Schlagwort-Archive: STIGMATISIERT

Hartz IV – Sollen sie doch verrecken!

vorspann – „Ein provokanter Titel? Ja – aber nicht ohne Grund gewählt! – Dresdner Sozialwacht

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Agenda 2010 und Hartz IV –

Das war doch von Anfang an der Plan.
Arbeitnehmer sollten erpressbar gemacht werden, indem die Alternative „Langzeitarbeitslosigkeit“ wie die Hölle aussieht. „Alles, bloß kein Hartz-IV“ zwingt selbst hochqualifizierte Menschen ab einem gewissen Alter (ab 50) in Niedriglohnbeschäftigungen, weil sie anderweitig gemäß ihrer Qualifikation nichts mehr bekommen werden. Und wer nicht in dem Alter ist, kann aufgrund der Lücken im Lebenslauf irgendwann auf keine Besserung mehr hoffen: „wer einmal aus dem Blechnapf frisst …“
Dank Hartz-IV ist der zweite Arbeitsmarkt (Zeitarbeit) regelrecht explodiert in seinen Dimensionen. Bevor man Hartz-IV mit allen Nachteilen bekommt, geht man lieber als Lohnsklave für den Ausbeuter schaffen, erhält bis zu 1/3 weniger Gehalt unter gleichzeitiger Aufgabe seiner Rechte als Arbeitnehmer am Einsatzort. Noch gibt’s keine 0-Stunden-Verträge wie in GB, aber auch das ist nur eine Frage der Zeit: bevor man Hartz-IV beantragt und vom Amt gefickt wird – und das muss man so nennen – bleibt man lieber bei unterirdischer Bezahlung und Behandlung beim Sklaventreiber.

Denn was ist die Alternative? Hartz IV vernichtet den Erfolg eines kompletten Arbeitnehmerlebens. Wer bis mitte 50 stets gut gearbeitet hat, verliert innerhalb weniger Jahre praktisch alles, seine Altersvorsorge (Vermögen), seine Rente (Rentenansprüche). Wer auf der Ziellinie scheitert – und das tun die meisten – steht am Ende als Armutsrentner da. Wer noch jung genug ist, muss die Lücken erklären können – und wer das nicht will, schlägt den praktisch unwiderruflichen Weg eines Zeitarbeiters ein. Da gibt’s Leute, die seit 10, 15 Jahren als Zeitarbeiter im selben Unternehmen und selben Einsatzort schaffen – und die sich nicht wehren können, wollen sie ihren Job nicht verlieren. Andere gehen lieber 60+x Stunden schaffen, weil sie nicht aufstocken möchten – indem sie neben dem Hauptlohnberuf auch noch zwei weitere Nebenjobs haben.

Hartz IV soll die Leute erpressbar und gefügig machen. Mit der Agenda 2010 hat sich Deutschland vom Sozialstaat verabschieden, mit dem Ende der Arbeitslosen- und Sozialhilfe die Leute komplett entwürdigt.

Das soll so sein. Das war von Anfang an beabsichtigt. Und folgt man dem ganzen Thema richtig, dann ist Agenda 2010 nichts anderes als „Arbeit macht frei“ – nur ohne KZ.

quelle https://www.heise.de/forum/Telepolis/Kommentare/Arbeitslosengeld-II-Schleichendes-Gift-fuer-die-Psyche/Das-war-doch-von-Anfang-an-der-Plan/posting-30189590/show/?nid=CWC6QiyY

 

aufgelesen unterm beitrag

Arbeitslosengeld II: Schleichendes Gift für die Psyche | Telepolis – Heise

 

beiträge zum Thema – aktuell

Hartz-IV: Verstoß gegen Menschenrechte?

Arbeitslosengeld gestrichen – Wohnungslos geworden

news: Hartz IV: Exzessive Verfolgungsbetreuung geplant

Bei Fliesen bitte Hausschuhe tragen

Wahlprogramm der Linkspartei: Absage an NATO und Hartz IV

 

Das sagen und denken „eure Volksvertreter“ über euch „Hartzer“

Harz IV – Genozid Hartz IV: Volksverhetzung durch Politiker — der …

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HARTZ-IV HUNGERTOD

„Ein politisches System, das dem Untergang geweiht ist, tut instinktiv vieles, was diesen Untergang beschleunigt.“
Jean Paul Sartre

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Wenn Kinder als Federvieh bezeichnet werden –

Deutschland verwahrlost –

3sat Kulturzeit-Mitschnitt – Weit haben wir es gebracht. Wenn Kinder als Federvieh bezeichnet werden … Vielleicht sollten die Herrn Rechtsanwälte mal ihre Einstellung überdenken.

YouTube Dresdner sozialwacht

 

mehr zum Thema –

Die Verrohung der Mittelschicht | Telepolis – Heise Online

 

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„Hartz-IV Muttertag“ – ALLEINERZIEHEND, STIGMATISIERT UND VERGESSEN

Hartz IV bei FrauTV _

Muttertag – gestern

Der Muttertag hat seinen Ursprung in der englischen und amerikanischen Frauenbewegung. Die Amerikanerin Ann Maria Reeves Jarvis versuchte 1865 eine Mütterbewegung namens Mothers Friendships Day zu gründen. An von ihr organisierten Mothers Day Meetings konnten Mütter sich zu aktuellen Fragen austauschen.[1] 1870 wurde von Julia Ward Howe eine Mütter-Friedenstag-Initiative unter …dem Schlagwort peace and motherhood gestartet. Sie hatte das Ziel, dass die Söhne nicht mehr in Kriegen geopfert werden sollen.
und http://schorsch.blogsport.de/2007/05/13/fragmente-der-kritik-muttertag/

 

mehr zum Thema: Muttertag heute

aktuelles urteil: klassenrecht http://www.heise.de/tp/artikel/38/38968/1.html
Gunnar Heinsohn und die „Aufartung“ des deutschen Volkes http://www.nachdenkseiten.de/?p=4936
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Muttertag/Erinnerung – im Land der sozialen Kälte verhungert

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und zum schluß möchte ich eindringlich an eine mutter erinnern, die mit ihrem Kind in diesem land verhungert ist. stigmatisiert durch hartz-iv, vergessen und getötet im land der sozialen kälte..
ihr gilt mein muttertagsgedanke, weil man ihr und ihrem Kind das leben versagte..

mehr erfahren http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/mutter-kind-durch-hartz-iv-sanktionen-gestorben-4244.php

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Epilog –
Muttertag/Erinnerung - im Land der sozialen Kälte verhungert

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Kinder werden stigmatisiert

Autor:

In Nordrhein-Westfalen werden Kinder von Hartz-IV-Betroffenen in den Schulen öffentlich stigmatisiert. Dort werden teilweise andere Essensmarken an Kinder ausgegeben, deren Mittagessen vom sogenannten “Bildungs- und Teilhabepaket” finanziert wird.

Diese Praxis verstößt gegen das Recht auf informelle Selbstbestimmung und fördert die Ausgrenzung der betroffenen Kinder und Jugendlichen.

Wer da nun glaubt, daß derartige Verstöße ungewollt und zufällig sind, der irrt. Seit Jahren werden für die katastrophalen Verhältnisse am Arbeitsmarkt die Menschen bzw. Betroffenen selbst verantwortlich gemacht und diese Stigmatisierung von Kindern und Jugendlichen ist ein weiteres Druckmittel gegen Hartz-IV-Betroffene. Die Politik redet den Menschen seit Jahren ein, daß wer sich bemüht und richtig Druck bekommt, auch eine Arbeit findet. Doch wie schon HIER geschrieben, gibt es einfach nicht genügend Arbeit und mit dem Gerede von Selbstverantwortlichkeit für die jeweilige Situation stiehlt sich Politik und Staat aus der sozialen Verantwortung.

Durch die Stigmatisierung von Kindern, die von Hartz-IV betroffen sind, wird folgende Aussage in den Köpfen der Menschen suggeriert: “Wer nicht will, daß sein Kind stigmatisiert wird, soll sich eben mehr bemühen.”

Desweiteren nehmen auch gerade deswegen viele Betroffene die Leistungen vom Teilhabepaket gar nicht in Anspruch und somit können sich dann auch wieder die Verdummungsmedien und eine Ursula von der Leyen hinstellen und Stimmung gegen Hartz-IV-Betroffene machen. Frei nach dem Motto: “Die wollen das ja so tolle Bildungs- und Teilhabepaket gar nicht.”

Somit erreicht man zwei entscheidende Vorteile: Zum einen bietet man etwas an und wenn es niemand haben will, spart man zugleich das Geld dafür, aber niemand kann einem nachreden, man hätte nichts getan. Zum anderen werden weiter die negativen Vorurteile gegenüber Hartz-IV-Betroffenen zementiert und kann die Verantwortung über die Mißstände am Arbeitsmarkt von sich weisen.

Es ist also mitnichten ein Zufall, daß derartige Praxen durchgeführt werden. Denn von Anfang an gab es bei den geistigen Ergüssen der Ursula von der Leyen Probleme, welche hätten gelöst werden können. Daß dies aber nicht geschah, zeigt, daß alles von Anfang an so gewollt war.

von  – 29. Februar 2012

quelle http://schnakenhascher.square7.ch/wp/?p=4997

aktuell zum thema – „Kinder werden stigmatisiert“

Kind muss zuschauen

Einen Tag nach den Sommerferien wandte sie sich mit einem Brief an die Eltern, die noch nicht gezahlt hatten.  Sie forderte die Eltern auf, spätestens in zwei Tagen zu zahlen. Wörtlich: „Kinder, für die das Geld nicht bezahlt wird, erhalten keine Arbeitsblätter und können nicht entsprechend am Unterricht teilnehmen.“

Die Mutter, die an dieser Schule zwei Kinder  hat, teilte der Klassenlehrerin mit, dass sie die  30 Euro Kopiergeld erst  Mitte des Monats zahlen könne, wenn das Kindergeld komme. Die 70 Euro aus der Bildungs- und Teilhabe-Förderung (Sicherung des   Existenzminimums hilfebedürftiger Kinder und Jugendlicher zur Bildungsteilhabe; weitere 30 Euro kommen  im Februar) hatte sie im Juli für  Schulbücher und Material bezahlt.

Doch die Schule machte ernst. Weinend kam die Tochter (8) nach Hause, weil ihr – anders als den anderen Kindern in ihrer Klasse – Fachblätter nicht ausgeteilt worden waren und sie  zudem  kein Bastelmaterial erhalten hatte und sie dadurch im Unterricht nicht mitbasteln konnte, weil auch das „Bastelgeld“ in Höhe von 10 Euro noch nicht gezahlt sei, berichtet die Mutter.“

WEITERLESEN http://www.nwzonline.de/oldenburg/bildung/ohne-kopiergeld-keine-arbeitsblaetter_a_1,0,1015665373.html

KINDER KLAGEN AN

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Arbeitslos – Generalverdacht Arbeitsscheu

arbeitslos - generalverdacht arbeitsscheu

Arbeitsscheu Agentur

VON Paul Duroy

Hartz IV – Über die brandgefährlichen Implikationen ”moderner” Arbeitsmarktpolitik  

”Erwerbsfaehige, die angebotene Arbeitsplaetze zweimal ohne berechtigte Gruende abgelehnt oder die Arbeit zwar aufgenommen, aber ohne stichhaltigen Grund wieder aufgegeben haben, sind der Gestapo zu melden. (…) Diese Menschen sind in polizeiliche Vorbeugehaft zu nehmen. Vor allem sind hier zu beruecksichtigen: Landstreicher, Bettler, Asoziale, Zigeuner und nach Zigeunerart herumstreunende Personen (…), die gezeigt haben, dass sie sich in die Ordnung der Volksgemeinschaft nicht einfuegen wollen.”

Heinrich Himmler in einem Schnellbrief-Erlass am 1.6.1938, zitiert aus Peter Longerich-”Heinrich Himmler-Eine Biographie”

Der Leser mag nicht erschrecken, dass zum Auftakt dieses Eintrages ein derart streitbarer Charakter zitiert wird. Dieses etwas krude Auftaktzitat darf der Leser in einem beißend grellen Lichte lesen, wenn er bedenkt, dass die ”moderne” deutsche Arbeitsmarktpolitik anno 2011 weiterhin unbeirrt auf die massive Mobilisierung der von vornherein als ”arbeitsscheu” Verdaechtigten durch den Staat setzt. Dem ”modernen” Staat ist keine ”Arbeits-Maßnahme” (die sich bereits im ”Dritten Reich” haargenau so nannte) zu schade, den doch nach der reinen Lehre eigentlich muendigen, aber derzeit arbeitslosen Buerger zu schikanieren und zu maltraetieren. Der Hartz-IV-Empfaenger ist von vornherein verdaechtig und hat, ohne Chance auf eine faire Diskussion auf Augenhoehe, von allem Anfang an eine zweifelhafte Bringschuld. Eines der ersten Essentials, welches ihm der sogenannte Arbeitsvermittler beim Erst-Antrag beibringen wird, ist die Pflicht nach Sozialversicherungsgesetzbuch, dass er im Grunde unrechtmaeßige Leistungen bezieht, fuer deren Bezug er im Gegenzug unbedingt, schnellstmoeglich und unter maximaler Zumutung eine neue Arbeit zu finden hat. Unterschwellig wird dem Sozialgeldempfaenger suggeriert, dass er vom gesunden Volkskoerper zehrt und somit (und das Wort ist ”dank” BILD und anderen Hetz-Blaettern wieder erstaunlich salonfaehig geworden): ein ”Sozialschmarotzer”. Auch wenn kein Mitarbeiter der Agentur fuer Arbeit das derart explizit ausdruecken wuerde.

1938 hatte der ”Reichsfuehrer-SS” Heinrich Himmler eine famose Idee: zur Totalisierung der kurz vor dem Eintritt in den Krieg stehenden deutschen Wirtschaft gaelte es ALLE verfuegbaren Arbeitskraefte zu maximalisieren und auszuschoepfen. Ein Ansatz war auch, das Freisein von Arbeit zu einem Verbrechen qua definitionem auszuküren: wer also nicht arbeitete oder frei umherzog, wurde gebrandmarkt als ”Asozialer”, als und dies durchaus woertlich: ”Sozialschmarotzer”, ein gefaehrlicher Parasit am eigentlich gesunden ”Volkskoerper”. Im Zuge dieser Bemuehungen schuf Himmler ein Projekt, dem er sich nun mit Feuereifer zu wandte: das sogenannte ”Projekt” mit der etwas krumm klingenden Bezeichnung: ”Arbeitsscheu Reich”.

Menschen, die als ”Asoziale” stigmatisiert wurden, die nach heutigen Begriffen psychisch krank waren, wurden demgemaeß in KZ’s zur Zwangsarbeit eingezogen (eben den sogenannten ”Maßnahmen” und man beachte uebrigens wie inflationaer die Agentur fuer Arbeit diesen Begriff in ihren Info-Broschueren benutzt), sie waren vogelfrei und konnten jederzeit nach einem ”Sondererlass” (oftmals sogar ohne einen solchen aus reiner Willkuer) wegen Faulheit (!) erschossen werden.

WEITERLESEN http://www.freitag.de/autoren/paul-duroy/arbeitsscheu-agentur

MEHR http://kobra.bibliothek.uni-kassel.de/bitstream/urn:nbn:de:hebis:34-2007013116965/3/AktionArbeitsscheuReich.pdf

Homepage von Paul Duroy http://www.raumgewinner.blog.de

blogbeiträge zum thema

https://mantovan9.wordpress.com/2011/04/17/aktion-arbeitsscheu-reich-wehret-den-anfangen/

http://www.dailymotion.com/video/xkhozm_aktion-arbeitsscheu-reich-wehret-den-anfangen_news

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