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Update! Online Mahnwache für Marius

online Mahnwache für Marius 2014 –

Marius, 32 Jahre alt, ist tot. Was trieb ihn in den Suizid? 

von Elisabeth Kuhnle – 2013

In unserer Mitte fehlt ein Mensch – ein Mensch, der aus Verzweiflung viel zu früh aus dem Leben schied: ~ MARIUS ~

Wir gedenken Deiner und erinnern mit dieser Online-Mahnwache an Deine demonstrative Verzweiflungstat vor dem Berliner Reichstagsgebäude vor genau einem Jahr.
Wir erinnern an die wachsende Armut inmitten einer Wohlstandsgesellschaft, die vielen nicht oder kaum bekannt gewordenen Dramen derer, die wie Du obdachlos wurden, denen jegliche Zukunftsperspektive genommen wurde.
Wir erinnern an die Tragödien in Südeuropa, wo eine Vielzahl von Menschen denselben Weg gewählt hat wie Du, nachdem sie mit Obdachlosigkeit konfrontiert worden waren, plötzlich herausgerissen aus einem Leben in geregelten Rahmen.
Wir setzen ein Zeichen, so wie Du vor einem Jahr ein Zeichen gesetzt hast, indem Du Dein Leben geopfert hast, dass es so nicht weitergehen kann und darf.
Angemessener Wohnraum ist ein wichtiger Teil eines Lebens in Würde. Wie der Zugang zur täglichen Nahrung muss auch der Zugang zu angemessenem Wohnraum gesichert sein und darf nicht Gegenstand von Spekulation und Profitgier sein.

13. Oktober 2013 ~ Ruhe in Frieden, Marius, wir werden Dich und Dein Opfer nicht vergessen ~
von Elisabeth Kuhnle
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Informationen zum Thema
„Am 13. Oktober 2012 zündet sich ein junger Mann auf den Stufen des Reichstagsgebäudes in Berlin selbst an, dann sticht er sich mit einem Messer in die Lunge. Kurz darauf stirbt er an diesem Ort, vor den Augen vieler anderer Menschen.

Marius, 32 Jahre alt, ist tot. Was trieb ihn in den Suizid?“
mehr erfahren  https://mantovan9.wordpress.com/2012/10/21/nachruf-marius-32-jahre-alt-ist-tot/
und  http://www.atase.de/blog/ehrfurcht-vor-dem-leben/berlin-suizid-vor-dem-reichstagsgebaude-am-globalnoisetag/
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R I P – Der Traum ist aus !

hier geht’s zur online mahnwache

https://www.facebook.com/events/169021906628712/?ref_dashboard_filter=upcoming

KERZE FÜR MARIUS http://www.gratefulness.org/ 

am ende des Regenbogens sehen wir uns alle wieder –

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Epilog – DAS RECHT AUF LEBEN !

blogbeiträge

https://mantovan9.wordpress.com/2013/10/11/online-mahnwache-marius-32-jahre-alt-ist-tot/

https://mantovan9.wordpress.com/?s=marius

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Online Mahnwache – Marius, 32 Jahre alt, ist tot

online-mahnwache für marius am 13.10.2013

Marius, 32 Jahre alt, ist tot. Was trieb ihn in den Suizid?https://www.youtube.com/watch?v=S6XE3-TLYXY
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mehr zum Thema

am 13.10.2013 ist der erste Todestag von Marius.

die medien haben mit erfolg seinen Opfergang, sein leben zu geben, gegen wohnungsnot und kalte Agitation von Politik und wirtschaft totgeschwiegen. sozusagen ist er zwei tote gestorben.

das sollten wir nicht zulassen!

inzwischen hat sich die Wohnungsnot in Deutschland drastisch eskaliert.

menschen sterben nach Zwangsräumungen und und und.

menschen können sich nicht mehr in Mietwohnungen sicher fühlen. schon heute kann die Zwangsräumung wegen „eigenbedarfs“ ins haus flattern.

Marius hat mit Sicherheit den Wohnungsmarkt mit all seinen Grausamkeiten überschauen können und wollte sich im wahrsten sinne des wortes in unser gewissen brennen. setze auch du ein zeichen und nehme an dieser online-mahnwache für marius teil!

Marius müßte im sinne des jetzigen häuserkampfes und den anstehenden Hausbesetzungen als Symbol dienen.

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mehr zum Thema

https://mantovan9.wordpress.com/2012/10/21/nachruf-marius-32-jahre-alt-ist-tot/
http://www.atase.de/blog/ehrfurcht-vor-dem-leben/berlin-suizid-vor-dem-reichstagsgebaude-am-globalnoisetag/

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„Mir tut es leid.
Mir tut es so leid, dass das Leben eines Menschen, Marius‘ Leben, zu geben, nicht einmal genügt, um ein paar Worte, eine Tat, irgendetwas aus den düsteren Gestalten in dem Gebäude auf dessen Treppen er sich sein Leben nahm, heraus zu bekommen….
Nichts, sie schweigen. Sie verstecken sich und gebieten anderen, sich hinter einem Gebot zur Zurückhaltung bei Selbsttötungen zu verschanzen, das in diesem Falle niemals greifen dürfte.
Ich schäme mich, ich habe Angst.
Marius, nun leidest Du nicht mehr. Ich werde Dich nicht vergessen. Wäre ich noch nicht wach, Du hättest mich aufgeweckt.
Mein Beileid für alle, die ihn liebten und mochten.“ zitat aus dem kondulenzbuch, das man löschte..

hier geht’s zur online mahnwache

https://www.facebook.com/events/169021906628712/?ref_dashboard_filter=upcoming

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Epilog – am ende des Regenbogens sehen wir uns alle wieder

http://www.atase.de/blog/

KERZE FÜR MARIUS http://www.gratefulness.org/

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UPDATE: UND DAS PARLAMENT SCHWEIGT

ich kann mich mit dieser ignoranz nicht abfinden.
in tunesien verbrennt sich ein verzweifelter mensch und löst eine revolution aus. die medien und sozialen netzwerke teilten diese botschaft.
marius verbrennt sich dramatisch vor dem reichstag und die medien suggerieren, dass es sich um persönliche belange handelt und man schweigt diesen selbst-mord tot!
ein mensch der sich vor aller augen an einem symbolischen ort sozusagen opfert, hat eine letzte botschaft!
er war obdachlos und lebte in einer notunterkunft.
wer nicht völlig abgestumpft ist, sollte im netz auf spurensuche gehen. VIELEN studenten geht es richtig dreckig!!!
es gibt ein kondulenzbuch für marius, in diesem haben wenige menschen mit viel empathie geschrieben.
dieses video ist zur erinnerung an einen einmal glücklichen menschen mit kraft und visionen, die jetzt in einer letzten verzweifelten botschaft mündeten.
mein anliegen ist, schreibt bitte ein paar zeilen, damit die verantwortlichen lesen können, sein opfer war nicht umsonst. wir haben den letzten aufschrei gehört und solidarisieren uns mit den noch lebenden obdachlosen und entrechteten menschen.
jetzt ist der winter sozusagen wie eine mahnung schon im okt über uns hereingebrochen.
die obdachlosen hat es eiskalt erwischt –
UND MARIUS SCHWEIGT FÜR IMMER – SCHWEIGE DU NICHT!

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Kondolenz von Monika Riemer aus Hamburg

Marius – Du hattest wenig Zeit

zum Studieren

zum Kämpfen

zum Lieben

zum Trauern

zum Leben

Marius – Du hast dem Kampf die Hand gereicht –

Ach, hätten wir Deine Zeichen erkannt,

Dich doch bloß festgehalten –

mit Dir gekämpft für ein bessres Leben!

Die Tränen und Trauer werden in Wut umschlagen –

eines Tages –

das verspreche ich Dir

werden alle Menschen eine bezahlbare Wohnung haben!

Dieses barbarische profitorientierte politische System muß mit a l l e n

friedlichen Mitteln beseitigt werden!

QUELLE http://www.kondolenzbuch-online.de/cgi-bin/2012/books/000257.pl

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UND DAS PARLAMENT SCHWEIGT

DIE VERANTWORTLICHEN SCHWEIGEN !

Suizid vor dem Reichstag am 13. Oktober 2012

Kondolenz von Fanny aus Bittenicht

Mir tut es leid.
Mir tut es so leid, dass das Leben eines Menschen, Marius‘ Leben, zu geben, nicht einmal genügt, um ein paar Worte, eine Tat, irgendetwas aus den düsteren Gestalten in dem Gebäude auf dessen Treppen er sich sein Leben nahm, heraus zu bekommen.
Nichts, sie schweigen. Sie verstecken sich und gebieten anderen, sich hinter einem Gebot zur Zurückhaltung bei Selbsttötungen zu verschanzen, das in diesem Falle niemals greifen dürfte.
Ich schäme mich, ich habe Angst.
Marius, nun leidest Du nicht mehr. Ich werde Dich nicht vergessen. Wäre ich noch nicht wach, Du hättest mich aufgeweckt.
Mein Beileid für alle, die ihn liebten und mochten.

Kondolenz von Joel aus Frankreich

Guten Abend.
Meine Frau und ich waren da.
Wir haben Marius am Boden gesehen. In Flammen. 20-30 Meter von uns. Er schrie, er schrie Feuerschreie. 19 oder 20 Menschen sind zu ihm gerannt, mit Jacken, um das Feuer zu löschen.
Wir haben nie gedacht, dass er 30 Minuten später nicht überleben würde.
Ich möchte unsere tiefe Kondolenzen an seiner Familie bringen.
Es ist so traurig, dass keine Worte existieren, um diese Traurigkeit zu benennen.
Ich hoffe, dass endlich die reichen Menschen dieser Welt verstehen würden, dass etwas irgendwie nicht klappt auf dieser Welt.
Wieviele Tote braucht ihr noch? Wieviel Schmerzen? Wieviele Traurigkeit?

VERANTWORTLICHE SCHAUEN WEG  – SCHAU DU NICHT WEG!

AUF EIN WORT http://www.kondolenzbuch-online.de/cgi-bin/2012/books/000257.pl

FOTOMONTAGE http://www.atase.de/blog/ehrfurcht-vor-dem-leben/berlin-suizid-vor-dem-reichstagsgebaude-am-globalnoisetag/#update

„EMPÖRT EUCH – WEHRT EUCH – ES IST NIE ZU SPÄT!“

http://www.youtube.com/watch?v=Qtqjqs_AuFg

 

INFORMATIONEN ZUM THEMA

BLOBEITRÄGE https://mantovan9.wordpress.com/2012/10/21/nachruf-marius-32-jahre-alt-ist-tot/

AKTUELL – RATTENFÄNGER OUTEN

https://www.facebook.com/eu.prasident/photos_stream#!/photo.php?fbid=456553844385819&set=a.397334350307769.85798.100000936213873&type=1&theater

UND http://www.echte-demokratie-jetzt-hamburg.de/2012/10/18/raven-gegen-wohnungsnot/

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NACHRUF! Marius, 32 Jahre alt, ist tot

von Bertolt Brecht

VON Elisabeth Kuhnle

Am 13. Oktober 2012 zündet sich ein junger Mann auf den Stufen des Reichstagsgebäudes in Berlin selbst an, dann sticht er sich mit einem Messer in die Lunge. Kurz darauf stirbt er an diesem Ort, vor den Augen vieler anderer Menschen.

Marius, 32 Jahre alt, ist tot.

Was trieb ihn in den Suizid?

Die Tat hat rein persönliche Hintergründe -. das ist die offizielle Version.

Erinnerungen an Tunesien, wo die Selbstverbrennung eines Mannes heftige Unruhen auslöste, die den arabischen Frühling einläuteten, werden wach.

Am 17. Dezember 2010 begannen in Tunesien Proteste gegen die Regierung von Staatsoberhaupt Zine el-Abidine Ben Ali, nachdem der Gemüsehändler Mohamed Bouazizi mit seiner Selbstverbrennung gegen Demütigungen protestierte.

Innerhalb weniger Wochen kam es zu landesweiten Massenunruhen, die in den nächsten Monaten auf etliche Staaten in Nordafrika und dem Nahen Osten übergriffen.

Doch die Tat von Marius in Berlin hat einen rein persönlichen Hintergrund. – Ist das wahr? Kann das sein?

Der Tathergang wird in den meisten offiziellen Medienberichten umgedreht – Marius soll sich zuerst mit dem Messer verletzt und dann angezündet haben. Er hat einen Abschiedsbrief geschrieben – darin soll stehen, dass es rein persönliche Gründe sind, die ihn in den Selbstmord treiben.

Der Abschiedsbrief von Marius, das Vermächtnis! – könnte verstehen helfen

Bilder und ein Video, die Marius zeigen, werden von der Presse gelöscht.

Menschen, die Marius persönlich kannten, melden sich zu Wort – keiner glaubt an etwas anderes als ein politisches Motiv für seine Selbsttötung, ein eindrückliches politisch-motiviertes Zeichen.

Marius war Teilnehmer des Zeltmarsches der aCAMPada 2011 in Berlin gewesen.

Auf dem zweiten Bildungsweg hat er sein Abitur gemacht.

Ein Teilnehmer der Abiturfeier erlebte ihn als lebensfrohen Menschen.

Er schreibt:

“Doch auch wenn mir seine Gründe nicht bekannt sind, sind der Ort die Art und die Zeit eindeutige Zeichen.”

….. und wenn eine Presse oder Polizei dies

in einer verachtenden Ignoranz nicht wahrnimmt zeigt es vielleicht auch das worauf Marius auch mit der Form seines Todes hinweisen möchte. Ich werde meine Augen davor nicht verschliessen und bin traurig das ich ihm nicht wieder begegnen kann. Auch wenn ich ihm nur kurz begegnet bin ist es für mich Herzlichkeit Offenheit Lebensfreude die von uns als Marius gegangen ist.“

In Marburg, wo Marius studieren wird, findet er keine Wohnung. Er muss in einer Notunterkunft leben.

An diesem 13. Oktober in Berlin gibt es vor dem Reichstag eine Demo von vielen Hundert Menschen, die sich versammelt haben, um für das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) zu demonstrieren – gegen die Einflussnahme der starken Lobby der großen Energiekonzerne.

Zwischen 10 und 13 Uhr findet die Veranstaltung auf dem Platz der Republik statt.

Zwischen 11 und 13 Uhr findet zeitgleich der Demonstrationszug zum Global Noise Day statt, der vom Axel-Springer-Haus zum Neuköllner Hermannplatz führt. Ab 13 Uhr dann findet auf dem Neuköllner Hermannplatz eine Großveranstaltung statt, um gemeinsam laut zu sein „gegen die autoritäre Krisenpolitik der Bundesregierung und der Troika, gegen deren restriktive Sparprogramme, die breite gesellschaftliche Teile in Südeuropa in Arbeitslosigkeit, Armut und Perspektivlosigkeit stürzt. Wir wollen die Frage stellen nach unseren Protesten und einzelnen oder kollektiven Alltagskämpfen, gegen steigende Mieten, gegen das Jobcenter, gegen die Kürzung von Geldern für soziale Einrichtungen.“

Auch in Griechenland haben sich Menschen aus Verzweiflung verbrannt, nachdem dort das System kollabiert ist. Die Selbstmordrate ist dort seitdem enorm gestiegen.

Um 15 Uhr beginnt die Demonstration zum Abschluss des Flüchlingsmarsches auf dem Oranienplatz, mehrere Tausend Menschen sind gegen Unterdrückung und Ausbeutung und für mehr Menschlichkeit zusammen unterwegs. Sie ziehen zusammen zum Reichstag.

Zu dem Zeitpunkt, als Marius sich das Leben nimmt, ist direkt vor dem Reichstag keine Demo – es ist Demo-Pause, aber nur hier. Denn nur wenige Kilometer vom Reichstagsgebäude entfernt hat auf dem Neuköllner Hermannplatz mittlerweile die Großveranstaltung zum Global Noise Day begonnen. Hier werden dieselben Anliegen vertreten, wie bei der aCAMPada 2011, an der Marius selbst teilgenommen hat.

Er war ein politisch bewegter Mensch.

… auch der Flüchtlingsstreik, der am selben 13.10.2012 Tausende Demonstrationen auf die Straße brachte, begann nach einer Selbsttötung eines Menschen, der in einem Flüchtlingsheim lebte.

Später, als Marius schon tot ist, treffen sich vor dem Reichstagsgebäude die vielen Tausend DemonstrantInnen der Abschlussdemo des Flüchtlingsmarsches, der von AsylbewerberInnen ins Leben gerufenen Aktion, um auf die unmenschlichen Bedingungen ihres Lebens in D hinzuweisen – und die dagegen demonstrierenden AnhängerInnen von Pro Deutschland, einer neuen rechtsradikalen Front im Land – laut Medienberichten waren dies gerade mal ein Dutzend Personen.

Ein starkes Polizeiaufgebot verhindert, dass sich beide Gruppen direkt begegnen.

Global Noise, um auf all das Unrecht, die Unmenschlichkeit im System, in der Gesellschaft hinzuweisen – später dann Rechtsradikale gegen AsylbewerberInnen.

Dazwischen Marius, der einen leisen Tod stirbt. Einen leisen, doch spektakulären Tod, an einem prominenten Ort, vor den Augen vieler.

Eines der drängenden Probleme im Umgang der Behörden mit AsylbewerberInnen ist die akute Unterkunftsnot – es gibt viel zu wenig Unterkünfte, und viele Menschen wollen keine AsylbewerberInnen in ihrer Nachbarschaft wohnen haben. Zudem verbietet die Residenzpflicht den AsylbewerberInnen, sich frei im Land zu bewegen – sie sind an die direkte Umgebung ihrer dürftigen Unterkünfte regelrecht gefesselt, sofern sie sich nicht strafbar machen wollen.

Für Marius war ein drängendes Problem, dass er keine Wohnung in Marburg, seiner Studienstadt, finden konnte – keine Wohnung, kein Zimmer – es blieb nur eine Notunterkunft. Er war obdachlos – wie sollte er studieren? Wie lange würde es möglich sein, in der Notunterkunft zu bleiben? Was für Konsequenzen hatte seine Obdachlosigkeit für ihn als Studenten?

Er hatte einen überaus großen Einsatz gebracht, um die Hochschulreife zu erlangen, auf dem zweiten Bildungsweg nachzuholen – lernen, pauken, Abschluss-Prüfungen machen, nebenzu arbeiten, sich den Lebensunterhalt verdienen – und nun?

Was immer ihn getrieben haben mag, sich den Qualen einer Selbstverbrennung auszusetzen, es ist eine Katastrophe. Es ist eine Katastrophe, dass ein junger Mensch, Anfang Dreißig, sich freiwillig das Leben nimmt. Es ist kein Alltag, solche Tragödien sind nie Alltag, auch und gerade, weil ihre Zahl beständig zunimmt.

Jean Ziegler sagt: „Jedes verhungerte Kind ist ermordet worden.“ Und er hat so recht!

Wir sehen und wir sagen: „Jeder Mensch, der selbst Hand an sich legt, der sich selbst umbringt, wird ermordet – ermordet von einem grausamen, unmenschlichen System, einer kaltherzigen, vergesslichen, hektischen Gesellschaft!“

Und darum wollen wir verstehen, was Marius getrieben hat –

Marius, wir trauern um Dich.

Wir werden Dein Andenken ehren, indem wir dazu beitragen, jeder Einzelne, an jedem Tag, durch eigene Taten die Gesellschaft warmherziger, offener, solidarischer und gerechter zu machen. Wir werden Dein Andenken ehren, indem wir dazu beitragen, die Wahrheit aus dem Sumpf von Lug und Trug zu befreien.

Ruhe in Frieden, Fremder, Freund, zu früh gegangener Zeitgenosse, froher, leidender, verzweifelter Mitmensch.

Ruhe in Frieden.

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für Marius

Kondolenz von Fanny aus Bittenicht
Mir tut es leid.
Mir tut es so leid, dass das Leben eines Menschen, Marius‘ Leben, zu geben, nicht einmal genügt, um ein paar Worte, eine Tat, irgendetwas aus den düsteren Gestalten in dem Gebäude auf dessen Treppen er sich sein Leben nahm, heraus zu bekommen.
Nichts, sie schweigen. Sie verstecken sich und gebieten anderen, sich hinter einem Gebot zur Zurückhaltung bei Selbsttötungen zu verschanzen, das in diesem Falle niemals greifen dürfte.
Ich schäme mich, ich habe Angst.
Marius, nun leidest Du nicht mehr. Ich werde Dich nicht vergessen. Wäre ich noch nicht wach, Du hättest mich aufgeweckt.
Mein Beileid für alle, die ihn liebten und mochten.

AM ENDE DES REGENBOGENS SEHEN WIR UNS ALLE WIEDER

 

LINKS:

http://www.eeg-aktuell.de/2012/10/wir-tragen-die-energiewende-%E2%80%93-demonstration-in-berlin/

http://www.globalnoise.net/berlin/

http://refugeetentaction.net/index.php?option=com_content&view=article&id=103:demonstration-in-berlin-am-13-oktober&catid=2:uncategorised&Itemid=132&lang=de

https://www.facebook.com/ThomasRossiRassloff

http://www.flickr.com/photos/rassloff/sets/72157631759954774

http://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/polizei-verhindert-begegnung-beider-demos-pro-deutschland-provoziert-bei-asylbewerber-demo/7251652.html

http://momentum-kongress.org/eroffnungsrede-von-barbara-blaha

http://www.atase.de/blog/

BLOGBEITRÄGE https://mantovan9.wordpress.com/2012/10/18/wir-fordern-die-ganze-wahrheit-uber-den-suizid-von-marius/

und  https://mantovan9.wordpress.com/?s=marius+s

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EPILOG: POSTUM

„Reicher Mann und armer Mann standen da und sahn sich an.

Und der Arme sagte bleich: Wär ich nicht arm, wärst Du nicht reich.“

von Bertolt Brecht

 

Konstantin Wecker- Empört euch !

dieter thomas

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Wir fordern die ganze Wahrheit über den Suizid von Marius

„Vor dem Berliner Reichstag hat sich am 13.10.12, dem GlobalNoise-Tag, ein Mann das Leben genommen. In den Medien wurde übereifrig betont, dass der Freitod keine politische Handlung war“

Suizid vor dem Reichstag am 13. Oktober 2012

TEXT IN FACEBOOK AUFGELESEN

von Er KaEm

Was in anderen Ländern über offene Repression und Zensur erreicht wird, nämlich das totschweigen gewisser Missstände, wird in diesem Land durch eine äußerst perfide und gemeine weil extrem subtile und für „Laien“ kaum bemerkbare Art von Gehirnwäsche erzielt, die dafür sorgt, das Missstände sich so zu sagen „von allein“ totschweigen und selbst die betroffenen oft nicht bereit sind diese öffentlich anzuzeigen…

es ist diese seltsame Mischung aus Psychologisierung und Individualisierung die seit den 90ern massivst betrieben wird:

„Jeder ist für sein Glück, für seinen Erfolg, für sein Wohlergehen selbst verantwortlich – und wenn´s nicht klappt, dann ist nicht etwa das system dran schuld sondern der Betroffene selbst.

Er hat einfach nur nicht richtig gewünscht oder gearbeitet oder seine Persönlichkeit gecoacht oder optimiert…

also ab mit ihm zum Coach, zum BurnOut Berater oder zum Psychologen. Und die ganz großen „Looser“, die absoluten verlierer am besten in die Klapse und mit Psychopharmaka ruhiggestellt.“

Und diese mauer des selbsverordneten Schweigens gilt es, zu durchbrechen…

textquelle Er KaEm

mehr zum thema

fotomontage http://www.atase.de/blog/ehrfurcht-vor-dem-leben/berlin-suizid-vor-dem-reichstagsgebaude-am-globalnoisetag/#update

http://www.schweizmagazin.ch/news/ausland/11671-Deutscher-zndet-sich-vor-Reichstag—tot.html

lobby-medienbeiträge zum thema

Mann stirbt nach Selbstanzündung vor dem Reichstag

hier lesen http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta%2Fpage&atype=ksArtikel&aid=1350111662865

Selbstmord, weil er obdachlos wurde?

„Was in ihm vorging, steht in einem Abschiedsbrief. Über den Inhalt schweigt die Polizei, sagt nur: „Es sind persönliche Gründe.“ Einer davon könnten seine üblen Studienbedingungen sein. Martin G. hatte sein Abi in der Erwachsenenbildung nachgeholt, wollte Lehrer werden. Er fand  keine Wohnung. Die gibt es in der westdeutschen Uni-Stadt, in der er studierte, kaum zum erschwinglichen Preis. Eine örtliche Zeitung berichtete, dass er und über 20 weitere Studenten in eine Notunterkunft mussten.“

weiterlesen http://www.berliner-kurier.de/polizei-prozesse/todesdrama-vorm-reichstag-selbstmord–weil-

UND http://www.berliner-kurier.de/polizei-prozesse/vor-den-augen-hunderter-besucher-er-zuendete-sich-vor-dem-reichstag-an,7169126,20589342.html

http://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/vor-den-augen-hunderter-menschen-mann-zuendet-sich-vor-dem-reichstagsgebaeude-an/7251312.html

informativer link zum thema wohnungsnot  http://www.zeit.de/studium/uni-leben/2011-02/studenten-wohnungsnot-2

EPILOG:

VON BERTOLT BRECHT

WEITERE INFORMATIONEN FOLGEN IN KÜRZE –

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Berlin 15 Oktober 2011 – Räumung vor dem Reichstag

Am 15. Oktober 2011 versammelten sich tausende Menschen um friedlich für eine bessere Welt zu demonstrieren, jedoch endete es abends mit einem Polizeinsatz, da die Demonstranten vor dem Reichstag nicht gehen wollten.

quelle

Occupy Berlin 15.10.2011 – ZelträumungOccupy

„Ich bin so wütend, dass ich dieses Schild gemalt habe“

Mögen die Veranstaltungen zum globalen Antikrisentag am 15. Oktober insgesamt eher schwach besucht (siehe „Wir sind 99 Prozent“ gewesen sein, so traf das für Berlin nicht unbedingt zu. Rund zehntausend Menschen hatten sich am frühen Nachmittag zu einer Demonstration versammelt, die vom Alexanderplatz zum Bundeskanzleramt ziehen sollte. Kurz vor dem Ziel verließ die Menge die angemeldete Route und besetzte den Platz vor dem Reichstag. Auch der Pfeffersprayeinsatz der überraschten Polizei konnte die Menge nicht aufhalten. Bald herrschte am Platz zwischen Kanzleramt und Reichstag im spätherbstlichen Sonnenschein Feierlaune. Einige sahen den Jongleuren bei der Arbeit zu, andere ließen große Seifenblasen platzen, die wohl die Finanzblasen symbolisieren soll.

Als am späten Abend immer noch mehrere hundert Menschen auf den Rasen saßen und auch keine Anstalten machten, ihn zu verlassen, begann die Polizei mit der Räumung. Schon zuvor hatte die Polizei Decken und warme Kleidung beschlagnahmt und alle Versuche, Zelte auf der Wiese aufzubauen, unterbunden.

weiterlesen http://www.heise.de/tp/blogs/8/150641

Frau Merkel schämen sie sich!

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