkasse. Hartz IV- und Sozialhilfe-Betroffenen sowie Anwälten und Beratungsstellen soll damit ein Einblick in die Entscheidungsgrunde der Behörden ermöglicht werden… Weiter:

http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/interne-dienstanweisungen-vom-jobcenter-90016056.php

3. Mindestlohn von 8,50 Euro reicht kaum, um Hartz IV Bezug zu verhindern
Durch den geplanten Mindestlohn in Höhe von 8,50 Euro werden etwa 60.000 Aufstocker nicht mehr auf Hartz IV angewiesen sein. Das geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor. Von den insgesamt 1,3 Millionen Aufstockern wird demnach nur ein vergleichsweise kleiner Teil den Hartz-IV-Bezug aufgrund des Mindestlohns beenden können. Weiter:

http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/mindestlohn-greift-bei-hartz-iv-aufstockern-kaum-90016055.php

4. Mief in deutschen Amtsstuben: Nach acht langen Jahren lehnt das Jobcenter einen Widerspruch ab
Wer kennt das nicht, man stellt einen Antrag und die Behörde braucht eine gefühlte Ewigkeit, um den Antrag oder Widerspruch zu bearbeiten. Wirklich lange musste eine Hartz IV Bezieherin aus Neuruppin warten. Sie bekam für ihren Sohn keine Sozialleistungen mehr und legte einen Widerspruch auf den Bescheid ein. Vor einer Woche kam dann die Antwort vom Jobcenter. Das schier unglaubliche: Der Widerspruch wurde im Jahre 2006 gestellt und anscheinend jetzt erst bearbeitet… Weiter:

http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/jobcenter-bennoetigte-8-jahre-fuer-widerspruch-90016054.php

5. In Köln-Ehrenfeld werden an den Abfalleimern Pfandringe angebracht, damit, wie es u.a. heißt, Flaschensammler nicht würdelos im Müll nach Pfandflaschen suchen müssen
So heißt es auf der Seite des Entwicklers auch: „… Auf der anderen Seite gibt es eine Vielzahl von Menschen, die auf das Sammeln angewiesen sind bzw. sich damit ein Zubrot verdienen. Menschen mit verschiedensten Hintergründen – Familienväter, Renterinnen, Schüler, Studenten, Obdachlose etc. – diese müssen oft unwürdig im Müll nach den Flaschen suchen.“… Weiter:

http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/pfandringe-die-neue-waffe-gegen-die-armut-90016051.php

6. Schlechte Noten fürs Jobcenter

Beratungsstellen und Verbände schlagen Alarm. Eine Untersuchung des Arbeitskreises Grundsicherung und Sozialhilfe zeigte, dass das Jobcenter Essen in vielen Bereichen sehr unzuverlässig und untätig ist. Die Behörde sei demnach schlecht erreichbar und es komme oft zu Verzögerungen bei der Bewilligung von Hartz IV-Anträgen… Weiter:

http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/hartz-iv-schlechte-noten-fuers-jobcenter-essen-90016053.php

— Tipps —

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Mehr Urteile, Ratgeber und News: http://www.gegen-hartz.de/

— Tipps —

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Informationen zum Thema

Kein Job, kein Geld, kein schönes Leben  

YouTube Michael molli

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Armut ist weiblich

mehr zum Thema

Video: Kinderarmut http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit/lokalzeit-aus-duisburg/videohungrigzurschulekinderarmutinduisburg100.html

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Worte zur Anhörung im Petitionsausschuss Berlin – 17. März 2014

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von altonabloggt

Sehr geehrte Damen und Herren des Petitionsausschusses, liebe Gäste, interessierte Menschen und ganz besonders liebe Mitunterzeichnerinnen und Mitunterzeichner!

Die Anhörung vom 17. März 2014 ist vorbei und ebenso eine schnell vorbeigehende Stunde. Eine Stunde – zu wenig für die umfassende Komplexität um das Sanktionsregime bei Hartz IV und der Grundsicherung. Bedanken möchte ich mich für die durchaus sachlichen Fragen aller Fraktionen. Trotzdem hätte ich noch für viele Stunden mehr zu sagen gehabt. Einfach schon aus dem Grund, dass zehn Jahre Agenda 2010 sehr vieles aufgestaut hat und damit leider auch zu großen Nöten führte und noch immer führt.

Und ich frage nochmals: „Wer übernimmt die Verantwortung dieser Nöte und den Folgen daraus? Sind es sie als Politiker, die Bundesagentur für Arbeit oder die Jobcenter?“

Die soziale Exklusion hat damit ihren Lauf genommen. Insbesondere durch die derzeitige Sanktionspraxis und deren strikten Umsetzung als Pädagogisierung durch die Jobcenter.

Nochmals möchte ich die Rechtslage, aus meiner Sicht, so darstellen:

Das BVerfG1 hat sich in zwei Entscheidungen zu der Frage der Sicherstellung des Existenzminimums geäußert. In seiner Entscheidung aus dem Jahre 2010 hat es aus der Menschenwürdegarantie und dem Sozialstaatsprinzip einen verfassungsunmittelbaren Leistungsanspruch auf ein Existenzminimum formuliert, das die physische Existenz und ein Mindestmaß an Teilhabe am gesellschaftlichen, kulturell und politischen Leben umfasst. In seiner Entscheidung aus dem Jahre 2010 hat es festgestellt:

Der gesetzliche Leistungsanspruch muss so ausgestaltet sein, dass er stets den gesamten existenznotwendigen Bedarf jedes individuellen Grundrechtsträgers deckt.“ (Rand-Nr. 137).

weiterlesen http://altonabloggt.wordpress.com/2014/03/21/worte-zur-anhorung-im-petitionsausschuss-berlin-17-marz-2014/

Foto Inge Hannemann

Video: Inge Hannemann zu ihrer Petition gegen Sanktionen

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DANKE Inge Hannemann !!

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Epilog – Grundsicherung für Kinder ! JETZT !

Wenn wir wahren Frieden in der Welt erlangen wollen, müssen wir bei den Kindern anfangen.
Mahatma Gandhi

Ein Kommentar

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